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Kupfer hält jüngste Gewinne bei anhaltenden Risiken auf der Angebotsseite

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kupfer-Futures notierten nahe 6,57 USD pro Pfund, gestützt durch Herausforderungen auf der Angebotsseite.
  • Die Demokratische Republik Kongo verhängte ein Exportverbot, während Chiles Produktion im Juli wegen schweren Wetters und Minenwartung um 9,4 % gegenüber dem Vorjahr sank.
  • Chinas Raffinadekupfer-Produktion ging im Juni um 3 % auf 1,1 Millionen Tonnen zurück.
  • Zollunsicherheit hat die Comex-Kupferbestände auf Rekordhöhe getrieben und eine Preislücke zum London Metal Exchange erzeugt.
  • Erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran weckten Befürchtungen, dass höhere Energiepreise die weltweite Metallsnachfrage dämpfen könnten.
Kupfer hält jüngste Gewinne bei anhaltenden Risiken auf der Angebotsseite

Kupfer-Futures notierten am Freitag nahe 6,57 USD pro Pfund und hielten ihre jüngsten Gewinne, da anhaltende Herausforderungen auf der Angebotsseite die Preise weiterhin stützten.

Analysten verwiesen auf ein kürzlich verhängtes Exportverbot der Demokratischen Republik Kongo – eines der größten kupferproduzierenden Länder der Welt – sowie auf schwächere Produktionszahlen aus Chile und Peru, den beiden führenden Kupferproduzenten, und auf wetterbedingte Störungen im Zusammenhang mit dem El-Niño-Phänomen.

Chiles Kupferproduktion sank im Juli um 9,4 % gegenüber dem Vorjahr, ein Rückgang, der auf schwere Wetterbedingungen und planmäßige Wartungsarbeiten in den Minen zurückgeführt wurde.

In China, dem weltweit größten Verbraucher und Produzenten von Raffinadekupfer, ging die Produktion von Raffinadekupfer im Juni um 3 % auf 1,1 Millionen Tonnen zurück.

Gleichzeitig fördert die anhaltende Zollunsicherheit weiterhin Kupferlieferungen in die Vereinigten Staaten, was die Comex-Bestände auf Rekordhöhen treibt und das verfügbare Angebot in anderen Regionen verknappst. Diese Divergenz hat zudem eine Lücke zwischen den Comex-Kupferpreisen und denen am London Metal Exchange, dem globalen Referenzmarkt, geöffnet, da sich Metallflüsse in Richtung US-Markt verlagern.

Auf der Nachfrageseite lösten erneute Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran Bedenken aus, dass erhöhte Energiepreise die globale Wirtschaftstätigkeit und damit auch die Metallsnachfrage belasten könnten. Die Kupfernachfrage ist eng mit der breiteren Industriaktivität verknüpft, insbesondere mit dem Bau- und verarbeitenden Gewerbe, wodurch das Metall empfindlich auf Veränderungen des Wirtschaftsausblicks reagiert.

Angebotsstörungen ziehen besondere Aufmerksamkeit auf sich, da Kupfer ein zentraler Rohstoff für Elektrifizierung, Stromnetze und die Energiewende ist und neues Minenangebot in der Regel erst nach Jahren verfügbar wird, was die Reaktionsgeschwindigkeit der Produzenten auf Preissignale begrenzt. Händler beobachten anstehende Produktionsdaten aus Chile und Peru, die Output-Zahlen chinesischer Schmelzwerke sowie mögliche Änderungen der US-Zollpolitik als Indikatoren dafür, ob die aktuelle Angebotsknappheit anhält.

Quelle: Trading Economics