NachrichtenMakroDrewry World Container Index gibt um 3 % nach – Raten auf Asien–Europa- und Transpazifik-Routen sinken

Drewry World Container Index gibt um 3 % nach – Raten auf Asien–Europa- und Transpazifik-Routen sinken

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Drewry World Container Index sank in der am 30. Juli 2026 bewerteten Woche um 3 % auf 4.255 $ pro 40-Fuß-Container, angetrieben durch fallende Raten auf den Asien–Europa- und Transpazifik-Routen.
  • Die Asien–Europa-Spot-Raten fielen stärker als die Transpazifik-Raten: Shanghai–Genua verlor 6 % auf 5.630 $ und Shanghai–Rotterdam sank um 3 % auf 4.677 $ pro 40-Fuß-Container.
  • Die Reedlinien steuern die Kapazitäten aktiv durch Blank Sailings, wobei acht auf den Transpazifik-Routen und drei auf den Asien–Europa-Routen für die kommende Woche geplant sind.
  • Mehrere Reedlinien planen, ab August Notfall-Kraftstoffzuschläge (Emergency Fuel Surcharges) einzuführen, um steigende Betriebskosten infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten auszugleichen.
  • Drewry erwartet eine geringere Ratenvolatilität auf den Transpazifik-Routen und weitgehend stabile Raten auf den Asien–Europa-Routen in naher Zukunft, sobald die Kapazitätsmanagement-Maßnahmen wirken.
Drewry World Container Index gibt um 3 % nach – Raten auf Asien–Europa- und Transpazifik-Routen sinken

Drewry World Container Index gibt um 3 % nach – Raten auf Asien–Europa- und Transpazifik-Routen sinken

International Shipping News — 01/08/2026

Der Drewry World Container Index (WCI), ein langjähriger unabhängiger globaler Benchmark, der composite Spot-Raten über acht wichtige Ost–West-Containerrouten erfasst, sank in der am Donnerstag, den 30. Juli 2026, bewerteten Woche um 3 % auf 4.255 $ pro 40-Fuß-Container. Der Index wird häufig für indexgebundene Frachtverträge herangezogen und liefert ein wöchentliches Barometer für globale Containerschiffahrtskosten. Der Rückgang wurde durch fallende Raten auf den Asien–Europa- und Transpazifik-Handelsrouten verursacht, die gemeinsam die weltweit meistbefahrenen Containerschiffahrtskorridore darstellen.

Transpazifik-Handelsroute

Auf der Transpazifik-Route sanken die Spot-Raten von Shanghai nach Los Angeles um 2 % auf 5.739 $ pro 40-Fuß-Container, während die Raten von Shanghai nach New York bei 7.578 $ pro 40-Fuß-Container stabil blieben.

Nach einem Nachlassen der Nachfrage und einer Verlangsamung der Vorziehaktivität – der Praxis, Frachtsendungen vor anticipated Handelspolitikänderungen vorzuziehen – steuern die Reedlinien die Kapazitäten aktiv durch Blank Sailings, bei denen geplante Hafenanläufe oder gesamte Reisen ausgelassen werden, um das verfügbare Angebot zu straffen. Laut Drewrys Container Capacity Insight sind für die nächste Woche acht Blank Sailings geplant, gegenüber sieben in dieser Woche, was zu einer Verringerung der auf dem Markt verfügbaren Kapazität führt. Drewry erwartet, dass die Ratenvolatilität in der kommenden Woche infolgedessen abnimmt.

Asien–Europa-Handelsroute

Auf der Asien–Europa-Handelsroute fielen die Spot-Raten um 6 % auf 5.630 $ pro 40-Fuß-Container von Shanghai nach Genua und sanken um 3 % auf 4.677 $ pro 40-Fuß-Container von Shanghai nach Rotterdam.

Da die Nachfrage weiterhin nachlässt, konzentrieren sich die Reedlinien auf das Kapazitätsmanagement durch Blank Sailings, um eine weitere Erosion der Raten zu verhindern. Laut Drewrys Container Capacity Insight sind für die nächste Woche drei Blank Sailings auf der Asien–Europa-Route geplant, gegenüber vier in dieser Woche. Da die Reedlinien die verfügbaren Kapazitäten weiterhin steuern, erwartet Drewry, dass die Raten in der nächsten Woche stabil bleiben.

Breitere Marktbedingungen

Der Ost–West-Containerfrachtmarkt stand weiterhin unter Druck, da die Nachfrage nach der Umsetzung neuer US-Zollmaßnahmen weiter nachließ. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben mehrere Reedlinien dazu veranlasst, ab August Notfall-Kraftstoffzuschläge (Emergency Fuel Surcharges, EFS) einzuführen – ein Mechanismus, mit dem Reedlinien plötzliche, mit operativen Störungen verbundene Kraftstoffpreiserhöhungen weitergeben. Gleichzeitig steuern die Reedlinien auf den wichtigsten Handelsrouten die Kapazitäten weiterhin durch Blank Sailings und Serviceanpassungen.

Anhaltende Unsicherheit hinsichtlich globaler Handelspolitiken, geopolitischer Entwicklungen und Hafenüberlastung wird voraussichtlich die Marktbedingungen und die Frachtraten-Entwicklung in den kommenden Wochen beeinflussen. Für Verlader und Supply-Chain-Manager ergeben sich aus der Kombination von nachgebenden Spot-Raten und neuen Zuschlägen ein gemischtes Kostenbild, und die wöchentlichen WCI-Veröffentlichungen werden weiterhin zeigen, wie sich diese gegenläufigen Kräfte einpendeln.

Quelle: Drewry, via Hellenic Shipping News