NachrichtenMakroDemokraten wollen FIFA-Chef Gianni Infantino wegen Trump-Vorwürfen befragen

Demokraten wollen FIFA-Chef Gianni Infantino wegen Trump-Vorwürfen befragen

Autor: City AM Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Rep. Jamie Raskin bat FIFA-Präsident Gianni Infantino, vor dem House Judiciary Committee zu erscheinen, um Fragen zu FIFAs Verbindungen zu Donald Trump zu beantworten.
  • Raskin verlangte Unterlagen zu Geschenken an Trump oder dessen Verbündete, Besucherprotokolle aus den FIFA-Büros in New York und Miami sowie gesicherte Kommunikation mit Trump.
  • In dem Schreiben wurden auch Fragen zur Büroanmietung in Trump Tower und zur Schaffung des FIFA Peace Prize aufgeworfen, der Trump im vergangenen Jahr verliehen wurde.
  • Der Schritt erfolgt nach zwei großen FIFA-Turnieren, die überwiegend in den USA stattfanden, während Trump bei mehreren wichtigen Momenten an Infantinos Seite erschien.
  • Das Weiße Haus wies die demokratische Untersuchung zurück, und Infantino wurde zuletzt kritisiert, weil er Bedenken zur Weltmeisterschaft als von Hass getrieben abtat.
Demokraten wollen FIFA-Chef Gianni Infantino wegen Trump-Vorwürfen befragen

Demokraten haben eine Initiative gestartet, um FIFA-Chef Gianni Infantino wegen möglicher Korruption im Zusammenhang mit den Verbindungen seiner Organisation zur Regierung von Präsident Trump vor US-Justizvertreter zu bringen.

Rep. Jamie Raskin vom House Judiciary Committee hat Infantino angeschrieben und ihn gebeten, vor dem Ausschuss zu erscheinen, um über „FIFAs dreiste Kampagne, Donald Trump zu gefallen“, zu sprechen, wie The Athletic berichtete.

Raskin verlangte außerdem eine Liste aller Geschenke an Trump oder dessen Verbündete, Besucherprotokolle für die FIFA-Büros in New York und Miami sowie die Aufforderung, sämtliche Kommunikation zwischen FIFA-Mitarbeitern und Trump zu bewahren.

Der Schritt folgt darauf, dass FIFAs letzte beiden großen Turniere, die Weltmeisterschaft in diesem Sommer und die Club-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr, überwiegend in den USA ausgetragen wurden. Die Vorbereitungszeit und die Dauer beider Veranstaltungen waren geprägt davon, dass Trump bei wichtigen Momenten an Infantinos Seite auftauchte, was die politische Neutralität des FIFA-Präsidenten mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2026 erneut in den Fokus gerückt hat.

Am Montag kritisierte Infantino jene, die Bedenken zu Aspekten der Weltmeisterschaft geäußert hatten, darunter Visa-Probleme für Spieler und Funktionäre sowie Trumps behauptete Intervention bei der Aussetzung eines Verbots für den USA-Spieler Folarin Balogun, und bezeichnete sie als „von Hass erfüllt“.

Raskin stellte zudem Fragen zur Anmietung von Büroflächen in Trump Tower in New York durch FIFA und zur Schaffung des FIFA Peace Prize, der Trump im vergangenen Jahr verliehen wurde.

„In den vergangenen 18 Monaten haben Sie einen herrlich falschen ‚FIFA Peace Prize‘ erfunden, um ihn Präsident Trump zu verleihen, der kein Geheimnis daraus gemacht hat, dass er den Nobel Peace Prize begehrt“, heißt es in dem Schreiben. „Diese Handlungen scheinen darauf abzuzielen, Präsident Trump und seine Regierung dazu zu bringen, Entscheidungen zugunsten der FIFA zu treffen.“

White House dismisses Democrat probe

Raskin kann Infantino nicht dazu zwingen, vor dem House Judiciary Committee zu erscheinen, das die Aufsicht über alle Bundesgesetze, das Department of Justice und das FBI hat, da die Demokraten in der Minderheit sind; das könnte sich jedoch nach den Zwischenwahlen in diesem Jahr ändern.

Als Reaktion auf das am Sonntag verschickte Schreiben wies ein Sprecher des Weißen Hauses Raskin als „lightweight“ und als „a stupid person’s idea of a smart person“ zurück.

Gegenüber The Athletic fügten sie hinzu: „No other president in history could have pulled off the historic feat that President Trump delivered for the American people and the world.

“Thanks to his bold vision and decisive leadership, the 2026 Fifa World Cup generated billions of dollars in revenue, created a massive economic boost across host cities, and delivered a safe, secure, and seamless experience for millions of fans and athletes from around the globe.

“It will undoubtedly go down as one of the greatest and most successful sporting events in history.”

Infantino ist bereits einer Untersuchung durch das International Olympic Committee entgangen, nachdem dieses entschieden hatte, dass eine offizielle Beschwerde, in der ihm ein Verstoß gegen die Verpflichtung zur politischen Unparteilichkeit vorgeworfen wurde, nicht in seinen Zuständigkeitsbereich falle.

Nach Infantinos Angriff auf Kritiker am Montag schrieb Javier Tebas, der streitbare Präsident der spanischen LaLiga, in den sozialen Medien: „When a leader dedicates an entire message to disqualifying those who exercise legitimate scrutiny, it’s inevitable to wonder… why precisely now? Is there something that explains such a defensive tone? Is something happening that we don’t know about?“