NachrichtenMakroSignums Hormuz TACO Index deutet auf möglichen Kurswechsel in der Trump-Iran-Politik Ende Juli hin

Signums Hormuz TACO Index deutet auf möglichen Kurswechsel in der Trump-Iran-Politik Ende Juli hin

Autor: CoinEdition·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Hormuz TACO Index kombiniert Brent-Rohölpreise, Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen, die Entwicklung des S&P 500 und Schiffspassagen durch die Straße von Hormuz zu einem gewichteten z-Score, der an einer Basislinie vom 7. März gemessen wird.
  • Signums Modell projiziert einen möglichen US-Politikwechsel gegenüber Iran zwischen dem 22. und 30. Juli, wobei der 26. Juli als wahrscheinlichstes Datum identifiziert wird.
  • Frühere Änderungen in der Trump-Iran-Politik fielen mit Indexwerten zwischen 2.3 und 3.4 Standardabweichungen zusammen und gingen Ereignissen wie der Waffenruhe am 7. April und den Verhandlungen am 11. Juni voraus.
  • Der wirtschaftliche Druck hat zugenommen, da Brent-Rohöl auf über $94 je Barrel stieg und die durchschnittlichen US-Benzinpreise am 20. Juli $4.02 je Gallone erreichten.
  • Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzte die Kosten des militärischen Konflikts auf rund $37.5 Milliarden und beantragte zusätzliche $87.6 Milliarden, während 18 US-Soldaten ums Leben gekommen und über 500 verletzt worden sind.
Signums Hormuz TACO Index deutet auf möglichen Kurswechsel in der Trump-Iran-Politik Ende Juli hin

Signum Global Advisors hat Wall Streets TACO-Trade — eine Kurzform für „Trump Always Chickens Out“ — zu einem Index weiterentwickelt, der den Druck rund um die Iran-Politik von Präsident Donald Trump messen soll. Die Bezeichnung gewann unter Händlern an Bedeutung, die während Trumps erster Amtszeit ein wiederkehrendes Muster beobachteten: eskalierende Rhetorik oder Zolldrohungen, gefolgt von Rücknahmen oder Kompromissen, wodurch eine Handelsstrategie rund um erwartete Kurswechsel entstand. Der Hormuz TACO Index des Unternehmens weist auf einen möglichen Politikwechsel zwischen dem 22. und 30. Juli hin, wobei der 26. Juli in der Modellprojektion am stärksten hervorsticht.

Der Indikator kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ölpreise, Störungen in der Schifffahrt, Kriegskosten und Opferzahlen den Druck auf Washington erhöhen. Signum erklärte, frühere Änderungen in der Trump-Iran-Politik seien erfolgt, nachdem Marktstresswerte zwischen 2.3 und 3.4 Standardabweichungen erreicht hätten, im Durchschnitt etwa 2.9.

Vier-Märkte-Modell misst politischen Druck

Signums Politikchef Andrew Bishop entwickelte das Modell anhand von vier Indikatoren, die mit wirtschaftlichem und geopolitischem Stress verbunden sind: Brent-Rohölpreise, Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen, die Entwicklung des S&P 500 und Schiffspassagen durch die Straße von Hormuz — eine enge Engstelle, durch die rund ein Fünftel des weltweiten täglichen Ölverbrauchs transportiert wird, was jede Störung dort für die Energiemärkte besonders sensibel macht.

Jeder Indikator wird in einen gewichteten z-Score umgerechnet, der an einer Basislinie vom 7. März gemessen wird. Der Ansatz soll aktuelle Bedingungen mit jenen rund um frühere politische Schritte vergleichbar machen. Höhere Werte deuten auf größeren Druck hin, wenn Energiekosten steigen, Finanzmärkte nachgeben oder Störungen in der Schifffahrt zunehmen.

Laut Signum fanden frühere Kurswechsel in der Trump-Iran-Politik statt, als der Index Werte zwischen 2.3 und 3.4 Standardabweichungen zeigte. Diese Werte traten vor der Öffnung für Gespräche am 22. März, der Waffenruhe am 7. April, der militärischen Pause am 18. Mai und den Verhandlungen am 11. Juni auf — eine Abfolge, die einen breiteren Eskalations- und Deeskalationszyklus in Trumps Iran-Politik widerspiegelt, der bis zu seinem Rückzug aus dem Joint Comprehensive Plan of Action im Jahr 2018 zurückreicht.

Signum hat den Hormuz TACO Index als experimentelles Maß und nicht als verifiziertes Prognosesystem dargestellt. Er garantiert weder, dass Diplomatie stattfinden wird, noch dass ein Politikwechsel folgen wird.

Öl, Schifffahrt und Militärkosten erhöhen den Druck

Der wirtschaftliche und politische Druck nahm zu, als Brent-Rohöl am 22. Juli angesichts von Bedrohungen wichtiger Energierouten auf über $94 je Barrel stieg. Die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz kam weitgehend zum Stillstand, während mehrere saudische Tanker nach Houthi-Drohungen nahe der Passage Bab el-Mandeb ihren Kurs änderten — einer zweiten kritischen Engstelle, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet und an der es wiederholt Angriffe auf Handelsschiffe gab.

Auch die innenpolitischen Kosten des Konflikts stiegen. Die durchschnittlichen US-Benzinpreise erreichten am 20. Juli $4.02 je Gallone, was die Ausgaben der Haushalte erhöhte und die Auswirkungen des Konflikts innerhalb der Vereinigten Staaten ausweitete.

Auch die Militärausgaben nahmen weiter zu. Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzte die Kosten auf etwa $37.5 Milliarden und beantragte zusätzliche $87.6 Milliarden.

Die menschlichen Verluste erhöhen den Druck zusätzlich. Achtzehn US-Soldaten sind während des Konflikts ums Leben gekommen, und mehr als 500 wurden verletzt.

Diplomatische Kanäle bleiben offen. Außenminister Marco Rubio sagte, Washington sei zu Verhandlungen bereit, während Iran Berichten zufolge einen Vorschlag für eine begrenzte Waffenruhe prüfte. Die Angriffe dauerten jedoch den elften Tag an, sodass die geopolitische Lage rund um Iran Entwicklungen unterliegt, die den Index rasch beeinflussen könnten.