Dollar stabilisiert sich, da Händler ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed nach gutartigen US-Inflationsdaten zurückfahren
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Aufwärtstrend des US-Dollars stagnierte, nachdem gutartige Inflationsdaten die Händler dazu veranlassten, ihre Erwartungen an eine kurzfristige Zinserhöhung der Federal Reserve zurückzufahren.
- •Der Dollar-Index blieb im Intraday-Handel weitgehend unverändert, war jedoch weiterhin auf Kurs für einen wöchentlichen Gewinn gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen.
- •Die Geldmärkte senkten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed bei der FOMC-Sitzung im September nach dem Inflationsbericht deutlich.
- •Andere wichtige Währungen zeigten eine gemischte Performance gegenüber dem Dollar, was unterschiedliche geldpolitische Erwartungen unter Zentralbanken wie der EZB und der Bank of Japan widerspiegelt.
- •Die Händler konzentrieren sich nun auf kommende US-Beschäftigungs- und Inflationsdaten sowie auf geplante Äußerungen von Fed-Vertretern für weitere Signale zum Zinspfad.

Der jüngste Aufwärtstrend des US-Dollars stagnierte am Donnerstag, nachdem die neuesten amerikanischen Inflationsdaten gutartig ausfielen und die Händler dazu veranlasste, ihre Erwartungen an eine kurzfristige Zinserhöhung der Federal Reserve zurückzufahren.
Der Dollar-Index, der den Greenback gegen einen Korb von sechs wichtigen Währungen misst, blieb im Intraday-Handel weitgehend unverändert, befand sich jedoch weiterhin auf Kurs für einen wöchentlichen Gewinn. Der Index ist ein weit verbreiteter Benchmark für den Wert des Dollars im Verhältnis zu Handelspartnern, darunter Euro, Japanischer Yen, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar, Schwedische Krone und Schweizer Franken. Da viele Rohstoffe, darunter Öl und Gold, in Dollar gehandelt werden, wirken sich Verschiebungen im Index auf die globalen Märkte aus und beeinflussen die Kosten für Importe und Exporte von Volkswirtschaften weltweit.
Nach Veröffentlichung der Inflationsdaten senkten die Geldmärkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve bei der Septembersitzung der Zentralbank deutlich. Das Federal Open Market Committee (FOMC), das geldpolitische Gremium der Fed, passt die Leitzinsen als Reaktion auf Inflation und Arbeitsmarktlage im Rahmen seines Doppelauftrags von Preisstabilität und maximaler Beschäftigung an. Höhere Zinsen stärken den Dollar in der Regel, indem sie Kapitalzuflüsse anziehen, die höhere Renditen suchen, während Erwartungen von Zinssenkungen oder Pausen die Währung tendenziell belasten.
Andere wichtige Währungen zeigten eine gemischte Performance gegenüber dem Dollar. Die Währungsbewegungen spiegelten unterschiedliche geldpolitische Erwartungen in den globalen Volkswirtschaften wider, während Investoren das Tempo potenzieller Zinsanpassungen durch große Zentralbanken einschließlich der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan bewerteten. Die EZB kämpft weiterhin mit ihrer eigenen Inflation, während die Bank of Japan ihre extrem lockere Geldpolitik beibehalten hat, wodurch der Yen im Vergleich zu anderen Währungen unter Druck geriet. Die Händler werden sich voraussichtlich auf die bevorstehenden US-Beschäftigungs- und Inflationsberichte sowie auf geplante Äußerungen von Fed-Vertretern konzentrieren, um weitere Signale zum Zinspfad zu erhalten.
Quelle: Economic Times Markets