Cetus Maritime verhandelt über 13 Seacon-Schiffe im Rahmen eines Flottendeals vor dem Börsengang
Wichtige Erkenntnisse
- •Cetus Maritime verhandelt über den Erwerb von Beteiligungen an 13 Schiffen der Seacon Shipping im Rahmen einer Cash-and-Shares-Transaktion, die mit dem geplanten Auslands-Börsengang verknüpft ist.
- •Rund 30 % der Gegenleistung würden in bar bezahlt, die restlichen 70 % in Cetus-Aktien, die unmittelbar vor dem Auslands-Börsengang des Käufers ausgegeben werden.
- •Es wurde keine bindende Vereinbarung unterzeichnet, und Seacon wies darauf hin, dass die Transaktion möglicherweise nicht zustande kommt.
- •Der Deal wäre nach den Hongkonger Börsenregeln eine wesentliche Veräußerung und würde Offenlegungs- und Genehmigungspflichten gegenüber den Aktionären auslösen.
- •Cetus entstand 2023 aus der Fusion von Asia Maritime Pacific und Hamburg Bulk Carriers und hat sich seitdem mit Nachipa Corp vereint sowie Rhumb Maritime erworben.

Der Hongkonger Bulk-Carrier-Eigentümer und -Betreiber Cetus Maritime verhandelt über den Erwerb von Beteiligungen an 13 Schiffen der an der Hongkonger Börse notierten Seacon Shipping – eine Cash-and-Shares-Transaktion, die mit dem geplanten Auslands-Börsengang des Handysize-Spezialisten verknüpft ist.
In einer Börsenmitteilung gab Seacon bekannt, dass über die Veräußerung bestimmter schiffsbesitzender Tochtergesellschaften an die auf den Kaimaninseln registrierte Cetus Maritime Holdings verhandelt wird. Diese Tochtergesellschaften halten Beteiligungen an 13 Schiffen, wobei die Unternehmen die Schiffe bislang weder identifiziert noch deren Wert offengelegt haben. Nach den Hongkonger Börsenregeln würde die Transaktion für Seacon als wesentliche Veräußerung eingestuft – eine Schwelle, die Offenlegungs- und Genehmigungspflichten gegenüber den Aktionären auslöst.
Nach der derzeit diskutierten Struktur würden rund 30 % der Gegenleistung in bar beglichen. Die restlichen 70 % würden in Aktien von Cetus oder eines verbundenen Unternehmens beglichen, die unmittelbar vor dem geplanten Börsengang des Käufers an einer ausländischen Börse ausgegeben werden. Eine solche aktienbasierte Gegenleistung würde Seacon eine Beteiligung an der vergrößerten börsennotierten Gesellschaft sichern, statt vollständig auszusteigen, und den Ertrag an den Ausgang des Börsengangs binden. Die Anzahl der Aktien würde anhand der vereinbarten Nettoassetwerte der jeweiligen Flotten und Gesellschaften bestimmt. Es wurde keine bindende Vereinbarung unterzeichnet, und Seacon wies darauf hin, dass die Transaktion möglicherweise nicht zustande kommt.
Bei Abschluss würde der Deal einen weiteren bedeutenden Konsolidierungsschritt für Cetus darstellen, das seit mehreren Kombinationen eine auf Handysize- und Dry-Mini-Schiffe fokussierte Plattform aufbaut – in einer Zeit, in der Bulk-Carrier-Eigentümer durch Größe ihre kommerziellen Aktivitäten und die Flottenauslastung stärken. Das Unternehmen entstand 2023 durch die Fusion von Asia Maritime Pacific und Hamburg Bulk Carriers. Ein Jahr später, wie von Splash berichtet, vereinte es sich mit Chiles Nachipa Corp und schuf damit eine damals 65 Schiffe umfassende Plattform mit rund 40 eigenen Schiffen und 25 gecharteten Einheiten. Im vergangenen Jahr erwarb Cetus anschließend Australiens Rhumb Maritime und erweiterte damit seine kommerzielle Reichweite in den Dry-Mini- und Handysize-Segmenten.
Das Unternehmen beschreibt seine Flotte derzeit als mehr als 40 Schiffe mit einer Größe von 8.500 dwt bis 45.000 dwt und rund 1,3 Mio. dwt eigener Kapazität.
Seacon seinerseits kontrollierte Ende 2025 36 Schiffe und hielt über Joint Ventures Beteiligungen an weiteren 12. Eine erfolgreiche 13-Schiffe-Transaktion würde daher die eigene und die verbundene Flotte erheblich umgestalten. Die Gespräche signalisieren zudem, dass der lange erwartete Auslands-Börsengang von Cetus der Umsetzung näher rückt, wobei der Seacon-Deal darauf angelegt ist, Flottenvermögen in die Pre-IPO-Struktur einzubringen.
Quelle: Splash247