NachrichtenRohstoffe & ForexMichael Oliver: Gold und Silber stehen vor ihrer nächsten Phase

Michael Oliver: Gold und Silber stehen vor ihrer nächsten Phase

Autor: SilverSeek·

Wichtige Erkenntnisse

  • Michael Oliver argumentiert, dass Gold und Silber in eine neue Phase übergehen, angetrieben von tiefgreifenden strukturellen Kräften wie Staatsschulden auf Rekordniveau und der Entwertung von Fiatwährungen statt von kurzfristigen Marktschlagzeilen.
  • Die Leitzinssenkung der US-Notenbank um 50 Basispunkte hat die Opportunitätskosten für das Halten nicht verzinslicher Anlagen gesenkt und zur Aufwärtsbewegung der Preise für Gold und Silber beigetragen.
  • Die nächste kritische Widerstandszone für Gold liegt bei 4.430 US-Dollar, mit potenziellen Aufwärtszielen nahe 4.500 US-Dollar und einem längerfristigen Ziel bei rund 4.900 US-Dollar, falls dieses Niveau entschieden durchbrochen wird.
  • Silber nähert sich einer bedeutenden Widerstandszone bei 64 US-Dollar, und seine industriellen Anwendungen in der Solar-Photovoltaik-Produktion haben die Angebotsdynamik angespannt und dem Preisgefüge eine nachfrageseitige Dimension hinzugefügt.
  • Zentralbankkäufe von Schwellenländerinstituten, die ihre Reserven diversifizieren und sich von auf Dollar lautenden Anlagen abwenden, waren ein wesentlicher Treiber des Goldaufwärts trends im Jahr 2024.
Michael Oliver: Gold und Silber stehen vor ihrer nächsten Phase

Michael Oliver: Gold und Silber stehen vor ihrer nächsten Phase

David Russell sprach kürzlich mit Michael Oliver, Gründer von Momentum Structural Analysis, darüber, was sein analytisches Rahmenwerk für Edelmetalle und die breiteren Finanzmärkte signalisiert.

Trotz einer scharfen Korrektur zu Jahresbeginn hält Oliver daran fest, dass die zugrunde liegende Marktstruktur für Gold und Silber mit bemerkenswerter Widerstandskraft standgehalten hat. Seiner Ansicht nach stellt die jüngste Preisaktion nicht das Ende des breiteren Aufwärtstrends dar; vielmehr argumentiert er, dass sie das Fundament für die nächste Aufwärtsbewegung gelegt hat – eine, die seiner Erwartung nach ganz anders ablaufen wird als der letzte Anstieg. Der Aufwärts趋势 des Goldes im Jahr 2024 hat bereits von anhaltenden Zentralbankkäufen profitiert, insbesondere von Schwellenländerinstituten, die ihre Reserven diversifizieren und sich von auf Dollar lautenden Anlagen abwenden.

Oliver ist der Überzeugung, dass Gold und Silber in eine neue Phase übergehen, die sich deutlich explosiver gestalten könnte. Er führt dies nicht in erster Linie auf kurzfristige Marktschlagzeilen zurück, sondern auf tiefere strukturelle Kräfte: den zunehmenden Druck auf den globalen Schuldenmärkten und die anhaltende Entwertung von Fiatwährungen. Angesichts von Staatsschulden auf Rekordniveau und mehreren großen Währungen unter Druck hat die Attraktivität von Edelmetallen als Wertspeicher über den Kreis traditioneller Edelmetallinvestoren hinaus zugenommen.

Das Gespräch erstreckte sich über Edelmetalle hinaus auf den US-Aktienmarkt, Staatsanleihen, den japanischen Yen und die wachsenden Verwundbarkeiten, die Oliver unterhalb von Märkten wahrnimmt, die an der Oberfläche stabil erscheinen. Die Volatilität des Yen zu Jahresbeginn, die zur Auflösung von Carry-Trades führte und Schockwellen durch globale Aktienmärkte schickte, unterstrich die Art von bereichsübergreifender Fragilität, auf die Oliver hinweist.

Marktupdate

Die Preise für Gold und Silber haben ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt, gestützt durch einen weicheren US-Dollar und Markterwartungen im Hinblick auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank im September. Die Wende der Fed hin zu Zinssenkungen – beginnend mit einer Reduzierung um 50 Basispunkte – markierte einen Wendepunkt in der Geldpolitik, der traditionell die Opportunitätskosten für das Halten nicht verzinslicher Anlagen wie Gold und Silber senkt. Mit anstehenden US-Inflationsdaten (CPI) und steigenden Ölpreisen könnte die Marktvolatilität im weiteren Verlauf der Woche zunehmen.

Nach dem jüngsten Ausbruch des Goldpreises ist das nächste kritische Niveau bei 4.430 US-Dollar zu beobachten. Dieser Bereich markierte zuvor die Tiefststände vom März und dient nun als wichtige Widerstandszone. Ein anhaltender Durchbruch über 4.430 US-Dollar könnte den Weg in Richtung 4.500 US-Dollar ebnen, mit einem längerfristigen Ziel in der Nähe von 4.900 US-Dollar. Auf der Abwärtsseite liegt die Unterstützung in der Nähe von 4.100 US-Dollar.

Silber nähert sich ebenfalls einer bedeutenden Widerstandszone bei 64 US-Dollar. Ein entscheidener Ausbruch über dieses Niveau würde die jüngste Aufwärtsdynamik des Metalls verstärken und die kritische Widerstandszone von 70 bis 72 US-Dollar fest in den Blick rücken. Die Rolle von Silber geht über seine Einstufung als Edelmetall hinaus; seine industriellen Anwendungen, insbesondere in der Solar-Photovoltaik-Produktion, haben die Angebotsdynamik angespannt und dem Preisgefüge eine nachfrageseitige Dimension hinzugefügt.

Insgesamt bleibt der kurzfristige Ausblick für Gold und Silber konstruktiv. Allerdings muss jedes Metall seine jeweiligen Widerstandsniveaus überwinden, um die Dynamik aufrechtzuerhalten und weiteren Aufwärtspotenzial zu ermöglichen.

Quelle: SilverSeek