NachrichtenMakroDallas Fed Trimmed Mean PCE fällt auf 1,4 %, niedrigster Stand seit 2020

Dallas Fed Trimmed Mean PCE fällt auf 1,4 %, niedrigster Stand seit 2020

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Dallas Fed Trimmed Mean PCE sank auf 1,4 %, den niedrigsten Stand seit 2020, gegenüber 2,7 % im Vormonat.
  • Der Trimmed-Mean-Wert liegt deutlich unter dem Headline-PCE von 3,7 % und dem Core-PCE von 3,3 %. Die Lücke von 190 Basispunkten deutet darauf hin, dass die Inflation auf Ausreißerkomponenten konzentriert ist und nicht breit verteilt.
  • Fed-Vorsitzender Warsh hat erklärt, dass der Trimmed Mean sein bevorzugtes Inflationsmaß ist und dass die Fed ein breiteres Spektrum an Inflationsmessgrößen untersucht, um zugrunde liegende Trends zu verstehen.
  • Im Gegensatz zum Core-PCE, der nur Nahrungsmittel und Energie entfernt, schließt der Trimmed Mean jeden Monat die extremsten Preisänderungen über alle Kategorien hinweg aus, um die Volatilität zu reduzieren.
  • Trotz des ermutigenden Datenpunkts hat Warsh darauf hingewiesen, dass weitere Beweise erforderlich sind, bevor endgültige Schlussfolgerungen über die Inflationsdynamik oder die angemessene geldpolitische Reaktion gezogen werden.
Dallas Fed Trimmed Mean PCE fällt auf 1,4 %, niedrigster Stand seit 2020

Der Dallas Fed Trimmed Mean PCE-Preisindex lag bei +1,4 %, ein deutlicher Rückgang gegenüber +2,7 % im Vormonat. Der Wert liegt deutlich unter dem Headline-PCE, der 3,7 % betrug, und dem Core-PCE bei 3,3 %. Es handelt sich zudem um die niedrigste Messung des Trimmed Mean seit 2020 — einer Periode, in der nachfrageseitige Einbrüche während der Pandemie die Inflation stark nach unten drückten. Bei 1,4 % liegt der Trimmed Mean mittlerweile deutlich unter dem 2 %-Inflationsziel der Federal Reserve.

Die Lücke von 190 Basispunkten zwischen dem Trimmed Mean und dem Headline-PCE ist ungewöhnlich groß und deutet darauf hin, dass ein erheblicher Anteil der gemessenen Inflation auf Komponenten mit außergewöhnlich großen Preisbewegungen konzentriert ist, anstatt breit über den Konsumkorb verteilt zu sein.

Grundlagen des Trimmed Mean PCE

Die Dallas Fed Trimmed Mean PCE-Inflationsrate ist ein alternatives Inflationsmaß, das entwickelt wurde, um das „Rauschen" ungewöhnlich großer Preisbewegungen herauszufiltern und ein klareres Bild des zugrunde liegenden Inflationstrends zu liefern.

Sie verwendet dieselben Daten wie die von der Fed bevorzugte Inflationsmessgröße — den Preisindex für persönliche Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures, PCE). Anstatt jedoch feste Kategorien wie Nahrungsmittel und Energie zu entfernen (wie es der Core-PCE tut), schließt der Trimmed Mean jeden Monat die extremsten Preiserhöhungen und -senkungen aus, unabhängig von der Kategorie. Nach dem Entfernen dieser Ausreißer wird die Inflationsrate aus den verbleibenden Komponenten berechnet.

Dieser Ansatz ist von Bedeutung, da Inflationsdaten durch einmalige Ereignisse verzerrt werden können — etwa wenn Flugtarife steigen, Benzinpreise einbrechen, Eierpreise wegen Versorgungsproblemen in die Höhe schnellen oder Hotelpreise wegen eines besonderen Ereignisses springen. Solche Bewegungen können die Headline-Inflation vorübergehend verzerren.

Die ausgeschlossenen Kategorien ändern sich jeden Monat. Wenn die Benzinpreise stabil sind, bleiben sie in der Berechnung enthalten. Wenn die Preise für medizinische Dienstleistungen in einem Monat plötzlich um 10 % steigen, können sie herausgerechnet werden.

Warum die Fed darauf achtet

Viele Ökonomen betrachten den Trimmed Mean als eines der besten Maße für hartnäckige Inflation, da er die monatliche Volatilität reduziert, weniger anfällig für temporäre Angebotsschocks ist und sich historisch als guter Indikator für die zukünftige Headline-Inflation erwiesen hat.

Zum Kontext: Der Headline-PCE spiegelt wider, was Verbraucher erleben, während der Core-PCE Nahrungsmittel und Energie entfernt, aber dennoch von anderen volatilen Kategorien beeinflusst werden kann. Der Dallas Fed Trimmed Mean PCE wird häufig als das Maß angesehen, das die klarste Einschätzung der zugrunde liegenden Inflationsdynamik liefert, und wird von vielen Fed-Verantwortlichen genau beobachtet, wenn sie beurteilen, ob Inflationsdruck dauerhaft wird.

Quelle: Investinglive

Kommentare von Vorsitzendem Warsh zu Inflationsmessgrößen

Während der Pressekonferenz vom gestrigen Tag und seiner jüngsten Aussage vor dem Kongress diskutierte Fed-Vorsitzender Warsh alternative Inflationsmessgrößen. Zentrale Zitate aus der Pressekonferenz umfassen:

Zum Inflationsziel: „Es gibt kein weiches Inflationsziel. Es gibt kein alternatives Ziel. Es gibt nur ein 2 %-Inflationsziel."

Zum Blick über eine einzelne Inflationsmessgröße hinaus: „Wir betrachten ein breiteres Spektrum an Inflationsmessgrößen als nur den Headline-PCE."

Zur Begründung: „Wir möchten den zugrunde liegenden Trend der Inflation verstehen und nicht einfach auf einzelne Datenpunkte reagieren."

Diese Äußerungen stimmen mit seiner Aussage vor dem Kongress früher in diesem Monat überein, in der Warsh erklärte: „Der Trimmed Mean ist mein bevorzugtes Inflationsmaß." Er fügte hinzu: „Wir sollten verbessern, wie wir die tatsächliche Inflationsrate in der US-Wirtschaft messen."

Ausblick

Der aktuelle Datenpunkt ist die niedrigste Trimmed Mean-Messung seit 2020 und stellt einen weiteren Schritt in die von der Fed angestrebte Richtung dar. Ein einzelner Bericht dürfte jedoch nicht ausreichen, um die Inflationsperspektiven wesentlich zu verändern — der Trend muss sich fortsetzen. Vorsitzender Warsh scheint Maßnahmen der zugrunde liegenden Inflation größeres Gewicht beizumessen, macht aber gleichzeitig deutlich, dass er weitere Beweise sehen möchte, bevor er endgültige Schlussfolgerungen über die beste Inflationsmessgröße oder die angemessene geldpolitische Reaktion zieht.