Home Depot (HD) Aktie: Was vom Quartalsbericht am Dienstag zu erwarten ist
Wichtige Erkenntnisse
- •Analysten erwarten von Home Depot für das zweite Fiskalquartal einen Gewinn von 4,73 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 47,2 Milliarden US-Dollar.
- •Die Aktie notiert bei rund 338,70 US-Dollar, rund 15 % unter dem Stand von vor einem Jahr und leicht niedriger seit Beginn des Jahres 2026.
- •Die Belastungen durch die Wohnungserschwinglichkeit und die gesunkene Umzugsbereitschaft haben die Nachfrage im Heimwerkerbereich gedämpft; Daten von Placer.ai zeigten im Quartal rückläufige Besuche und Kundenfrequenz.
- •Home Depots CEO kündigte vergangene Woche eine krankheitsbedingte Beurlaubung an, was für zusätzliche Vorsicht vor den Zahlen sorgt.
- •Die Anleger werden die Bruttomarge, die vergleichbaren Ladenumsätze, die Jahresprognose und die Nachfrage professioneller Bauunternehmer im Blick behalten, insbesondere nach der Übernahme von SRS Distribution im Jahr 2024.

Home Depot wird am Dienstagmorgen seine Ergebnisse für das zweite Fiskalquartal veröffentlichen – nach dem Filialkalender des Unternehmens umfasst das Quartal etwa den Zeitraum von Mai bis Juli – und die Erwartungen sind überschaubar.
Der Konsensschätzung zufolge liegt der erwartete Gewinn je Aktie bei 4,73 US-Dollar, was nur 1 % über dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums läge. Der Umsatz wird voraussichtlich 47,2 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem Jahresplus von 4,4 % entspricht.
Die HD-Aktie notiert bei rund 338,70 US-Dollar, rund 15 % unter dem Stand von vor einem Jahr und leicht niedriger seit Beginn des Jahres 2026.
The Home Depot, Inc., HD
Das durchschnittliche Analystenkursziel für Home Depot liegt bei etwa 376 US-Dollar und damit rund 13 % über dem aktuellen Aktienkurs. Gut die Hälfte der von FactSet erfassten Analysten bleibt bullish für die Aktie.
Der Wohnungsmarkt belastet die Ergebnisse weiterhin. Als größter Heimwerker- und Baubedarfshändler der USA gilt Home Depot als wichtiger Gradmesser für die wohnungsmarktgebundene Konsumnachfrage. Die Krise der Wohnungserschwinglichkeit – hohe Hypothekenzinsen und hohe Immobilienpreise haben viele Eigenheimbesitzer in Objekten gehalten, die zu günstigeren Kreditkonditionen erworben wurden – hat die Zahl der umziehenden Amerikaner reduziert und damit auch die großen Heimwerkausgaben begrenzt, die häufig auf einen Immobilienkauf oder einen Umzug folgen.
Aktuelle Daten zur Kundenfrequenz deuten in dieselbe Richtung. Laut Placer.ai gingen im zweiten Quartal die Gesamtbesuche und die durchschnittliche Kundenfrequenz je Filiale zurück, was die Erwartung der Anleger an einen weiteren schwachen Bericht verstärkt.
Hinzu kommt eine Sorge im Zusammenhang mit dem Management. In der vergangenen Woche gab der CEO des Unternehmens eine krankheitsbedingte Beurlaubung bekannt, was bei einigen Anlegern vor der Veröffentlichung der Zahlen für zusätzliche Vorsicht gesorgt hat.
Wie die Wettbewerber abgeschnitten haben
Die Wettbewerber von Home Depot im Bereich Wohnaccessoires und Heimbedarf haben gemischte, insgesamt aber eher ermutigende Ergebnisse vorgelegt.
Floor & Decor verzeichnete ein Umsatzplus von 3 % gegenüber dem Vorjahr, übertraf die Schätzungen um 1,6 %, und die Aktie legte nach der Ankündigung um 4,1 % zu. Arhaus meldete ein Umsatzwachstum von 7,4 %, übertraf die Schätzungen um 4,9 %, und die Aktien sprangen um 16,6 %.
Im vergangenen Monat stiegen die Aktienkurse in der breiteren Gruppe der Einzelhändler für Wohnaccessoires und Heimbedarf im Durchschnitt um 3,3 %. Home Depot hat im selben Zeitraum 1,7 % zugelegt. Lowe’s, der engste Wettbewerber von Home Depot, veröffentlicht seine eigenen Quartalszahlen üblicherweise nur wenige Tage nach Home Depot und liefert damit einen weiteren Einblick in die Nachfrage in der gesamten Kategorie.
Home Depots jüngste Erfolgsbilanz
Im Vorquartal meldete Home Depot einen Umsatz von 41,77 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen hat die EPS-Erwartungen knapp übertroffen, die Bruttomarge jedoch leicht verfehlt. Dadurch gehören die Margen ebenso wie die vergleichbaren Ladenumsätze und ein mögliches Update der Jahresprognose zu den Punkten, auf die die Analysten am Dienstag achten werden.
Die Analysten haben ihre Schätzungen in den vergangenen 30 Tagen weitgehend unverändert gelassen, was darauf hindeutet, dass sie keine große Überraschung vom Bericht am Dienstag erwarten.
Home Depot hat eine lange Geschichte darin, die Erwartungen der Wall Street zu übertreffen. Wiederholt das Unternehmen die stärker als erwartet ausgefallene Leistung aus dem ersten Quartal, könnte die Aktie einen Teil ihrer jüngsten Verluste wettmachen. Auch die Aussagen zur Nachfrage professioneller Bauunternehmer – eine Kundengruppe, die Home Depot durch die rund 18 Milliarden US-Dollar teure Übernahme des Baustoffhändlers SRS Distribution im Jahr 2024 ausgebaut hat – werden Teil des Berichts sein.
Die Bewertung der Aktie ist nach der Unterperformance des vergangenen Jahres zurückgegangen, was einige Analysten als vernünftigeren Einstiegspunkt ansehen.
Der Bericht am Dienstag wird die Ergebnisse des zweiten Fiskalquartals abdecken. Vor der Veröffentlichung notiert die Home Depot-Aktie rund 15 % unter dem Stand der vergangenen 12 Monate und wird bei etwa 338,70 US-Dollar gehandelt.