Eric Trump und Elon Musk kritisieren Bloomberg wegen der SpaceX-Berichterstattung
Wichtige Erkenntnisse
- •Eric Trump und Elon Musk kritisierten Bloomberg öffentlich, nachdem das Medium SpaceX als Unternehmen beschrieben hatte, das zu viel verspricht und zu wenig liefert.
- •Zur Verteidigung von SpaceX verwies Eric Trump darauf, dass das Unternehmen 2025 rund 80 bis 85% der gesamten in die Umlaufbahn gebrachten Masse startete und 165 erfolgreiche Falcon-Flüge ohne Ausfall absolvierte.
- •Die Kritik am „overpromising“ verdeutlicht den Kontrast zwischen SpaceX’ aktueller Startdominanz und Musks verzögerten Zeitplänen für langfristige Projekte wie Starship und die Marskolonisierung.
- •SpaceX meldete zuletzt einen Umsatz von 7,81 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal, ein Plus von 92% gegenüber dem Vorjahr, sowie einen Nettoverlust von 541 Millionen US-Dollar.
- •Das Starship-Programm hat bislang mehr als 15 Milliarden US-Dollar an Entwicklungskosten verursacht, benötigt aber weiterhin die Genehmigung der FAA, bevor der 13. Testflug starten kann.

Eric Trump kritisierte Bloomberg am Donnerstag dafür, SpaceX als ein Unternehmen darzustellen, das „zu viel verspricht und zu wenig liefert“, und veröffentlichte zur Verteidigung des Unternehmens auf X Statistiken zu Orbitalstarts. Elon Musk schaltete sich anschließend ein und erklärte knapp: „Bloomberg is garbage.“
Bloombergs Darstellung löst Gegenreaktionen aus
In seiner jüngsten Berichterstattung über SpaceX beschrieb Bloomberg das Unternehmen als eines, das zu viel verspricht und zu wenig liefert, was rasche Gegenreaktionen sowohl von Eric Trump als auch von Elon Musk hervorrief.
Eric Trump reagierte, indem er Zahlen zitierte, denen zufolge SpaceX im Jahr 2025 für rund 80 bis 85% aller in die Umlaufbahn gebrachten Masse verantwortlich war, verglichen mit etwa 8 bis 10% für China. Er merkte außerdem an, dass das Unternehmen „165 successful Falcon flights with zero failures“ absolviert habe. Seinen Beitrag auf X finden Sie hier.
Musks Antwort fiel knapper aus. Er schrieb in einem Beitrag an seine Follower hier: „Bloomberg is garbage.“ Der Beitrag erhielt innerhalb weniger Stunden mehr als 1.600 Likes.
Der Vorwurf des „overpromising“, den Eric Trump zurückweisen wollte, bezieht sich auf Ziele, die Musk öffentlich gesetzt, aber noch nicht erreicht hat. Die Spannung verdeutlicht die Lücke zwischen SpaceX’ operativer Dominanz bei Orbitalstarts — wo die Falcon-9-Rakete zum Arbeitspferd sowohl kommerzieller als auch US-Regierungsmissionen geworden ist — und den deutlich ehrgeizigeren Zeitplänen, die Musk mit Starship, der Marskolonisierung und anderen langfristigen Zielen verknüpft hat. Musk hat eine dokumentierte Geschichte von Auseinandersetzungen über seine öffentlichen Aussagen, darunter ein angekündigter Plan, Tesla (NASDAQ: TSLA) privat zu nehmen, der nie umgesetzt wurde.
SpaceX-Finanzen und Starship-Entwicklung
Wie bereits berichtet, legte SpaceX erstmals Zahlen vor und meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 7,81 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 92% gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen meldete außerdem einen Nettoverlust von 541 Millionen US-Dollar sowie Investitionsausgaben von 18,37 Milliarden US-Dollar im Quartal.
Unternehmensvertreter erklärten, dass der 13. Starship-Test vor dem Start weiterhin eine behördliche Genehmigung erfordert. Die FAA hat eine Reihe von Umwelt- und Sicherheitsprüfungen für Starship-Starts von SpaceX’ Anlage in Boca Chica, Texas, begleitet, und jeder Testflug erforderte eine separate Anpassung der Lizenz. Zudem teilten sie mit, dass ein Starlink-Upgrade den Kunden erst zur Verfügung stehen wird, wenn ungefähr 1.000 neue Satelliten im Orbit sind.
Das Starship-Programm von SpaceX hat bislang mehr als 15 Milliarden US-Dollar gekostet, darunter 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 und fast 900 Millionen US-Dollar Anfang 2026. Das Unternehmen erwartet, dass Starship in der zweiten Jahreshälfte 2026 damit beginnt, Nutzlasten in die Umlaufbahn zu bringen, doch dieser Meilenstein steht noch aus. Starship ist ein zentraler Bestandteil der breiteren Ambitionen von SpaceX, einschließlich des NASA-Plans, im Rahmen des Artemis-Programms Astronauten zum Mond zurückzubringen, wobei ein modifiziertes Starship als Mondlandefähre dient.
Ein Muster von Medienkonfrontationen
Eric Trump hat eine lange Geschichte von Auseinandersetzungen mit der Presse. 2017 sagte er gegenüber Fox-News-Moderator Sean Hannity, Kritiker seines Vaters seien „not even people“, und bezeichnete die Nachrichtenmedien als „out of control“. Im selben Jahr sagte er in einer Radiosendung, dass das Verharren bei negativer Berichterstattung jemanden dazu bringen könne, „end up killing yourself out of depression“.
Während des Wahlkampfs 2024 verteidigte er Behauptungen über FEMA, die von Beamten als Desinformation eingestuft worden waren, und sagte gegenüber Scripps News: „It’s not misinformation. FEMA has run out of money.“
Musk hatte zahlreiche ähnliche Konfrontationen, die sich mit dem Wachstum seiner Reichweite verschärft haben. Die Guardian-Kolumnistin Jane Martinson berichtete über Musks Interview mit Zanny Minton Beddoes, der Chefredakteurin von The Economist, die er nach dem Gespräch als „traitor to the West“ bezeichnete. Er hat die Mainstream-Presse auch als „reality distortion nightmare mirror“ beschrieben.
Ein separater Streit mit Präsident Donald Trump im Juni 2025 löschte an einem einzigen Tag 34 Milliarden US-Dollar aus Musks Vermögen. Während dieser Auseinandersetzung drohte Musk, das Dragon-Raumschiff von SpaceX außer Dienst zu stellen, nahm diese Entscheidung jedoch fünf Stunden später zurück.