GameStop veröffentlicht am Dienstag seine Q2-Ergebnisse 2026 – Wall Street blickt auf eBay-Gewinne und rückläufige Umsätze im Retailgeschäft
Wichtige Erkenntnisse
- •GameStop veröffentlicht die Q2-Ergebnisse 2026 am 8. September nach Börsenschluss; Analysten erwarten ein bereinigtes EPS von 0,27 USD und einen Umsatz von 756,85 Millionen USD.
- •Der prognostizierte Nettogewinn von 290–310 Millionen USD beruht weitgehend auf rund 238 Millionen USD an eBay-Investitionsgewinnen, gemildert durch etwa 75 Millionen USD an Verlusten aus digitalen Vermögenswerten.
- •Der Umsatz wird gegenüber 972,2 Millionen USD im Vorjahr auf 780–800 Millionen USD sinken – wegen des Vergleichs mit der Nintendo Switch 2-Einführung, Filialschließungen und dem Verkauf der Frankreich-Geschäfte.
- •Das Unternehmen hielt am 1. August rund 5 Milliarden USD in Bargeld und nahezu 5 Milliarden USD an eBay-Aktien; das operative Ergebnis soll sich im Jahresvergleich auf 150–170 Millionen USD mehr als verdoppeln.
- •Der Optionsmarkt preist eine Bewegung von 7,31 % nach den Ergebnissen ein; die GME-Aktie schloss bei 19,16 USD nahe ihrem 52-Wochentief von 17,79 USD.

Kernzahlen auf einen Blick
GameStop veröffentlicht die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 am Dienstag, dem 8. September, nach Börsenschluss.
Die Wall Street erwartet ein bereinigtes EPS von 0,27 USD und einen Umsatz von 756,85 Millionen USD.
Der Nettogewinn wird auf 290 bis 310 Millionen USD prognostiziert, gestützt auf rund 238 Millionen USD an Gewinnen aus der eBay-Investition.
Der Umsatz wird zwischen 780 und 800 Millionen USD erwartet – gegenüber 972,2 Millionen USD im Vorjahr.
Der Optionsmarkt preist eine Bewegung von 7,31 % in beide Richtungen nach der Veröffentlichung der Ergebnisse ein.
Ausblick auf die Quartalszahlen
GameStop wird die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 am Dienstag, dem 8. September, nach Handelschluss bekannt geben. Die GME-Aktie schloss am Freitag bei 19,16 USD, nahe ihrem 52-Wochentief von 17,79 USD.
Die Wall Street erwartet ein bereinigtes EPS von 0,27 USD und einen Umsatz von 756,85 Millionen USD. Da das Unternehmen bereits am 31. August vorläufige Q2-Zahlen veröffentlicht hat, werden wenige große Überraschungen erwartet.
Der Nettogewinn wird auf 290 bis 310 Millionen USD prognostiziert, wobei ein großer Teil aus rund 238 Millionen USD an Gewinnen aus GameStops eBay-Investition und dem zugehörigen Derivat stammt. Dieser Investitionsschub wird teilweise durch rund 75 Millionen USD an Verlusten aus digitalen Vermögenswerten und damit zusammenhängenden Forderungen ausgeglichen.
Der Umsatz wird voraussichtlich zwischen 780 und 800 Millionen USD liegen – ein deutlicher Rückgang gegenüber 972,2 Millionen USD im Vorjahresquartal. GameStop nannte drei Hauptgründe für den Rückgang: den schwierigen Vergleich mit der Nintendo Switch 2-Einführung im Vorjahr, geplante Filialschließungen und den Verkauf der Frankreich-Geschäfte.
Der Umsatzrückgang passt in ein längerfristiges Muster des Unternehmens. Unter CEO Ryan Cohen hat GameStop jahrelang seine physische Präsenz verkleinert und Kosten gesenkt, da Verbraucher Spiele zunehmend über digitale Downloads und Online-Händler statt in stationären Geschäften kaufen – ein struktureller Wandel, der das gesamte Fachhandelssegment für Videospiele unter Druck setzt.
Die Bilanz rückt in den Mittelpunkt
GameStops finanzielle Position lässt sich zunehmend schwer ignorieren. Zum 1. August hielt das Unternehmen rund 5 Milliarden USD in Bargeld und nahezu 5 Milliarden USD an eBay-Aktien – ein Kapitalpolster, das dem Unternehmen Flexibilität verschafft, während die Kernumsätze im Retailgeschäft sinken. Diese Strategie großer Investitionspositionen, einschließlich digitaler Vermögenswerte, hat dazu geführt, dass die ausgewiesenen Gewinne des Unternehmens zunehmend von Marktbewegungen dieser Bestände abhängen statt von der Leistung der Filialen.
Das operative Ergebnis wird zwischen 150 und 170 Millionen USD erwartet – mehr als doppelt so hoch wie die 66,4 Millionen USD im Vorjahr. Die EPS-Schätzungen sind in den vergangenen 60 Tagen um 42 % gestiegen, da Analysten die eBay-bezogenen Gewinne eingepreist haben. Die Umsatzschätzungen sind dagegen in den letzten zwei Monaten um 29 % gesunken, was die schwache Aussicht für das traditionelle Retailgeschäft widerspiegelt.
Worauf Investoren achten werden
Die zentrale Frage am Dienstag ist, ob GameStop neben den Investitionsgewinnen operativen Schwung zeigen kann. Investoren werden die Entwicklung der Comparable Sales genau beobachten sowie neuere Initiativen wie Sammlerartikel und die Lieferpartnerschaft mit Uber Eats für Spiele und Elektronik. Der Ausbau des Sammlerartikel-Geschäfts – derunter Handelskarten und Memorabilia – ist Teil der breiteren Bemühungen des Unternehmens, sich vom schrumpfenden Kerngeschäft mit neuem und gebrauchten Videospiel-Hardware und -Software zu diversifizieren.
Auch die Margenentwicklung steht im Fokus. Da der Umsatz im Quartalsvergleich steigt, das Ergebnis je Aktie jedoch vom in Q1 ausgewiesenen 0,30 USD zurückgeht, wollen Analysten wissen, ob Kosten oder Wettbewerbsdruck das Retailgeschäft aushöhlen.
Auch GameStops geplante Übernahme von eBay könnte ein Thema sein. Die Aktionäre haben im Juli eine erhöhte Aktienautorisierung zur Finanzierung des Deals genehmigt, Zeitpunkt und Integrationsdetails bleiben jedoch unklar.
Bilanz nach Quartalszahlen und Markterwartungen
Die Historie bietet GME-Aktionären etwas Grund zur Zuversicht. Die Aktie ist nach fünf der letzten acht Ergebnisveröffentlichungen gestiegen, darunter nach jedem der letzten vier, mit Bewegungen von 7,58 %, 11,65 %, 1,18 % und 6,02 %. Der Optionsmarkt preist derzeit eine Schwankung von 7,31 % – rund 1,40 USD – in beide Richtungen nach der Veröffentlichung am Dienstag ein.
Der KI-Analyst von TipRanks stuft GME mit einem „Outperform“-Score von 71 von 100 ein, mit einem Kursziel von 24 USD, was einem Aufwärtspotenzial von rund 25 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht. Das technische Bild der Aktie wird jedoch als „Strong Sell“ eingestuft.
GME hat in sieben der letzten acht Quartale die bereinigten EPS-Erwartungen übertroffen, die Umsatzprognosen im gleichen Zeitraum jedoch nur einmal geschlagen.
Quelle: CoinCentral