NachrichtenMakroKalifornien verklagt Trump-Regierung und Golden State Wind wegen der gekündigten Floating-Offshore-Windlizenz

Kalifornien verklagt Trump-Regierung und Golden State Wind wegen der gekündigten Floating-Offshore-Windlizenz

Autor: Splash247·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kalifornien will eine Vereinbarung aus dem April für ungültig erklären lassen, die Golden State Wind 120 Mio. USD aus dem Bundes-Judgment Fund für die Aufgabe seiner Morro-Bay-Lizenz zahlen würde.
  • Golden State Wind, ein Joint Venture zwischen Ocean Winds und Reventus Power, erwarb die 2-GW-Floating-Windlizenz 2022 bei der bundesweiten Auktion für 120 Mio. USD und hatte mehr als 30 Mio. USD für Arbeitskräfte-, Lieferketten- und Gemeindeprogramme zugesagt.
  • Der Bundesstaat argumentiert, die Kündigungsregelung verstoße gegen den Outer Continental Shelf Lands Act und den Judgment Fund Act, während das Innenministerium die Genehmigung durch das Justizministerium betont.
  • Die Morro-Bay-Lizenz war Teil von Kaliforniens erster bundesweiter Offshore-Windauktion im Dezember 2022, die rund 757 Mio. USD einsammelte und den Landeszielen von 5 GW Offshore-Wind bis 2030 und 25 GW bis 2045 zugrunde liegt.
  • Nach der Kündigungsregelung würde Golden State Wind einen gleichwertigen Betrag von 120 Mio. USD für konventionelle Energieprojekte außerhalb Kaliforniens zusagen.
Kalifornien verklagt Trump-Regierung und Golden State Wind wegen der gekündigten Floating-Offshore-Windlizenz

Kalifornien hat die Trump-Regierung und Golden State Wind wegen der Kündigung einer 2-GW-Floating-Offshore-Windlizenz vor der Zentralküste des Bundesstaates vor Gericht gezogen und damit ein neues juristisches Kapitel im Streit über den Rückzug Washingtons aus der US-Offshore-Windenergie eröffnet.

Generalstaatsanwalt Rob Bonta und die California Energy Commission reichten die Klage vor einem Bundesgericht ein und fochten damit eine Vereinbarung aus dem April an, mit der sich das Innenministerium verpflichtet hatte, Golden State Wind 120 Mio. USD für die Aufgabe seiner Morro-Bay-Lizenz zu erstatten. Kalifornien fordert vom Gericht die Ungültigerklärung des Deals.

Golden State Wind, ein Joint Venture zwischen Ocean Winds und Reventus Power, hatte die Lizenz 2022 bei der bundesstaatlichen Auktion für 120 Mio. USD erworben und an dem Standort ein 2-GW-Floating-Windprojekt geplant. Der Entwickler hatte zudem mehr als 30 Mio. USD für die Ausbildung von Arbeitskräften, den Aufbau von Lieferketten und Gemeindeprogramme zugesagt.

Nach der Kündigungsregelung sollte die Bundesregierung die Erstattung von 120 Mio. USD aus dem Judgment Fund entnehmen, während Golden State Wind einen gleichwertigen Betrag für konventionelle Energieprojekte außerhalb Kaliforniens zusagen würde.

Der Bundesstaat argumentiert, dass die Vereinbarung sowohl gegen den Outer Continental Shelf Lands Act als auch gegen den Judgment Fund Act verstößt. Das Innenministerium teilte Reuters mit, dass die Regelung vom Justizministerium genehmigt worden sei und die entsprechenden offiziellen Kanäle durchlaufen habe.

Die Morro-Bay-Lizenz war eine von fünf kommerziellen Offshore-Windlizenzen, die im Dezember 2022 bei Kaliforniens erster bundesweiter Offshore-Windauktion versteigert wurden. Die Auktion brachte rund 757 Mio. USD an kombinierten Zuschlägen ein und galt als Grundpfeiler des Vorhabens des Bundesstaates, bis 2030 bis zu 5 GW und bis 2045 25 GW Offshore-Windkapazität zu installieren. Da Kaliforniens tiefe Küstengewässer statt fester Fundamente Floating-Turbinentechnologie erfordern, ist das Offshore-Windprogramm des Bundesstaates eng mit einem Floating-Wind-Sektor verknüpft, der sich noch in einem frühen Kommerzialisierungsstadium befindet – was der Stabilität der Lizenzen besondere Bedeutung für Entwickler und potenzielle Lieferketteninvestoren verleiht.

Wie Splash im April berichtete, verhandelte Engie mit US-Behörden über eine Entschädigung für Offshore-Windlizenzen, die über Ocean Winds gehalten werden, darunter Golden State Wind. Die jüngste Klage ist eine eigenständige Entwicklung, mit der der Streit um die kalifornische Lizenz vor ein Bundesgericht verlagert wird, und reiht sich in ein breiteres Muster juristischer und kommerzieller Reibungen ein, während die Bundesregierung Offshore-Windzusagen der vorherigen Regierung zurückfährt.

Quelle: Splash247