NachrichtenMakroTrumps Versuch, Senatsmehrheitsführer Thune zu schwächen, eint die Republikaner

Trumps Versuch, Senatsmehrheitsführer Thune zu schwächen, eint die Republikaner

Autor: Rawstory·

Wichtige Erkenntnisse

  • Senatsrepublikaner haben sich öffentlich hinter Mehrheitsführer John Thune gestellt, nachdem Präsident Trump es bewusst vermieden hatte, ihn für eine weitere Führungsamtzeit zu unterstützen.
  • Thune folgte im Januar 2025 Mitch McConnell als GOP-Spitze im Senat und steuert seither eine zunehmend angespannte Beziehung zwischen dem Weißen Haus und den Senatsrepublikanern.
  • GOP-Senatoren signalisierten, dass sie jedem Versuch Trumps widerstehen würden, Thune zu ersetzen, während sie den Präsidenten in einer Reihe von politischen Fragen weiterhin unterstützen.
  • Senator John Kennedy widersprach Trumps Behauptung, die Wähler seien nicht auf ihn wütend, und erklärte, die Wähler seien weitgehend mit den Republikanern frustriert und am meisten über die Lebenshaltungskosten besorgt.
  • Eine wachsende Zahl von Senatsrepublikanern betrachtet Trumps sinkende wirtschaftliche Zustimmungswerte mittlerweile als ein größeres Wahlrisiko als Thunes Führung – ein Wandel gegenüber den Dynamiken von Trumps erster Amtszeit.
Trumps Versuch, Senatsmehrheitsführer Thune zu schwächen, eint die Republikaner

Präsident Donald Trumps Versuch, den Einfluss von Senatsmehrheitsführer John Thune (R-SD) zu schwächen, scheint genau das Gegenteil seiner Absicht zu bewirken: Die republikanischen Senatenfraktion schart sich öffentlich hinter ihren Führer, ungeachtet der Weigerung des Präsidenten, ihn für eine weitere Amtszeit zu unterstützen.

Thune, der im Januar 2025 Mitch McConnell als GOP-Spitze im Senat nachfolgte, verbringt seine ersten Monate in dieser Funktion damit, eine zunehmend volatilere Beziehung zwischen dem Weißen Haus und den Senatsrepublikanern zu steuern – eine Dynamik, die sich mit dem Beschleunigen des Zwischenwahlzyklus weiter verschärft.

In einem jüngsten Interview mit Punchbowl News vermied Trump es bewusst, Thune für eine weitere Amtszeit in der GOP-Führung eine Unterstützung auszusprechen. Doch wie The Hill berichtet, rückten Thunes Senatskollegen schnell in diese Bresche.

Die GOP-Senatoren schließen die Reihen um Thune und erklären, er werde „ihre volle Unterstützung" erhalten, unabhängig davon, ob Trump versucht, einen Gegenkandidaten für den Führungsposten zu rekrutieren.

Sen. Jerry Moran (R-KS) brachte das vorherrschende Gefühl unter seinen Kollegen in einer Stellungnahme gegenüber The Hill auf den Punkt: „Es gibt großen Respekt für John Thune. Man erkennt sehr wohl an, wie er arbeitet, wie schwierig sein Job ist, und man ist davon überzeugt, dass er das unter schwierigen Umständen wirklich gut macht."

Moran fügte hinzu, dass republikanische Senaten bereit gewesen seien, dem Präsidenten in einer Reihe von Fragen entgegenzukommen, jedoch eine klare Grenze ziehen würden, falls Trump versuchen sollte, Thune aus seinem Amt zu drängen oder einen Nachfolger zu bestimmen.

Selbst konservative Republikaner, die Thune unter Druck gesetzt hatten, den Senat während der Augustpause in Sitzung zu halten, räumten die Schwierigkeit seiner Position ein. Sen. Rick Scott (R-FL), ein prominenter Verfechter des SAVE America Act, gab zu: „Es ist ein harter Job, es ist wirklich ein harter Job."

Während desselben Punchbowl-News-Interviews beharrte Trump darauf, dass republikanische Wähler „nicht auf mich wütend seien, sondern auf die Republikaner" im Kongress. Republikanische Senatoren wiesen diese Darstellung zurück.

Sen. John Kennedy (R-LA) bot gegenüber The Hill eine ungeschminkte Gegenbewertung: „Ich glaube, die Republikaner sind auf uns alle wütend, ich meine die Wähler. Ich glaube, die Wähler sind schlicht wütend. Und ich glaube, sie sind am meisten über die Lebenshaltungskosten wütend, und ich denke, darum wird es bei dieser Wahl hauptsächlich gehen."

Eine wachsende Zahl von Senatsrepublikanern betrachtet Trump und seine sinkenden Zustimmungswerte – insbesondere im wirtschaftlichen Bereich – inzwischen als ein größeres politisches Risiko als jede Entscheidung, die aus Thunes Führungsteam stammt, so The Hill. GOP-Abgeordnete distanzieren sich auf dem Weg in den November zunehmend vom Präsidenten, da Umfragen zeigen, dass unabhängige Wähler abwandern und die Begeisterung republikanischer Wähler nachlässt.

Diese Dynamik stellt einen deutlichen Wandel gegenüber Trumps erster Amtszeit dar, als seine Unterstützungserklärungen und öffentlichen Druckkampagnen routinemäßig die Ergebnisse republikanischer Vorwahlen und interne Führungsentscheidungen bestimmten. Die Bereitschaft der Senats-GOP, diesem Druck nun öffentlich zu trotzen, spiegelt sowohl institutionelle Loyalität gegenüber Thune als auch eine kalkulierte Lesart der Wahl-Landschaft wider, in der Trumps wirtschaftliche Zustimmungswerte zu einem wachsenden Problem für Amtsinhaber geworden sind, die wettbewerbsfähige Sitze verteidigen.