NachrichtenMakroKanadische und US-Unterhändler vor der Zollfrist um Mitternacht erneut zu Gesprächen erwartet

Kanadische und US-Unterhändler vor der Zollfrist um Mitternacht erneut zu Gesprächen erwartet

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kanadische und US-Unterhändler werden vor der amerikanischen Zollfrist um Mitternacht erneut zu Gesprächen erwartet, während beide Seiten in einer letzten Anstrengung eine Einigung anstreben.
  • Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses erklärte, dass Trump und Carney die geplanten Vergeltungszölle erörtert, aber keine Lösung erzielt haben, die den Präsidenten zu einer Verschiebung bewegt hätte.
  • Die USA planen, ab Mittwoch um 00:01 Uhr 50 % Zölle auf rund 20 Milliarden US-Dollar an kanadischen Importen zu erheben; betroffen sind Güter, die zuvor unter dem USMCA bevorzugt behandelt wurden.
  • Zu den ungeklärten Fragen der Verhandlungen in Washington gehören US-Zölle auf kanadische Fahrzeuge sowie weiterreichende Streitigkeiten über den Marktzugang.
  • Ein Durchbruch in letzter Minute oder eine Verschiebung könnte den kanadischen Dollar stützen, während gescheiterte Gespräche weitere Verluste der Währung zur Folge haben könnten.
Kanadische und US-Unterhändler vor der Zollfrist um Mitternacht erneut zu Gesprächen erwartet

Kanadische und US-Unterhändler werden laut CBC News erneut zusammentreffen, während beide Seiten in einer letzten Anstrengung versuchen, vor der amerikanischen Zollfrist um Mitternacht eine Einigung zu erzielen. Diese Entwicklung nährt die Hoffnung, dass die Diplomatie noch aktiv ist, auch wenn sie vor dem Hintergrund erheblicher Unsicherheiten in einer der aufmerksam beobachteten Handelsbeziehungen Nordamerikas steht.

Bereits früher im Handelsverlauf berichtete Edward Lawrence, Weißen-Haus-Korrespondent von FOX Business, dass ein Mitarbeiter des Weißen Hauses mitteilte, Trump und Carney hätten die geplanten Vergeltungszölle erörtert, seien aber zu keiner Lösung gelangt, die den Präsidenten zu einer Verschiebung bewegt hätte. Diese Meldung belastete den kanadischen Dollar, der erneut unter Druck geriet, da die Märkte das Ausbleiben eines Durchbruchs als Zeichen dafür werteten, dass die Zölle nach wie vor wahrscheinlich in Kraft treten würden.

Die jüngsten Nachrichten deuten darauf hin, dass die Angelegenheit möglicherweise noch nicht entschieden ist. Kanadische Handelsvertreter verhandeln in Washington mit US-Vertretern, wobei mehrere zentrale Fragen weiterhin ungeklärt sind, darunter US-Zölle auf kanadische Fahrzeuge und weiterreichende Streitigkeiten über den Marktzugang. Diese Fragen sind von Bedeutung, weil sie im Zentrum des bilateralen Handelsrahmens stehen, der den Warenverkehr zwischen beiden Ländern aufrechterhalten hat. Selbst eine kurze Verzögerung oder eine kurzfristige Ausnahme könnte daher unmittelbare Auswirkungen auf Exporteure und Devisenhändler haben, die die Frist aufmerksam verfolgen.

Die USA drohen damit, 50 % Zölle auf kanadische Importe im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar zu verhängen; die Maßnahmen sollen am Mittwoch um 00:01 Uhr in Kraft treten. Die Zölle würden Güter betreffen, die zuvor unter dem US-Mexiko-Kanada-Abkommen bevorzugt behandelt wurden.

Ein echter Durchbruch in letzter Minute – oder auch nur eine Verschiebung – könnte den kanadischen Dollar kurzfristig steigen lassen. Scheitern die Gespräche hingegen, dürfte der Loonie in den kommenden Tagen weitere Verluste hinnehmen müssen, sofern nicht ein überraschendes Abkommen zwischen den USA und dem Iran den US-Dollar belastet.