NachrichtenAktienCarrier Transicold spendet NaturaLINE-Einheiten an die TU Berlin zur Förderung der CO₂-Kältetechnikforschung

Carrier Transicold spendet NaturaLINE-Einheiten an die TU Berlin zur Förderung der CO₂-Kältetechnikforschung

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Carrier Transicold spendet zwei NaturaLINE-Containerkälteeinheiten an die TU Berlin, um die kommerzielle Forschung zu transkritischen CO₂-Kältesystemen zu unterstützen.
  • CO₂ hat ein Treibhauspotenzial von 1 gegenüber 1.430 bei dem häufig verwendeten synthetischen Kältemittel R-134a und gilt damit vor dem Hintergrund strengerer Reduktionsvorgaben als Alternative mit geringerem Klimaeffekt.
  • Graduiertenstudierende am Institut für Energietechnik der TU Berlin werden die instrumentierten Einheiten nutzen, um Temperaturprofile, Systemdrücke und Leistungsaufnahme an einem realen kommerziellen Kältesystem zu messen.
  • Die Forschenden planen, Prototypkomponenten in die Einheiten zu integrieren und langfristige Leistungstests unter verschiedenen Betriebsbedingungen durchzuführen, um das Verhalten transkritischer CO₂-Systeme besser zu verstehen.
  • Carrier Transicold und die TU Berlin signalisierten Interesse an einer langfristigen Forschungszusammenarbeit zur Entwicklung nachhaltigerer Kältetechnologien für die globale Kühlkette.
Carrier Transicold spendet NaturaLINE-Einheiten an die TU Berlin zur Förderung der CO₂-Kältetechnikforschung

Carrier Transicold, eine Tochter von Carrier Global Corporation (NYSE: CARR) und weltweit führend bei intelligenten Klima- und Energielösungen, spendet zwei NaturaLINE®-Containerkälteeinheiten an die Technische Universität Berlin (TU Berlin). Die Spende soll die Forschung im kommerziellen Maßstab zur transkritischen Kohlendioxid-(CO₂)-Kältetechnologie unterstützen und zur Entwicklung von Kühlsystemen beitragen, die den sich wandelnden Umwelt- und regulatorischen Anforderungen entlang der globalen Kühlkette gerecht werden.

Kühlcontainer, allgemein als Reefers bezeichnet, sind für den internationalen Handel unverzichtbar und transportieren verderbliche Waren wie Lebensmittel und pharmazeutische Produkte über weite Strecken. Die meisten herkömmlichen Containerkälteeinheiten setzen auf synthetische Kältemittel wie R-134a, das ein Treibhauspotenzial (GWP) von 1.430 aufweist. Im Rahmen von Vereinbarungen wie der Kigali-Änderung des Montrealer Protokolls und Regelwerken wie der EU-F-Gas-Verordnung stehen die Kälte- und Schifffahrtsbranche vor Reduktionspfaden für Kältemittel mit hohem GWP, was die Nachfrage nach natürlichen Kältemittelalternativen erhöht.

Natürliches Kältemittel mit geringerem Treibhauspotenzial

Das NaturaLINE-System nutzt ein natürliches Kältemittel für den Einsatz in gekühlten Containertransporten. CO₂ ist ein natürlich vorkommendes Kältemittel mit einem GWP von 1 und damit eine Alternative mit geringerem Treibhauspotenzial zu herkömmlichen synthetischen Kältemitteln, die in der gewerblichen Kühlung verwendet werden. In einem transkritischen CO₂-Kreisprozess arbeitet das Kältemittel oberhalb seines kritischen Drucks, wodurch andere thermodynamische Bedingungen entstehen als bei herkömmlichen subkritischen Dampfkompressionszyklen. Die Verbesserung von Leistung und Effizienz transkritischer CO₂-Systeme unter einer Vielzahl von Betriebsbedingungen bleibt ein zentrales Thema der Kältetechnikforschung.

Praxisnahe Lehre für Master- und Promotionsstudierende

Das Institut für Energietechnik der TU Berlin wird die NaturaLINE-Einheiten als praxisnahes Lerninstrument für Graduiertenstudierende einsetzen. Ausgestattet mit grundlegender Messtechnik ermöglichen die Einheiten den Studierenden, Temperaturverläufe, Systemdrücke und Leistungsaufnahme zu messen. So können sie direkt an einem realen kommerziellen System arbeiten und aus erster Hand nachvollziehen, wie sich transkritische CO₂-Kreisprozesse von herkömmlichen Kältezyklen unterscheiden.

Ausbau der Forschungsinfrastruktur

Über die Lehre hinaus werden die Einheiten Teil der breiteren Forschungsinfrastruktur des Instituts. Die Forschenden planen, Prototypkomponenten in die Einheiten zu integrieren und zu evaluieren, um künftige Heiz- und Kühlsysteme zu entwickeln und zu testen; die Leistung soll dabei durch automatisierte Testsequenzen bewertet werden. Zudem sind langfristige Leistungsuntersuchungen über verschiedene Betriebsbedingungen hinweg vorgesehen, um das Verhalten transkritischer CO₂-Systeme im kommerziellen Maßstab besser zu verstehen.

Perspektiven aus Wissenschaft und Industrie

„Wir freuen uns, im Rahmen unserer Forschung Zugang zu der in den NaturaLINE-Kälteeinheiten von Carrier Transicold verkörperten Technologie der nächsten Generation zu haben“, sagte Professor Stefan Elbel, Lehrstuhl für Wärme- und Stoffübertragung, Institut für Energietechnik der Technischen Universität Berlin. „Da die regulatorischen Anforderungen strenger werden und die Branche sich in Richtung nachhaltigerer Kältesysteme bewegt, ist die Weiterentwicklung dieser Technologie von entscheidender Bedeutung. Wir hoffen, dass dies der Beginn einer langfristigen Forschungszusammenarbeit mit Carrier Transicold ist.“

„Transkritische CO₂-Systeme sind eine wichtige Technologie für unsere Branche, und wir freuen uns, die Arbeit des Instituts für Energietechnik der TU Berlin in diesem Bereich zu unterstützen“, sagte Jean-Marie Carvalho, Vice President & General Manager, Global Container, Carrier Transicold. „Indem wir Forschenden Zugang zu NaturaLINE-Containerkälteeinheiten verschaffen, können wir dazu beitragen, das Verständnis der Systemleistung zu beschleunigen, künftige Innovationen zu unterstützen und die Entwicklung nachhaltigerer Lösungen für die Kühlkette voranzubringen.“

Mit dieser Initiative will Carrier Transicold die Forschung an nachhaltigeren Kältetechnologien für die vernetzte Kühlkette voranbringen.