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Fitch: Weitere Yen-Aufwertung hängt von Zinserhöhungen der BOJ ab, nicht nur von einer geldpolitischen Lockerung der Fed

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Fitch Ratings stellte fest, dass eine weitere Aufwertung des Yen wahrscheinlich von Zinserhöhungen der Bank of Japan abhängt und nicht allein von einer schmaler werdenden geldpolitischen Divergenz zwischen den USA und Japan.
  • Die Agentur stellte die konventionelle Narrative infrage, indem sie argumentierte, dass die jüngste Schwäche des Yen nicht primär durch die relativen geldpolitischen Positionierungen der USA und Japans getrieben wird.
  • Die BOJ beendete im März 2024 die Negativzinsen und erhöhte die Zinsen im Juli erneut – die bedeutendsten Normalisierungsschritte seit über einem Jahrzehnt –, doch der Yen blieb volatil.
  • Strukturelle oder flussbasierte Faktoren wie Japans anhaltende Handelsdefizite und das Absicherungsverhalten institutioneller Investoren könnten das Aufwärts Potenzial des Yen begrenzen.
  • BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda hat signalisiert, dass weitere Zinserhöhungen möglich sind, deren Zeitpunkt und Tempo jedoch ungewiss bleiben.
Fitch: Weitere Yen-Aufwertung hängt von Zinserhöhungen der BOJ ab, nicht nur von einer geldpolitischen Lockerung der Fed

Fitch Ratings erklärte am Mittwoch, dass eine weitere Aufwertung des japanischen Yen wahrscheinlich davon abhängt, dass die Bank of Japan die Zinsen erhöht, und wandte sich damit gegen die verbreitete Annahme, dass die Stärke des Yen hauptsächlich durch einen schmaler werdenden geldpolitischen Divergenzkurs zwischen der Federal Reserve und der BOJ getrieben wird.

Die Ratingagentur sagte, die jüngste Schwäche des Yen scheine nicht maßgeblich durch die relativen Positionierungen der US-amerikanischen und japanischen Geldpolitik bedingt zu sein – eine Einschätzung, die die konventionelle Narrative infrage stellt, welche Yen-Bewegungen eng mit Verschiebungen der Zinserwartungen der Fed verknüpft. Stattdessen deutet Fitchs Beurteilung darauf hin, dass andere strukturelle oder flussbasierte Faktoren eine größere Rolle bei der Entwicklung der Währung spielen könnten.

Die BOJ beendete im März 2024 acht Jahre negativer Zinsen und erhöhte ihren Leitzins im Juli erneut – die bedeutendsten Schritte hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik in Japan seit über einem Jahrzehnt. Dennoch blieb die Entwicklung des Yen volatil und schwankte zwischen Multijahrzehnt-Tiefs und starken Rallyes, einschließlich einer schnellen Aufwertungsphase im August, die eine weltweite Auflösung von Carry Trades auslöste. Fitchs Analyse legt nahe, dass selbst diese Bewegungen Faktoren widerspiegeln könnten, die über die einfache US-Japan-Zinsdifferenz hinausgehen, die von den meisten Modellen betont wird.

Fitchs Kommentare fügen dem wachsenden Konsens, dass die Yen-Stärke weitgehend eine Funktion sich verengender US-Japan-Zinsdifferenzen ist, ein warnendes Element hinzu. Die Darstellung der Agentur impliziert, dass die Märkte möglicherweise überschätzen, wie viel weitere Aufwertung ohne konkretes Handeln der BOJ erreichbar ist. Wenn die Schwäche des Yen nicht primär durch relative geldpolitische Positionierungen getrieben wurde, könnten strukturelle oder flussbasierte Faktoren – wie Japans anhaltende Handelsdefizite, Rückführungsmuster von Auslandsinvestitionen oder das Absicherungsverhalten institutioneller Investoren – die Aufwärtsdynamik der Währung selbst dann begrenzen, wenn sich die Zinserwartungen der Fed verschieben.

Die Einschätzung könnte einige der derzeit zirkulierenden bullisheren Yen-Prognosen dämpfen und legt den Fokus zusätzlich auf die tatsächlichen geldpolitischen Entscheidungen der BOJ statt lediglich auf die Richtung der US-Zinsen als entscheidende Variable für Währungshändler. BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda hat signalisiert, dass weitere Zinserhöhungen möglich sind, wenn sich Wirtschaft und Inflation im Einklang mit dem Ausblick der Bank entwickeln, though timing and pace remain uncertain. Ohne konkrete Zinserhöhungen von Japans Zentralbank könnte der Yen laut Fitch Schwierigkeiten haben, nennenswerte weitere Gewinne zu halten, unabhängig davon, wie sich die US-Politik entwickelt.

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