NachrichtenRohstoffe & ForexRuppie steigt auf 94,27 gegenüber dem US-Dollar, da RBI-Maßnahmen 136 Milliarden Dollar anziehen

Ruppie steigt auf 94,27 gegenüber dem US-Dollar, da RBI-Maßnahmen 136 Milliarden Dollar anziehen

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die indische Ruppie hat sich auf 94,27 gegenüber dem US-Dollar gestärkt, gestützt auf RBI-Maßnahmen, die große Dollar-Zuflüsse angezogen haben.
  • Die Reserve Bank of India hat über spezielle Einrichtungen wie FCNR(B)-Einlagenlockerungen und spezielle Swap-Fenster für Banken mehr als 136 Milliarden Dollar aufgebracht.
  • Im vergangenen Monat wurde die Ruppie zur zweitbesten Währung Asiens.
  • Die gestärkten Reserven geben der RBI mehr Kapazität, Ruppie-Volatilität auszugleichen und ungeordnete Bewegungen am Devisenmarkt einzudämmen.
  • Ein stabiler Reservenpuffer verringert das Risiko, dass starke Ruppie-Schwankungen Importkosten und Absicherungsausgaben für Importeure und externe Kreditnehmer erhöhen.
Ruppie steigt auf 94,27 gegenüber dem US-Dollar, da RBI-Maßnahmen 136 Milliarden Dollar anziehen

Die indische Ruppie hat sich auf 94,27 gegenüber dem US-Dollar gestärkt, gestützt auf eine erhebliche Kapitalspritze, die die Reserve Bank of India (RBI) über ihre spezialisierten Programme mit mehr als 136 Milliarden Dollar secured hat. Der umfangreiche Zustrom verleiht der Zentralbank eine deutlich größere Kapazität, die Währung am Devisenmarkt zu verteidigen.

Die verbesserte Position der Ruppie folgt auf jüngste Maßnahmen zur Stützung ihres Wertes. Im vergangenen Monat entwickelte sich die Währung zur zweitbesten Asiens – eine Entwicklung, die auf das Handeln der RBI und die begleitenden Kapitalzuflüsse zurückgeführt wird.

Die von der RBI aufgebrachten 136 Milliarden Dollar stammen aus speziellen Programmen, die darauf ausgelegt sind, Devisen ins Bankensystem zu ziehen. Einrichtungen dieser Art – etwa die Lockerungen bei Fremdwährungseinlagen von Nichtresidenzen (FCNR(B)) und spezielle Swap-Fenster für Banken – wirken, indem sie Banken und Institutionen dazu anregen, Dollar-Einlagen und -Kredite hereinzubringen, die die verwendbaren Reserven der Zentralbank erhöhen. Der Zufluss stärkt die Reservenposition und verschafft mehr Spielraum, Volatilität der Ruppie auszugleichen und ungeordnete Bewegungen am Devisenmarkt einzudämmen. Indiens Devisenreserven, zu denen Fremdwährungsaktiva, Gold, Sonderziehungsrechte und Indiens Reserveposition beim Internationalen Währungsfonds zählen, werden wöchentlich von der RBI veröffentlicht und dienen als wichtiger Puffer gegen externe Schocks. Für Importeure, Ölmarketingunternehmen und externe Kreditnehmer ist ein stabiler Reservenpuffer relevant, da er das Risiko verringert, dass starke Ruppie-Schwankungen sich in Importkosten und Absicherungsausgaben von Unternehmen niederschlagen.

Währungsbeobachter in Asien verfolgen die Performance der Ruppie üblicherweise im Vergleich zu Währungen wie dem Singapur-Dollar, der indonesischen Rupiah, dem thailändischen Baht, dem südkoreanischen Won und dem malaysischen Ringgit. Der Aufstieg der Ruppie auf den zweiten Platz unter den asiatischen Währungen im vergangenen Monat markiert eine deutliche Veränderung ihrer relativen Position.

Die Ruppie war zuvor unter Druck geraten, was die RBI veranlasste, Maßnahmen zur Stützung der Währung zu ergreifen. Die jüngste Stärkung auf 94,27 pro Dollar spiegelt die Wirkung dieser Maßnahmen wider, die große Dollar-Zuflüsse brachten und der Zentralbank eine robustere Intervention zugunsten der Ruppie ermöglichten. Marktteilnehmer beobachten allgemein die wöchentlichen Reservendaten der RBI und die Niveaus der Terminkurantien als Indikatoren dafür, wie viel Interventionskapazität noch vorhanden ist und ob die speziellen Einrichtungen im Zeitverlauf abgebaut werden.

Die Reserve Bank of India, die Zentralbank und Währungsbehörde des Landes, greift im Einklang mit ihrem Mandat regelmäßig in den Devisenmarkt ein, um übermäßige Volatilität einzudämmen. Zu ihrem Instrumentarium gehören Interventionen am Spotmarkt sowie spezielle Einrichtungen, die Dollar-Einlagen und -Kredite von Banken und Finanzinstituten anziehen sollen.

Quelle: Economic Times Markets