FX-Optionsverfälle am 24. Juli um 10:00 Uhr New Yorker Zeit: EUR/USD und AUD/USD im Fokus
Wichtige Erkenntnisse
- •EUR/USD-Optionsverfälle bei 1.1350 und 1.1430 dürften die intraday Kursentwicklung kaum wesentlich beeinflussen, da sie nur begrenzt mit wichtigen technischen Marken zusammenfallen.
- •Der US-Dollar hat an Stärke gewonnen, wobei EUR/USD unter 1.1400 gefallen ist; Widerstände liegen beim gleitenden 100-Stunden-Durchschnitt von 1.1407 und beim gleitenden 200-Stunden-Durchschnitt von 1.1420.
- •Die Märkte haben einer geldpolitischen Maßnahme der EZB bei ihrer Sitzung im September bereits eine hohe Wahrscheinlichkeit beigemessen, wodurch das Potenzial der PMI-Daten zur Veränderung des Ausblicks sinkt.
- •Niederländische TTF-Erdgasfutures sind im Juli um mehr als 40% gestiegen, nähern sich den März-Höchstständen und stellen ein Risiko für den Disinflationspfad im Euroraum dar.
- •AUD/USD-Optionsverfälle oberhalb von 0.7000 dürften vernachlässigbare Auswirkungen haben, da die aktuellen Spotkurse weit von diesen Strikes entfernt bleiben.

Vor dem New Yorker Cut am 24. Juli um 10:00 Uhr verdient nur eine begrenzte Zahl von FX-Optionsverfällen Aufmerksamkeit. Große Optionsverfälle können mitunter wie eine Anziehungskraft auf Spotkurse wirken, wenn der Cut näher rückt — insbesondere wenn Strikes mit wichtigen technischen Marken übereinstimmen —, doch das heutige Profil bietet nur begrenzte Überschneidungen dieser Art.
Die nennenswerten Verfälle konzentrieren sich bei EUR/USD auf die Marken 1.1350 und 1.1430. Es wird jedoch nicht erwartet, dass diese Optionen einen bedeutenden Einfluss auf die intraday Kursentwicklung ausüben, sofern es nicht zu erheblichen unerwarteten Entwicklungen am Markt kommt.
Der US-Dollar hat wieder die Kontrolle übernommen, während EUR/USD unter die Schwelle von 1.1400 zurückgefallen ist. Aus technischer Sicht liegt die relevantere Widerstandszone am runden Kursniveau sowie beim gleitenden 100-Stunden-Durchschnitt bei 1.1407 und beim gleitenden 200-Stunden-Durchschnitt bei 1.1420. Diese Marken definieren die obere Begrenzung, die Händler genau beobachten werden, insbesondere falls die anstehenden PMI-Daten aus dem Euroraum Überraschungen liefern sollten. PMI-Werte über 50 signalisieren eine Expansion des Sektors, während Werte unter 50 auf eine Kontraktion hindeuten; eine deutliche Abweichung vom Konsens könnte daher diese Widerstandsniveaus testen.
Allerdings preisen die Märkte bereits eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Maßnahme der Europäischen Zentralbank bei ihrer Sitzung im September ein, was die Wahrscheinlichkeit begrenzt, dass die heutigen PMI-Veröffentlichungen die geldpolitische Debatte wesentlich verschieben. Inflationsdaten haben derzeit größeres Gewicht für die EZB-Erwartungen, ebenso wie Entwicklungen im Nahen Osten, die weiterhin die breitere Marktdynamik beeinflussen.
Ein besonders besorgniserregendes Signal für den Inflationsausblick im Euroraum kommt von den Energiemärkten. Niederländische TTF-Erdgasfutures — Europas wichtigste Benchmark für Großhandelspreise bei Gas — sind im Juli um mehr als 40% gestiegen und nähern sich den zuletzt im März beobachteten Höchstständen. Diese deutliche Neubewertung an den Gasmärkten könnte den Disinflationspfad erschweren, auf den sich die EZB-Entscheidungsträger gestützt haben, da Energiekosten direkt in die Gesamtinflationsraten einfließen.
Was die um die untere Begrenzung von 1.1350 gebündelten EUR/USD-Optionsverfälle betrifft, so stimmen sie mit keinen technisch bedeutsamen Kursniveaus überein. Daher dürften sie in der bevorstehenden Sitzung kaum als relevanter Magnet für die Spotkursentwicklung dienen.
Separat liegen zwei größere AUD/USD-Optionsverfälle oberhalb der Marke von 0.7000. Diese dürften keinen nennenswerten Einfluss erzeugen, da der aktuelle Spotkurs noch deutlich von diesen Strikes entfernt ist.
Hinweise zur Interpretation von FX-Optionsverfallsdaten und zu ihrer praktischen Anwendung im Handel finden Sie in der erklärenden Ressource hier.