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Ölpreise geben nach, da WTI im letzten Abschnitt der Woche unter 90 $ fällt

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • WTI-Rohöl fiel am Freitag um 3 % und rutschte wieder unter 90 $ pro Barrel.
  • Die Ölpreise standen dennoch vor dem dritten wöchentlichen Gewinn in Folge, wobei der WTI auf dem aktuellen Niveau mit einem Plus von mehr als 9 % für die Woche notierte.
  • Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um 1,2 Basispunkte auf 4,69 %, während auch die zehnjährigen Renditen in Deutschland und Frankreich nachgaben.
  • Die wichtigsten europäischen Aktienindizes verzeichneten leichte Gewinne, und die S&P-500-Futures stiegen um 0,3 % vor der Eröffnung des US-Marktes.
  • Die Märkte blieben empfindlich gegenüber möglichen negativen Schlagzeilen, während die Händler ihre Wochenendpositionierung angesichts erhöhter Spannungen im Nahen Osten berücksichtigten.
Ölpreise geben nach, da WTI im letzten Abschnitt der Woche unter 90 $ fällt

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran bleiben der wichtigste Fokus für die Märkte, und das hat sich seit Wochenbeginn kaum verändert. Wie bereits festgestellt, bleiben die Spannungen im Nahen Osten mit Herannahen des Wochenendes erhöht.

Nach vier Tagen mit zunehmend vorsichtigen Schlagzeilen zeigen die Marktbedingungen am Freitag jedoch Anzeichen einer leichten Atempause, zumindest vorerst. Für die Energiemärkte ist der geopolitische Hintergrund von Bedeutung, da jedes wahrgenommene Risiko für Lieferströme aus dem Nahen Osten die Rohölpreise schnell beeinflussen kann, selbst wenn die unmittelbare Handelsbewegung von Positionierungen oder technischen Niveaus gesteuert wird.

Die Ölpreise geben nach und ziehen von jüngsten Höchstständen ab, wobei WTI-Rohöl am Tag 3 % verlor und wieder unter 90 $ pro Barrel fiel. WTI ist der wichtigste amerikanische Rohöl-Benchmark, sodass seine Entwicklung nicht nur von Energiehändlern, sondern auch von Anlegern, die inflationsreagible Anlagen verfolgen, genau beobachtet wird.

WTI-Rohöl Tageschart ($/Barrel)

Der Chart bleibt wichtig zu beobachten, da die Preisaktion nun zurück in Richtung eines Tests des 100-Tage-Durchschnitts gezogen wird, der durch die rote Linie markiert ist. Wenn der WTI über diesem Niveau bleibt, bleibt das am Donnerstag gewonnene, eher bullische Momentum intakt. Fällt er unter diesen wichtigen technischen Bereich, haben Verkäufer möglicherweise Raum, die Preise etwas weiter zurückzudrängen. Das Schlussniveau am Freitag, ob über oder unter 90 $, wird ebenfalls ein Punkt der Aufmerksamkeit sein.

Trotz des Rückgangs am Freitag sind die Ölpreise weiterhin auf Kurs für eine weitere starke Woche, die den dritten wöchentlichen Gewinn in Folge markieren würde. Nach einem Anstieg von über 14 % in der Vorwoche ist der WTI noch immer positioniert, die aktuelle Woche auf dem aktuellen Niveau mit einem Plus von mehr als 9 % zu beenden.

In den breiteren Märkten ermöglicht der Rückgang der Ölpreise auch anderen Anlageklassen eine gewisse Entlastung. Die Anleiherenditen geben von ihren Höchstständen nach, wobei die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 1,2 Basispunkte auf 4,69 % sinkt. In Europa ist die zehnjährige Rendite in Deutschland von 3,20 % auf 3,185 % gesunken, während sich die zehnjährige Rendite in Frankreich von 4,035 % auf derzeit 3,988 % verringert hat. Niedrigere Ölpreise können den kurzfristigen Druck auf Inflationserwartungen verringern, was erklären hilft, warum die Zinsmärkte in Phasen geopolitischen Stresses empfindlich auf Schwankungen beim Rohöl reagieren.

Auch die Aktienmärkte finden gewisse Stützung, wobei die wichtigsten europäischen Indizes leichte Gewinne verzeichnen und die S&P-500-Futures am Tag um 0,3 % steigen. Die Wall Street hatte am Donnerstag eine schwierige Sitzung, und während die Technologiesektoren weiterhin auf einen weiteren wöchentlichen Verlust zusteuern, bieten die jüngsten Bewegungen einigen Spielraum vor der Eröffnung des US-Marktes.

Trotzdem ist es noch früh am Handelstag, und es bedarf nicht viel, damit die Marktunsicherheit zurückkehrt. Jedes Risiko negativer Schlagzeilen in der bevorstehenden Sitzung könnte schnell neue Nervosität auslösen, zumal Händler ihre Positionierung ins Wochenende hinein abwägen, wenn die Märkte weniger Möglichkeit haben, auf neue Entwicklungen zu reagieren.