Übernachtungssuche findet keine Spur von sechs vermissten Besatzungsmitgliedern nach Kenterung eines Schleppers vor Busan
Wichtige Erkenntnisse
- •Sechs Besatzungsmitglieder gelten weiterhin als vermisst, nachdem ein 286-Tonnen-Schlepper vor Busan kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen gekentert war, um ein Handelsschiff zu schleppen.
- •Ein indonesisches Besatzungsmitglied wurde lebend gerettet, während ein koreanisches Besatzungsmitglied bewusstlos geborgen wurde und später starb.
- •Hohe Wellen und starke Winde behinderten die nächtlichen Suchbemühungen von sechs Küstenwachschiffen und verhinderten Tauchgänge zum gesunkenen Schiff.
- •Weitere Schiffe sollen sich an der Suche beteiligen, die in ihren fünften Tag geht.
- •Die Behörden werden voraussichtlich die Kenterung untersuchen, einschließlich der Wetterbedingungen, der Seetüchtigkeit des Schiffes und der Schleppoperationen.

Eine über Nacht durchgeführte Suche hat keine Hinweise auf sechs weiterhin vermisste Besatzungsmitglieder ergeben, nachdem ein Schlepper in dieser Woche vor der südostkoreanischen Hafenstadt Busan gekentert war, wie Beamte am Samstag mitteilten. Die Rettungsarbeiten traten damit in ihren fünften Tag.
Der 286 Tonnen schwere Schlepper hatte sechs koreanische und zwei indonesische Besatzungsmitglieder an Bord, als er am Mittwoch kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Busan kenterte, um ein Handelsschiff zu schleppen. Ein indonesisches Besatzungsmitglied wurde lebend gerettet, während ein koreanisches Besatzungsmitglied bewusstlos aus dem Wasser geborgen wurde und später starb.
Sechs Schiffe der Küstenwache wurden über Nacht zur Suche nach den verbleibenden sechs Besatzungsmitgliedern eingesetzt, doch hohe Wellen und starke Winde behinderten die Operation, und es wurde keine Spur der Vermissten gefunden. Das schwere Wetter hat Taucher auch daran gehindert, Unterwassersuchen am gesunkenen Schiff durchzuführen.
Die Suchoperationen sollten tagsüber fortgesetzt werden, wobei weitere Schiffe den Einsatz unterstützen sollten. In solchen Fällen eröffnen die Behörden in der Regel auch eine Untersuchung der Unfallursache, bei der Faktoren wie die Wetterbedingungen zum Zeitpunkt des Auslaufens, die Seetüchtigkeit des Schiffes und die Schleppoperationen geprüft werden; die Ergebnisse werden üblicherweise in den folgenden Wochen oder Monaten veröffentlicht.
Seeunfälle mit kleinen Schiffen wie Schleppern sind in Südkorea ein wiederkehrendes Sicherheitsproblem, da der Küstenschiffsverkehr und die Hafenschleppdienste rund um wichtige Drehkreuze wie Busan – den größten Hafen des Landes – plötzlichen Wetterveränderungen ausgesetzt sind. Nach südkoreanischem Recht leitet die Küstenwache Seenotrettungsoperationen auf See, häufig unter Mitwirkung von Marineschiffen, wenn Vorfälle in Küstengewässern erfolgen.
Quelle: The Korea Times