NachrichtenMakroDeepSeek erhöht API-Preise um bis zu 1.100 % ab dem 16. August

DeepSeek erhöht API-Preise um bis zu 1.100 % ab dem 16. August

Autor: CryptoBriefing·

Wichtige Erkenntnisse

  • DeepSeek wird die API-Preise für seine V4-Flash- und V4-Pro-Modelle ab dem 16. August um 16:00 UTC erhöhen.
  • Das Unternehmen führt eine Spitzenlast- und Nebenzeit-Preisgestaltung ein, wobei die Nutzung zu Hauptverkehrszeiten mit dem Doppelten des Nebenzeit-Satzes berechnet wird.
  • Für V4-Flash steigen Eingabe-Tokens mit Cache-Treffer außerhalb der Spitzenzeit auf 0,007 $ pro Million, Ausgabe-Tokens auf 0,66 $ pro Million.
  • DeepSeek gab an, die Änderung etwa zehn Tage im Voraus angekündigt und die Anpassung auf eine gestiegene Nachfrage zurückgeführt zu haben.
  • Die Preise des Unternehmens liegen weiterhin unter denen der großen kommerziellen LLM-Anbieter, obwohl sich die Preislücke verringert hat.
DeepSeek erhöht API-Preise um bis zu 1.100 % ab dem 16. August

DeepSeek, das in Hangzhou ansässige KI-Unternehmen, das die KI-Branche mit bemerkenswert kostengünstigen Sprachmodellen aufgerüttelt hat, setzt erhebliche Preiserhöhungen bei seinen API-Angeboten um. Ab dem 16. August um 16:00 UTC wird das Unternehmen die Preise für seine V4-Flash- und V4-Pro-Modelle je nach Token-Typ und Tageszeit um 50 % bis über 1.100 % anheben.

Die Umstrukturierung führt ein neues Preismodell mit Spitzenlast- und Nebenzeiten-Tiers ein. Die API-Nutzung während Verkehrsspitzenzeiten wird doppelt so viel kosten wie die Nutzung in Nebenzeitfenstern. Der gestaffelte Ansatz orientiert sich an Nachfragesteuerungsstrategien, die von Cloud-Infrastrukturanbietern eingesetzt werden, bei denen dynamische Preisgestaltung hilft, Rechenressourcen in Phasen konzentrierter API-Auslastung zu verteilen – ein Aspekt, der insbesondere für das Inferencing großer Sprachmodelle relevant ist, das auch nach einem Rückgang der Trainingskosten weiterhin rechenintensiv bleibt.

Detaillierte Preisaufschlüsselung

Für das V4-Flash-Modell werden Eingabe-Tokens mit Cache-Treffer außerhalb der Spitzenzeit 0,007 $ pro Million kosten, verglichen mit bisher 0,0028 $ – ein Anstieg um 150 %. Eingabe-Tokens ohne Cache-Treffer steigen von 0,14 $ auf 0,22 $ pro Million, was etwa einer Erhöhung von 57 % entspricht. Ausgabe-Tokens werden außerhalb der Spitzenzeit von 0,28 $ auf 0,66 $ pro Million steigen.

Die Spitzenraten verdoppeln alle Nebenzeit-Sätze. Ausgabe-Tokens während Verkehrsspitzenzeiten werden 1,32 $ pro Million kosten, fast das Fünffache des bisherigen Einheitspreises von 0,28 $ pro Million. Die V4-Pro-Modelle folgen einer ähnlichen gestaffelten Struktur, wobei die Spitzenraten auf das Doppelte des Nebenzeit-Niveaus festgelegt sind.

Selbst nach den Erhöhungen bleiben DeepSeaks Preise am unteren Ende des kommerziellen LLM-API-Marktes positioniert, wo führende Anbieter wie OpenAI und Anthropic für ihre Frontier-Modelle deutlich höhere Sätze pro Million Tokens verlangen. Die Anpassung verringert die Preislücke, die DeepSeek zu einem Anlaufpunkt für Entwickler und Unternehmen machte, die kostengünstigeres Inferencing suchen, beseitigt sie jedoch nicht.

Zeitplan und Kontext

DeepSeek kündigte die bevorstehende Anpassung etwa zehn Tage im Voraus an. Um den 6. August herum gab das Unternehmen an, dass Preisänderungen bevorstehen, und nannte die gestiegene Nachfrage als wesentlichen Treiber.

Das 2023 von Liang Wenfeng gegründete Unternehmen DeepSeek verfügt über eine Finanzierungsstruktur, die es im Wettbewerbsumfeld der KI-Branche auszeichnet. Das Unternehmen wird ausschließlich von High-Flyer, einem chinesischen quantitativen Hedgefonds, finanziert. DeepSeek fand weit verbreitete Beachtung, da es große Sprachmodelle mit Fähigkeiten lieferte, die mit führenden westlichen Alternativen konkurrieren konnten – und das zu einem Bruchteil der Kosten. Dies löste branchenweite Diskussionen über Kosteneffizienz und Zugänglichkeit aus. Die Preiserhöhung markiert einen bemerkenswerten Wendepunkt für ein Unternehmen, dessen Strategie der extrem niedrigen Preise zentraler Bestandteil dieser Disruption war. Entwickler, die auf DeepSeaks API aufbauen, werden vermutlich genau beobachten, ob im Zuge einer weiter steigenden Nachfrage weitere Anpassungen folgen.