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Kupfer steuert auf Wochen- und Monatsgewinne zu

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kupfer-Futures überschritten am Freitag 6,45 US-Dollar je Pfund und liegen auf Kurs für Wochengewinne von rund 2% und Monatsgewinne von etwa 4%.
  • Die Entscheidung der US-Notenbank, die Zinssätze unverändert zu lassen, verringerte die Sorge über den Nachfrageausblick für Industriemetalle.
  • Chinas Politbüro deutete an, auf bestehende politische Instrumente zu setzen statt breit angelegte Stimuli einzuführen, während Ausgaben auf die Binnennachfrage ausgerichtet werden sollen.
  • Die Kupfernachfrage dürfte durch die Energiewende und den schnellen Ausbau von KI-Rechenzentren steigen, die eine umfangreiche Kupferinfrastruktur benötigen.
  • Die Angebotsrisiken nehmen zu, da die Erzgehalte in großen Minen sinken und nur wenige große neue Projekte entwickelt werden, um den steigenden Verbrauch zu decken.
Kupfer steuert auf Wochen- und Monatsgewinne zu

Kupfer-Futures stiegen am Freitag über 6,45 US-Dollar je Pfund und lagen damit auf Kurs, die Woche etwa 2% höher und den Monat rund 4% höher abzuschließen.

Die Rally folgte der Entscheidung der US-Notenbank in dieser Woche, die Zinssätze unverändert zu lassen, was die Sorgen über den Nachfrageausblick für Industriemetalle verringerte. Kupfer ist wie andere Basismetalle empfindlich gegenüber der Zinspolitik, da Finanzierungskosten die Aktivitäten in Bauwesen, verarbeitendem Gewerbe und Infrastruktur beeinflussen — allesamt wichtige Treiber des Verbrauchs.

In China, dem größten Kupferverbraucher der Welt, signalisierte das Politbüro, dass es weiterhin auf bestehende politische Maßnahmen setzen werde, anstatt breit angelegte Stimuli einzuführen. Die Verantwortlichen betonten die Notwendigkeit, die aktuellen politischen Instrumente „voll auszuschöpfen“, während fiskalische Ausgaben und die Emission von Anleihen darauf ausgerichtet werden sollen, die Binnennachfrage zu stärken und die Angebotsbedingungen zu verbessern. China steht für etwa die Hälfte des weltweiten Kupferverbrauchs, weshalb die politische Ausrichtung des Landes ein zentraler Faktor für die Preisentwicklung ist.

Gleichzeitig erhielt Kupfer weiterhin Unterstützung durch seine starken langfristigen Nachfrageaussichten. Die weltweite Umstellung auf saubere Energie — einschließlich Elektrofahrzeugen, Windturbinen, Solaranlagen und Modernisierungen der Stromnetze — erfordert laut Bewertungen der International Energy Agency deutlich mehr Kupfer je gelieferter Energieeinheit als fossil basierte Systeme. Zudem dürfte die schnelle Ausweitung von Rechenzentren für künstliche Intelligenz die Nachfrage weiter stützen, da diese Anlagen umfangreiche Kupferverkabelung und elektrische Infrastruktur benötigen. Auf der Angebotsseite haben sinkende Erzgehalte in mehreren großen bestehenden Minen und eine begrenzte Pipeline großer neuer Projekte die Sorgen verstärkt, dass der Markt den steigenden Verbrauch in den kommenden Jahren nur schwer decken kann.

Quelle: Trading Economics