NachrichtenRohstoffe & ForexFX-Optionsverfälle für den 31. Juli beim New Yorker Cut: Großer EUR/USD-Verfall bei 1.1500 im Fokus

FX-Optionsverfälle für den 31. Juli beim New Yorker Cut: Großer EUR/USD-Verfall bei 1.1500 im Fokus

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Ein großer EUR/USD-Optionsverfall beim Level 1.1500 am 31. Juli könnte dazu führen, dass Kassapreise durch das sogenannte Pinning-Phänomen zu diesem Strike-Preis tendieren.
  • Die Zinsentscheidung der Federal Reserve und die am selben Tag endende Sitzung der Bank of Japan werden voraussichtlich die dominierenden Treiber der Dollar-Preisaktion sein.
  • Japanische Behörden könnten weitere Marktinterventionen durchführen, falls USD/JPY versucht, die Auswirkungen der jüngsten Intervention Tokios zurückzunehmen.
  • Ein USD/USD-Optionsverfall beim Level 160,00 wird aufgrund der heightened Fokussierung auf mögliche japanische Interventionen nur minimale Marktauswirkungen haben.
  • Portfolio-Rebalancing-Flüsse zum Monatsende im Vorfeld des London Fix stellen einen zusätzlichen Faktor dar, der Währungspreisbewegungen beeinflussen könnte.
FX-Optionsverfälle für den 31. Juli beim New Yorker Cut: Großer EUR/USD-Verfall bei 1.1500 im Fokus

Unter den FX-Optionsverfällen für den 31. Juli beim 10:00 Uhr New Yorker Cut sticht ein Verfall besonders hervor: ein großer Verfall für EUR/USD beim Level 1.1500.

Während die Größe der Verfälle bei diesem Strike beträchtlich ist, entsprechen sie keiner besonderen technischen Bedeutung auf den Charts. Dennoch könnte das reine Volumen der zu diesem Level auslaufenden Optionen wie ein Magnet auf die Preisaktion wirken und EUR/USD im Vorfeld des Cuts möglicherweise zum Strike-Preis ziehen – ein Phänomen, das allgemein als „Pinning" bezeichnet wird, bei dem Händler, die große Optionspositionen absichern, dazu führen können, dass Kassapreise mit Annäherung an den Verfall zum Strike-Preis tendieren. Diese Dynamik stellt sich ein, während sich der US-Dollar nach dem Über Nacht durch die japanische Intervention bei USD/JPY ausgeübten Druck leicht zu erholen scheint.

Die Dollar-Stimmung und das breitere Risiko-Umfeld bleiben die dominierenden Treiber der Preisaktion und übertreffen den Einfluss der Optionsverfälle. Das Timing fügt eine weitere Komplikation hinzu, da die Zinsentscheidung der Federal Reserve für Juli später in der Sitzung ansteht – ein Ereignis, das die Dollar-Erwartungen unabhängig von optionsbedingten Flüssen neu ausrichten könnte. Gleichzeitig adds die am selben Tag endende eigene Politik-Sitzung der Bank of Japan eine weitere Ebene der Unsicherheit zum Yen-Ausblick hinzu. Händler berücksichtigen zudem mögliche Portfolio-Rebalancing-Flüsse zum Monatsende, die sich im Vorfeld des später in der Sitzung stattfindenden London Fix verstärken könnten. Wie bereits diese Woche angemerkt: Was ist das FX-Signal zum Monatsende?

Auf der USD/JPY-Seite gibt es ebenfalls einen Verfall beim Level 160,00, obwohl dieser kaum von Bedeutung sein dürfte. Nach der gestrigen Intervention Tokios bleibt die Marktaufmerksamkeit auf die Drohung weiteren Vorgehens japanischer Behörden gerichtet,而非 auf optionsbedingte Flüsse. Japans letzte große Intervention im April erstreckte sich über mehrere Tage, was darauf hindeutet, dass die Behörden zusätzliche Maßnahmen ergreifen könnten, falls USD/JPY versucht, den Interventions-Effekt zurückzunehmen.

Sollte das Paard eine Neigung zeigen, die Auswirkungen der gestrigen Maßnahmen zunichtezumachen, kann ein weiteres Eingreifen des japanischen Finanzministeriums in den kommenden Tagen nicht ausgeschlossen werden. Infolgedessen wird erwartet, dass Optionsverfälle für USD/JPY bis zum Wochenende minimal bis gar keinen Einfluss haben.

Weitere Hinweise zur Interpretation von FX-Optionsverfallsdaten finden Sie in diesem erläuternden Beitrag.