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Fed's Hammack: Geldpolitik muss restriktiv bleiben, um Inflation zu senken

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Cleveland-Fed-Präsidentin Beth Hammack stimmte auf der jüngsten FOMC-Sitzung für eine Zinserhöhung und schloss sich Neel Kashkari und Lorie Logan an, die ebenfalls für die Erhöhung stimmten.
  • Hammack erklärte, dass die Geldpolitik eine gewisse Zurückhaltung beibehalten müsse, um die Inflation zu senken, was sie unter die restriktiveren FOMC-Mitglieder einreiht.
  • Sie bezeichnete die aktuellen Inflationsdrücke als branchenübergreifend breit gefächert und nicht als konzentriert – was von Bedeutung ist, da die Fed eine Verengung der Kategorien als Nachweis für die Wirksamkeit der Straffung sucht.
  • Hammack stellte fest, dass die durch Angebotsschocks verursachte Inflation hartnäckiger geblieben ist, als die Geldpolitiker ursprünglich erwartet hatten.
  • Sie bezeichnete die jüngsten Beschäftigungsdaten als verrauscht und riet zur Vorsicht bei der Interpretation monatlicher Beschäftigungszahlen.
Fed's Hammack: Geldpolitik muss restriktiv bleiben, um Inflation zu senken

Beth Hammack, Mitglied der Federal Reserve, erklärte, dass die Geldpolitik eine gewisse Zurückhaltung aufrechterhalten muss, um die Inflation zu senken, und unterstrich damit ihre restriktive Haltung im aktuellen Zinsumfeld. Hammack, die die Federal Reserve Bank of Cleveland leitet, ist in diesem Jahr stimmberechtigtes Mitglied des FOMC.

Hammack stimmte auf der jüngsten Sitzung des Federal Open Market Committee für eine Zinserhöhung und reihte sich damit neben Neel Kashkari und Lorie Logan unter die Befürworter der Maßnahme ein.

Kernpunkte von Hammacks Ausführungen

Mit Blick auf den wirtschaftlichen Ausblick stellte Hammack fest, dass sich Unternehmen an sowohl Zoll- als auch Ölschocks angepasst hätten und verwies auf anhaltende Widerstandsfähigkeit und Investitionen in der gesamten Wirtschaft. Sie warnte jedoch davor, dass Zinserhöhungen zwar schmerzhaft sein können, die Geldpolitiker aber nicht zulassen dürfen, dass Wachstum und Investitionen so schnell steigen, dass die Wirtschaft überhitzt.

Zum Thema Inflation betonte Hammack, dass die Preissteigerungsdrücke breit gefächert bleiben und sich nicht auf bestimmte Sektoren konzentrieren. Sie stellte zudem fest, dass die durch Angebotsschocks verursachte Inflation hartnäckiger geblieben sei als erwartet. Ihre Charakterisierung des breit angelegten Drucks ist beachtlich, da die Fed normalerweise eine Verengung der Inflationskategorien als Signal dafür sucht, dass die Geldpolitikstraffung wirkt.

Zum Arbeitsmarkt erklärte Hammack, dass die jüngsten Beschäftigungsdaten verrauscht seien, und empfahl, monatliche Beschäftigungszahlen mit Vorsicht zu interpretieren.

Kontext

Hammacks Kommentare spiegeln eine anhaltende Debatte innerhalb der Federal Reserve über den angemessenen Zinspfad wider. Das FOMC arbeitet daran, die Inflation auf ihr 2 %-Ziel zurückzuführen, während es die Risiken für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung abwägt. Ihre Position ordnet sie unter die restriktiveren Mitglieder des Ausschusses ein, die sich für eine anhaltend restriktive Politik ausspricht, bis die Inflation klare und dauerhafte Anzeichen einer Abkühlung zeigt.

Die Haltung stimmberechtigter Mitglieder wie Hammack hat unmittelbares Gewicht bei Zinsentscheidungen, da jeder FOMC-Stimmberechtigte zum Zielwert des Bundesgeldmarktzinses beiträgt. Marktteilnehmer verfolgen solche Äußerungen genau auf Hinweise, ob der Ausschuss die Zinsen bei kommenden Sitzungen beibehalten, pausieren oder anpassen wird, wobei nachfolgende Inflationsdaten und Arbeitsmarktdaten voraussichtlich eine herausragende Rolle bei diesen Beratungen spielen werden.

Quelle: ForexLive / InvestingLive