NachrichtenMakro„Sie frisst Menschen“: Neues glattgebügeltes Video der Trump-Diplomatin zieht Kritik in den sozialen Medien auf sich

„Sie frisst Menschen“: Neues glattgebügeltes Video der Trump-Diplomatin zieht Kritik in den sozialen Medien auf sich

Autor: Rawstory·

Wichtige Erkenntnisse

  • Callista Gingrich veröffentlichte auf dem offiziellen Social-Media-Konto der US-Botschaft ein Grußvideo zum Schweizer Nationalfeiertag und sprach über gemeinsame demokratische Werte.
  • Nutzer in sozialen Medien konzentrierten sich fast ausschließlich auf die starke visuelle Filterung des Videos statt auf die diplomatische Botschaft und zogen surreale Vergleiche.
  • Mehrere Journalisten und politische Beobachter beteiligten sich auf X an der viralen Reaktion, darunter CNNs Andrew Kaczynski und Kommentatoren verschiedener Medien.
  • Gingrich wurde im Mai bereits wegen eines weiteren airbrushartigen Werbevideos für einen Investment-Gipfel ähnlich kritisiert.
  • Gingrich ist seit Oktober US-Botschafterin in der Schweiz und hatte zuvor während der Trump-Regierung den Posten als Botschafterin beim Vatikan inne.
„Sie frisst Menschen“: Neues glattgebügeltes Video der Trump-Diplomatin zieht Kritik in den sozialen Medien auf sich

Die US-Botschafterin in der Schweiz, Callista Gingrich, markierte den Schweizer Nationalfeiertag am 1. August — der an die Gründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Jahr 1291 erinnert — mit einem kurzen Grußvideo, das auf dem offiziellen Konto der amerikanischen Botschaft veröffentlicht wurde. Die Reaktion in den sozialen Medien ließ nicht lange auf sich warten.

In dem Clip spricht Gingrich über Hintergrundmusik und überbringt eine knappe Botschaft. "On behalf of the United States Embassy, I wish the Swiss people a Happy National Day," sagt sie, bevor sie Unabhängigkeit, Freiheit und Demokratie als "values Americans deeply understand, and cherish" bezeichnet.

US-Botschaften veröffentlichen routinemäßig Feiertagsgrüße und diplomatische Botschaften in sozialen Medien im Rahmen ihrer Public-Diplomacy-Bemühungen, doch Gingrichs Video fiel vor allem dadurch auf, dass sich die Aufmerksamkeit fast vollständig auf die Produktion statt auf den Inhalt richtete. Die Darbietung — und das, was zahlreiche Kommentatoren als stark gefilterte oder airbrushartige visuelle Darstellung beschrieben — zog auf X rasch Aufmerksamkeit auf sich, wobei Nutzer zu surrealen und filmischen Vergleichen griffen.

CNNs Andrew Kaczynski spottete über das "dissociating" vom Video. Carly Moran von der konservativen Medienbeobachtungsstelle The Brand Brief bemerkte: "She is my favorite Lynchian character. I'll fight anyone who speaks ill of my queen."

Andere konzentrierten sich auf die Produktionsqualität. "This feels like something you'd see at a museum playing on a kiosk that no one is paying attention to," spottete Ethan Buchanan von The Next-Gen Report. Er legte nach mit der Spitze, ihr Make-up scheine nur dazu zu dienen, die Tatsache zu verbergen, dass sie Menschen esse.

Ein Nutzer verglich ihr Aussehen damit, wie "sapient owl people" einen Menschen zeichnen könnten, während die X-Politikbeobachterin Grace Ryan spielte auf den "digital staffer that yassifies" die Botschafterin "for a living" an. Nick Lindquist vom Civitas Institute fragte laut, ob eine Gen-Z-Assistentin, die für sie arbeite, "thinks it's hilarious to have her do this."

Das ist nicht das erste Mal, dass Gingrich solche Kommentare auf sich zieht. Im Mai erhielt sie nahezu identische Reaktionen auf ein ähnlich bearbeitetes Video zur Bewerbung eines Investment-Gipfels, das Nutzer mit einem Geiselvideo verglichen.

Gingrich, die zuvor als Botschafterin von Präsident Donald Trump beim Vatikan tätig war, bekleidet den diplomatischen Posten in Bern seit Oktober. Ihr Ehemann, der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich, wechselte derweil von der Warnung, dass die Republikaner die Zwischenwahlen verlieren würden, zu einer kühneren, Umfragen trotzenden Prognose für November.