Eisenerz-Hafenbestände in China sinken auf 143,91 Millionen Tonnen; tägliches Abholvolumen steigt bis zum 4. September 2026 auf 3,145 Millionen Tonnen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die gesamten Eisenerzbestände an Chinas 35 wichtigsten Häfen lagen zum Stand vom 4. September bei 143,91 Millionen Tonnen, 1,7 Millionen Tonnen weniger als im Vormonat.
- •Das durchschnittliche tägliche Abholvolumen stieg um 55.000 Tonnen auf 3,145 Millionen Tonnen.
- •Die Roheisenproduktion der Hochöfen sank weiter, was die schwache Nachfrage nach Fertigstahl und die geringen Margen der Stahlwerke widerspiegelt.
- •Für die kommende Woche werden sinkende Hafeneingänge erwartet, und einige Stahlwerke planen die Wiederaufnahme der Produktion, was Roheisenproduktion und Abholvolumen stützen könnte.
- •Wenn die Lageraufstockungen im nachgelagerten Bereich begrenzt bleiben, könnten sich die Hafenbestände trotz kurzfristiger Verbesserungen erneut ansammeln.

Die neuesten Daten von SMM zeigen, dass die gesamten Eisenerzbestände an Chinas 35 wichtigsten Häfen zum Stand vom 4. September bei 143,91 Millionen Tonnen lagen, ein Rückgang von 1,7 Millionen Tonnen gegenüber dem Vormonat, wobei die Gesamtbestände tendenziell abnehmen. Das durchschnittliche tägliche Abholvolumen stieg leicht um 55.000 Tonnen auf 3,145 Millionen Tonnen. Hafenbestände und Abholvolumina sind eng beobachtete Indikatoren für die Eisenerznachfrage in China, dem weltweit größten Verbraucher des Stahlrohstoffs, da sie zeigen, wie aktiv Stahlwerke die Seetransportlieferungen abrufen.
Die Eisenerzbestände in den Häfen waren zuvor in der Woche gestiegen, hauptsächlich weil die Hafeneingänge insgesamt wieder anzogen, während die Nachfrage schwach blieb. Die Roheisenproduktion der Hochöfen in den Stahlwerken sank weiter, die Kaufbereitschaft für Erzkonzentrate ließ nach, und das Abholvolumen an den Häfen fiel entsprechend – ein Zeichen für Lagerdruck bei einem lockeren Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht. Der Rückgang der Hochofenproduktion spiegelt die allgemeine Schwäche des chinesischen Stahlsektors wider, in dem die Produzenten mit schwacher Nachfrage nach Fertigstahl und geringen Margen kämpfen.
Für die kommende Woche wird erwartet, dass die Hafeneingänge phasenweise zurückgehen. Gleichzeitig planen einige Stahlwerke die Wiederaufnahme der Produktion, die Roheisenproduktion könnte kurzfristig anziehen und das Abholvolumen an den Häfen entsprechend leicht steigen. Die Nachfrage nach Fertigstahl im nachgelagerten Bereich bleibt jedoch unsicher, und wenn die Lageraufstockungen begrenzt bleiben, könnten die Hafenbestände erneut ansteigen. Händler und Analysten werden die wöchentlichen Bestandsbewegungen, die Roheisenproduktionsdaten und Signale für mögliche Produktionsanpassungen chinesischer Stahlwerke beobachten, um weitere Hinweise auf das Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht zu erhalten.
Datenerklärung: Sofern keine öffentlich zugänglichen Informationen vorliegen, werden alle übrigen Daten von SMM auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen, des Marktdialogs und unter Nutzung des internen SMM-Datenbankmodells aufbereitet. Sie dienen nur zur Orientierung und stellen keine Entscheidungsempfehlung dar.
Quelle: SMM via Hellenic Shipping News