Dollar gibt im europäischen Handel leicht nach, während die gemischte Marktstimmung anhält
Wichtige Erkenntnisse
- •USD/JPY fiel im europäischen Handel um 0,2 % auf 159,13, dürfte die Woche jedoch mit rund 0,8 % Plus oberhalb von 159,00 beenden – nahe den Niveaus, an denen die japanischen Behörden im April und Mai 2024 intervenierten.
- •EUR/USD stieg um 0,2 % auf 1,1553 und war im Wochenverlauf unverändert; das Paar hielt knapp unterhalb seines 100-Tage-Durchschnitts, ohne dass es zu einem technischen Ausbruch kam.
- •GBP/USD kletterte um 0,3 % auf 1,3520 und AUD/USD gewann 0,2 % auf 0,7070, während Währungen mit hoher Beta darauf abzielten, die Woche gegenüber dem Dollar leicht höher zu beenden.
- •WTI-Rohöl legte um 1,2 % auf 82,25 Dollar zu und die zehnjährigen US-Renditen stiegen um 2 Basispunkte auf 4,66 %, gleichwohl gab der Dollar nach – eine Divergenz, die als gemischtes Signal gewertet wird.
- •Der US-CPI-Bericht vom Mittwoch ließ die Händler ohne feste Überzeugungen zur Politik der Federal Reserve zurück, und die US-Aktienfutures waren verhalten nach dem Rekordschluss des S&P 500.

Der Dollar notiert am Freitag im europäischen Morgenshandel auf der schwächeren Seite und gibt trotz des Fehlens größerer Auslöser leicht nach. Der Rückgang erfolgt vor dem Hintergrund einer gemischten Stimmung an den breiteren Märkten, die den Händlern in der Endphase der Woche kein einheitliches Bild vermittelt.
USD/JPY liegt 0,2 % tiefer bei 159,13, verbleibt allerdings in dieser Umgebung und dürfte die Woche oberhalb der Marke von 159,00 beenden, im Wochenverlauf rund 0,8 % höher. Damit bewegt sich das Währungspaar in einem Bereich, in dem die japanischen Behörden bereits ihre Bereitschaft zum Handeln unter Beweis gestellt haben, indem sie in den Monaten April und Mai 2024 mehrfach zur Stützung des Yen intervenierten, als USD/JPY auf die Marke von 160 zusteuerte. Derweil notiert EUR/USD 0,2 % höher bei 1,1553 und ist damit im Wochenverlauf unverändert. Das Paar hält weiterhin nahe seines 100-Tage-Durchschnitts (rote Linie), bleibt aber darunter, da die Käufer noch keinen passenden Auslöser für einen technischen Ausbruch gefunden haben. Gleitende Durchschnitte dieser Länge gehören zu den am meisten beobachteten Trendindikatoren am Devisenmarkt und werden in der Regel als Trennlinie zwischen mittelfristigem Aufwärts- und Abwärtsschwung betrachtet, weshalb die wiederholte Annäherung des Paares von unten für seine technische Aussicht von Bedeutung ist.
[EUR/USD daily chart]
Bei den anderen Majors notiert GBP/USD 0,3 % höher bei 1,3520 und AUD/USD 0,2 % höher bei 0,7070, da Währungen mit hoher Beta – jene, wie der rohstoffgebundene australische Dollar, die tendenziell empfindlicher auf Schwankungen der globalen Risikoneigung reagieren – darauf abzielen, die Woche gegenüber dem Dollar zumindest geringfügig im Plus zu beenden. Die Bewegungen sind moderat, verdeutlichen jedoch eine gemischte Performance der wichtigsten Währungen in dieser Woche, nachdem der US-CPI-Bericht vom Mittwoch den Händlern keine festen Überzeugungen vermitteln konnte. Diese Veröffentlichung gehört zu den marktbewegendsten Terminen im US-Datenkalender, da sie unmittelbar in die Erwartungen zur Politik der Federal Reserve und damit in den Dollar einfließt; die gedämpfte Kursfolge zeigt entsprechend, wie ergebnisoffen diese Daten die Debatte um die Zinsen gelassen haben.
Das gemischte Bild reicht über den Raum der wichtigsten Währungen hinaus. Die Ölpreise ziehen heute wieder an, wobei WTI-Rohöl um 1,2 % auf 82,25 Dollar steigt, während die zehnjährigen Renditen in den USA um 2 Basispunkte auf 4,66 % höher liegen. Höhere US-Renditen stützen den Dollar üblicherweise, indem sie die Rendite auf in Dollar denominierte Anlagen erhöhen; dass der Dollar heute trotz dieses Umfelds derjenige ist, der nachgibt, deutet auf gemischte Signale hin, zumal die Woche ihrem Ende entgegengeht.
Im Aktienbereich halten die europäischen Indizes heute eher gemischt, während die US-Futures eher lau ausgerichtet sind. Dies folgt auf die positivere Vorstellung an der Wall Street am Vortag, nachdem der S&P 500 einen Rekordschluss verzeichnet hatte. Die Futures auf den S&P 500 liegen heute nur 0,1 % höher, die Nasdaq-Futures 0,2 %, wobei der Handelstag noch jung ist. Vor dem Wochenende bleiben die Wegmarken, die die Woche geprägt haben, im Fokus: ob EUR/USD seinen 100-Tage-Durchschnitt endlich überwinden kann und ob USD/JPY oberhalb von 159,00 standhält.