NachrichtenMakroDie Fed hätte die Zinsen erhöhen sollen, sagt Ed Yardeni unter Verweis auf Glaubwürdigkeitsbedenken und Kaufchancen bei Halbleiteraktien

Die Fed hätte die Zinsen erhöhen sollen, sagt Ed Yardeni unter Verweis auf Glaubwürdigkeitsbedenken und Kaufchancen bei Halbleiteraktien

Autor: CNBC-TV18 Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Ed Yardeni vertritt die Auffassung, dass die Federal Reserve die Zinsen hätte erhöhen sollen, anstatt sie auf ihrer FOMC-Sitzung im September 2024 um 50 Basispunkte zu senken.
  • Die Zinssenkungsentscheidung der Fed hat nach Yardenis Einschätzung ihre Glaubwürdigkeit bei den Märkten beschädigt.
  • Fixed-Income-Anleger passen ihre Positionen als Reaktion auf den jüngsten geldpolitischen Kurs der Federal Reserve an.
  • Yardeni betrachtet den jüngsten Rücksetzer bei Halbleiteraktien als attraktiven Einstiegszeitpunkt und verweist auf robuste Sektorfundamentaldaten und starke Unternehmensgewinne.
  • Die anhaltende, durch Künstliche-Intelligenz-Anwendungen getriebene Nachfrage stützt weiterhin das Wachstum in der Halbleiterindustrie und den breiteren Ausbauzyklus von Rechenzentren.
Die Fed hätte die Zinsen erhöhen sollen, sagt Ed Yardeni unter Verweis auf Glaubwürdigkeitsbedenken und Kaufchancen bei Halbleiteraktien

Die Fed hätte die Zinsen erhöhen sollen, sagt Ed Yardeni unter Verweis auf Glaubwürdigkeitsbedenken und Kaufchancen bei Halbleiteraktien

Ed Yardeni, Präsident von Yardeni Research, hat die jüngste geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve kritisiert und argumentiert, dass die Zentralbank die Zinsen angesichts der aktuellen Wirtschaftslage hätte erhöhen sollen. Gegenüber CNBC-TV18 sagte Yardeni, die Fed stehe nun nach ihrem jüngsten Schritt vor einer Glaubwürdigkeitsherausforderung. Die Kommentare erfolgen nachdem das FOMC auf seiner Sitzung im September 2024 eine Zinssenkung um 50 Basispunkte beschlossen hat – eine stärkere Senkung, als einige Marktteilnehmer erwartet hatten.

Glaubwürdigkeit der Fed auf dem Prüfstand

Yardeni wandte ein, dass die Entscheidung der Federal Reserve ihre Glaubwürdigkeit bei den Märkten untergraben habe. Die Federal Reserve legt über ihr Federal Open Market Committee (FOMC) die Leitzinsen fest, um Inflation und Beschäftigungsniveau zu steuern. Wenn die Maßnahmen der Zentralbank von Markterwartungen oder Wirtschaftsdaten abweichen, kann das Vertrauen der Investoren in ihren geldpolitischen Rahmen schwinden.

Er ging auch auf die Reaktion des Anleihemarktes auf die Entscheidung der Fed ein und bemerkte, dass Fixed-Income-Anleger ihre Positionen als Reaktion auf den geldpolitischen Kurs neu ausrichten. Yardeni, bekannt für seine makroökonomische Analyse und seine langjährige institutionelle Forschung, ist durch mehrere Fed-Zyklen hinweg eine markante Stimme zur Geldpolitik gewesen.

Halbleiter-Verkaufssturm schafft Gelegenheit

Im Hinblick auf Aktien identifizierte Yardeni den jüngsten Einbruch bei Halbleiteraktien als attraktiven Einstiegszeitpunkt für Investoren. Trotz des scharfen Rücksetzers im Sektor betonte er, dass die zugrunde liegenden Fundamentaldaten robust bleiben. Der Philadelphia Semiconductor Index (SOX), der die großen Chip-Hersteller abbildet, hat angesichts sich wandelnder Anlegerstimmung gegenüber KI-exponierten Aktien erhöhte Volatilität verzeichnet.

Starke Unternehmensgewinne und eine anhaltende, durch Künstliche-Intelligenz-Anwendungen getriebene Nachfrage stützen die Halbleiterindustrie weiterhin, so Yardeni. Der KI-gesteuerte Nachfrageschub nach fortschrittlichen Chips war ein prägender Trend im Technologiesektor und hat das Wachstum großer Halbleiterhersteller sowie den breiteren Ausbauzyklus von Rechenzentren angetrieben.

Yardenis Einschätzung legt nahe, dass die Marktreaktion bei Halbleiteraktien im Verhältnis zur Ertragskraft des Sektors und dem mit der KI-Adoption verbundenen Wachstumspfad möglicherweise überzogen ist.