eCap Marine erhält Auftrag zur Lieferung von Wasserstoffsystemen für zwei Bulkcarrier
Wichtige Erkenntnisse
- •eCap Marine liefert seine H2EPS-Wasserstoff-Energiesysteme für zwei von GMI bestellte Neubau-Bulkcarrier.
- •Jedes Schiff hat eine Tragfähigkeit von rund 3.000 DWT, wird auf der Showgule-Werft in Indien gebaut und soll 2029 vor allem in norwegischen Küstengewässern in Dienst gehen.
- •Die Systeme umfassen Druckwasserstoffspeicherung, PEM-Brennstoffzellentechnologie mit 1,2 MW pro Schiff sowie Energie-, Steuerungs- und Sicherheitsausrüstung.
- •Der Vertrag baut auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen eCap Marine und GMI auf und unterstützt GMIs Flottenausbau.
- •Der Auftrag entspricht dem IMO-Ziel, die Emissionen der internationalen Schifffahrt bis etwa 2050 auf Netto-Null zu senken, was das Interesse an Wasserstoff und anderen alternativen Brennstoffen vorantreibt.

Das in Hamburg ansässige Unternehmen eCap Marine hat von GMI einen Auftrag zur Lieferung von wasserstoffbasierten Energiesystemen für zwei neu zu bauende Bulkcarrier erhalten.
Die beiden Schiffe werden jeweils eine Tragfähigkeit von rund 3.000 DWT haben und auf der Showgule-Werft in Indien gebaut. Sie sollen 2029 in Dienst gestellt werden und vor allem in norwegischen Küstengewässern verkehren. Norwegen gehört bei maritimem Wasserstoff zu den Vorreitern: Mit öffentlich-privaten Initiativen wie dem Green Shipping Programme werden Wasserstoff-Brennstoffketten für den Fähr- und Küstengüterverkehr des Landes aufgebaut. Feste Küstenrouten gelten daher als praktischer Einstieg für Wasserstoffantriebe, da die Betankungsinfrastruktur parallel zum regelmäßigen Betrieb aufgebaut werden kann.
eCap Marine rüstet beide Schiffe mit seinem integrierten Wasserstoff-Energiesystem eCap H2EPS aus. Das Paket umfasst Druckwasserstoffspeicherung, PEM-Brennstoffzellentechnologie mit einer Leistung von 1,2 MW pro Schiff sowie Energie-, Steuerungs- und Sicherheitssysteme. PEM-Brennstoffzellen (mit Protonenaustauschmembran) wandeln Wasserstoff in Strom um, wobei Wasser als Hauptnebenprodukt entsteht, und zählen zu den Brennstoffzellentypen, die in maritimen Projekten wie der von der EU geförderten Initiative FLAGSHIPS erprobt werden, die wasserstoffbetriebene Schiffe für den Binnen- und Kurzstreckenseeverkehr in Frankreich und Norwegen einsetzte.
Der Auftrag ist Teil der breiteren Anstrengungen der Schifffahrtsbranche zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat das Ziel formuliert, die Emissionen der internationalen Schifffahrt bis etwa 2050 auf Netto-Null zu senken, was Reeder dazu veranlasst, für Neubauten alternative Brennstoffe wie Wasserstoff, Ammoniak und Methanol zu prüfen.
Der jüngste Auftrag baut auf laufenden Projekten zwischen beiden Unternehmen auf und unterstützt GMIs Pläne zur Erweiterung seiner wasserstoffbetriebenen Flotte.
„Diese Neubauten sind ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung, und wir freuen uns, diesen Weg mit eCap Marine fortzusetzen“, sagte Torstein Holvik, CEO von GMI.
Quelle: Ship & Bunker