NachrichtenRohstoffe & ForexGold fällt um über 3 %, da Inflationsäußerungen von Fed-Chef Warsh Wetten auf Leitzinserhöhung beflügeln

Gold fällt um über 3 %, da Inflationsäußerungen von Fed-Chef Warsh Wetten auf Leitzinserhöhung beflügeln

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Gold fiel am Freitag um mehr als 3 % – einer der schärfsten eintägigen Rückgänge der letzten Monate.
  • Inflationsäußerungen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh erhöhten die Erwartungen der Händler auf eine Zinserhöhung im September.
  • Ein stärkerer US-Dollar verteuerte Gold für Halter anderer Währungen.
  • Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten des Goldhaltens, da Gold keine Zinsen abwirft.
  • Die frühere Goldrallye wurde durch Käufe der Zentralbanken und die Nachfrage nach Sicherheitsanlagen gestützt.
Gold fällt um über 3 %, da Inflationsäußerungen von Fed-Chef Warsh Wetten auf Leitzinserhöhung beflügeln

Der Goldpreis fiel am Freitag um mehr als 3 %, nachdem Inflationsäußerungen des Federal-Reserve-Vorsitzenden Kevin Warsh die Händler dazu veranlasst hatten, ihre Erwartungen an eine mögliche Leitzinserhöhung im September zu erhöhen.

Goldfutures schlossen im Minus und zogen von ihren jüngsten Höchstständen zurück, während ein stärkerer US-Dollar das Metall für Halter anderer Währungen verteuerte. Der Rückgang markiert einen der stärkeren eintägigen Verluste des Metalls in den letzten Monaten, nach einer Rallye, die unter anderem durch Käufe der Zentralbanken und die Nachfrage nach Sicherheitsanlagen angetrieben worden war.

Warshs Bemerkungen zur Inflation verschoben die Markt preisgebung hin zur Möglichkeit einer Zinserhöhung auf der Septembersitzung der Fed, wie aus dem Bericht hervorgeht. Höhere Zinsen belasten Gold in der Regel, da das Metall keine Zinsen abwirft und die Opportunitätskosten für das Halten des nicht verzinsten Metalls steigen. Die Erwartungen an die Geldpolitik der Fed waren in diesem Jahr ein wiederkehrender Schwankungsfaktor für Gold: Frühere Wetten auf Zinssenkungen beflügelten den Anstieg des Goldpreises, während erneute hawkische Töne nun in die Gegenrichtung drücken.

Diese Entwicklung zeigt auch, wie sensibel Gold auf Verschiebungen der Zinserwartungen reagiert, während die Händler die eingehenden Inflationsdaten und die Äußerungen der Fed vor der Septembersitzung abwägen. Anhaltende Preisdrucke könnten die Erwartungen an Zinserhöhungen hoch halten, während weichere Daten oder eine dovishere Ausrichtung der Politikverantwortlichen diesen Druck wahrscheinlich verringern würden.

Quelle: Economic Times Markets