SEC-Kommissarin Peirce: Neuer Vorschlag für Krypto-Assets würde über frühere Krypto-Regeln hinausgehen
Wichtige Erkenntnisse
- •Hester Peirce sagte, der neue SEC-Vorschlag zu Krypto werde über die Grenzen früherer Krypto-Regeln hinausgehen.
- •Ihre Äußerungen erfolgten in einer öffentlichen Stellungnahme vom 18. August 2026 und haben als Amtsträgerin der SEC direktes regulatorisches Gewicht.
- •Der breitere Umfang könnte Auswirkungen darauf haben, wie Krypto-Assets klassifiziert werden und wie Unternehmen Offenlegungspflichten und Marktteilnahme handhaben.
- •Der Vorschlag ist weiterhin nur ein Entwurf und muss vor einer endgültigen Verabschiedung öffentliche Kommentierung und weitere Kommissionsabstimmungen durchlaufen.

SEC-Kommissarin Hester Peirce sagte, ein neuer behördlicher Vorschlag zu Krypto-Assets würde die Grenzen früherer Krypto-Regeln überschreiten, und stellte den Plan damit als umfassenderen regulatorischen Schritt dar. Zugleich verlieh sie der Debatte über den SEC-Vorschlag zu Krypto zusätzliches Gewicht.
Was Peirce über den Vorschlag sagte
Peirce, eine der derzeit amtierenden Kommissarinnen der SEC, äußerte sich in einer öffentlichen Stellungnahme zur Regulierung von Krypto-Assets vom 18. August 2026 zu dem Vorschlag. Da sie einen Sitz in der Kommission innehat, haben ihre Äußerungen unmittelbares regulatorisches Gewicht und sind nicht als externe Kommentierung zu verstehen.
Kern ihrer Aussage ist, dass der Vorschlag nicht einfach frühere Krypto-Regelungen wiederholen würde. Stattdessen deutete sie an, dass er weiter gehen würde als die Ansätze, die die Behörde bisher verfolgt hat.
Peirce gehört seit Langem zu den aktivsten Stimmen der Kommission in Bezug auf digitale Vermögenswerte; ihr Ruf brachte ihr in der Branche den Spitznamen „Crypto Mom“ ein. Bereits 2020 brachte sie erstmals einen Vorschlag für einen Token-Safe-Harbor ein und überarbeitete ihn später. Der Plan sollte Blockchain-Projekten eine Übergangsfrist geben, bevor die vollen Pflichten nach dem Wertpapierrecht greifen.
Ihr Kollege Mark Uyeda äußerte sich in einer separaten Stellungnahme zur Regulierung von Krypto-Assets zum selben Thema und unterstrich damit, dass der Vorschlag in der gesamten Kommission Aufmerksamkeit erhält.
Wie der Vorschlag über frühere Krypto-Regeln hinausgehen könnte
Peirces Formulierung „beyond prior crypto rules“ weist auf einen Unterschied im Umfang hin. Frühere SEC-Bemühungen konzentrierten sich auf bestimmte Krypto-Aktivitäten, und ein großer Teil dieser Grundlagen wurde eher durch Leitlinien der Mitarbeiter, Reden und Durchsetzungsmaßnahmen als durch eine umfassende Regelsetzung geschaffen. Ihre Einordnung deutet darauf hin, dass der neue Vorschlag weiter reicht. Die hier beschriebenen Implikationen beruhen auf ihrer Stellungnahme und nicht auf einem endgültigen Regeltext.
Der Unterschied ist wichtig, weil die SEC in jüngerer Zeit geprüft hat, wo bestehendes Wertpapierrecht auf Krypto anwendbar ist. Peirce selbst sagte, dass bestimmte Aktivitäten wie Krypto-Vaults und Onchain-Lending unter das Wertpapierrecht fallen könnten, während sie zugleich darauf hinwies, dass viele NFTs keine Wertpapiere seien.
Ein Vorschlag, der über diese Einzelfallgrenzen hinausgeht, könnte breitere Bereiche wie Klassifizierung, Offenlegungspflichten und Marktteilnahme berühren. Die praktische Wirkung würde vom endgültigen Wortlaut abhängen; deshalb konzentriert sich Peirces Zurückhaltung auf den Umfang.
Warum der Vorschlag für die Krypto-Branche wichtig ist
Ein umfangreicherer SEC-Vorschlag verändert, wie Krypto-Unternehmen regulatorische Risiken einschätzen. Wenn eine Kommissarin signalisiert, dass ein Plan über frühere Regeln hinausgeht, verstehen Unternehmen und Anleger dies als Verschiebung der Compliance-Basis, auf die sie sich vorbereiten müssen.
Der Kontext ist eine Phase, in der die Behörde die Krypto-Regelsetzung an mehreren Fronten vorangetrieben hat: Berichten zufolge zielte sie auf Juli für einen Krypto-Ausnahmevorschlag, schlug neue Krypto-Regeln ohne den CLARITY Act vor und deutete an, dass sich einige Krypto-Schnittstellen möglicherweise nicht als Broker registrieren müssen. Peirces Warnung fügt dieser breiteren Initiative einen vorsichtigen Ton hinzu.
Regulatorische Unsicherheit bleibt für den Sektor ein aktuelles Thema, und Aussagen von Kommissaren prägen oft, wie die Branche die Debatte vor der Finalisierung einer Regel einordnet.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und digitale-Asset-Märkte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Treffen Sie vor Entscheidungen immer Ihre eigene Recherche.