BofA senkt USD/JPY-Jahresendprognose auf 149 nach koordinierter US-Japan-Devisenmarktintervention
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Bank of America hat ihre Jahresend-Prognose für USD/JPY auf 149 (zuvor 152) und ihre Projektion für das dritte Quartal 2026 auf 153 (zuvor 154) nach der koordinierten Intervention gesenkt.
- •Die Vereinigten Staaten und Japan führten am 31. Juli eine gemeinsame Devisenmarktintervention durch, die erste derartige Koordinierung seit der G7-Maßnahme von 2011 nach dem Tohoku-Erdbeben.
- •BofA erklärte, dass die koordinierte Maßnahme die wesentliche Hürde für Interventionen beseitigt und Japans Fähigkeit erhöht, den Yen künftig zu verteidigen.
- •Die Intervention könnte schnellere Zinserhöhungen der Bank of Japan signalisieren, während die Zentralbank weiterhin ihr ultra-lockeres geldpolitisches Rahmenwerk abbaut, wobei der September ein Brennpunkt ist.
- •BofA erwartet, dass eine weitere Intervention des Finanzministeriums wahrscheinlich den Verkauf von US-Staatsanleihen beinhalten wird, während die Auswirkungen auf die USD- und EUR-Zinsmärkte als begrenzt eingestuft werden.

Die Bank of America (BofA) hat ihre USD/JPY-Prognosen nach der koordinierten Devisenmarktintervention der Vereinigten Staaten und Japans nach unten korrigiert und ihr Jahresendziel auf 149 von einem vorherigen Schätzwert von 152 gesenkt.
Das Unternehmen prognostiziert nun einen USD/JPY-Kurs von 153 für das dritte Quartal 2026, gegenüber einer früheren Prognose von 154. Die Anpassung baut auf BofAs früherer Einschätzung auf, dass die gemeinsame Maßnahme beider Regierungen die von ihr als „entscheidende Hürde" für Interventionen bezeichnete Beschränkung beseitigt hat.
Eine koordinierte Devisenmarktintervention mit direkter US-Beteiligung ist historisch selten. Das letzte Mal, dass sich die Vereinigten Staaten an einer Währungsmarktintervention Japans beteiligten, war im Jahr 2011, als die G7 gemeinsam handelte, um die Volatilität des Yen nach dem Tohoku-Erdbeben zu beruhigen. Diese Seltenheit unterstreicht das Gewicht, das BofA auf den Signalcharakter der jüngsten Operation legt, insbesondere da der Yen unter anhaltendem Druck durch das weite Zinsdifferential zwischen der Federal Reserve und der Bank of Japan stand – eine Lücke, die Carry-Trade-Strömen gegen die japanische Währung Vorschub geleistet hat.
In ihrer Analyse erklärte BofA:
„Die japanischen und US-Behörden führten am 31. Juli eine koordinierte Devisenmarktintervention durch. Beide Regierungen haben bestätigt, dass die Intervention durchgeführt wurde. Während das Volumen der Yen-Käufe durch die USA möglicherweise begrenzt ist, ist der Signalcharakter dieser seltenen, koordinierten Intervention von großer Bedeutung."
BofA betonte, dass die jüngste Intervention die Wahrscheinlichkeit erhöht hat, dass Japan besser positioniert sein wird, den Yen zu verteidigen, und auch auf beschleunigte Zinserhöhungen der Bank of Japan (BOJ) hindeuten könnte. Die Intervention fällt in eine breitere Phase der BOJ-Politiknormalisierung, da die Zentralbank allmählich das ultra-lockere geldpolitische Rahmenwerk abbaut, das über ein Jahrzehnt lang bestand, wodurch das Tempo weiterer Zinsentscheidungen zu einem Brennpunkt für die Währungsmärkte wird.
Das Unternehmen nannte mehrere Kernpunkte zu den weiterreichenden Marktauswirkungen der koordinierten Intervention:
- Kurzfristiges Ziel: USD/JPY unter 155 drücken.
- Langfristiges Ziel: Glaubwürdigkeit wiederherstellen und den japanischen Yen stabilisieren.
- Bedeutung der koordinierten Maßnahme: Sie beseitigt effektiv die wesentliche Hürde für Interventionen.
- Auswirkungen auf die BOJ-Politik: Signalisiert potenziell schnellere Zinserhöhungen, wobei der September im Fokus steht.
- Auswirkungen auf den JPY: Positiv, wie in den überarbeiteten Prognosen widergespiegelt.
- Auswirkungen auf den JGB-Markt: BofA bevorzugt es, über 30-jährige Asset Swaps long zu bleiben, anstatt die Kurve zu handeln.
- Finanzierung weiterer MOF-Interventionen: Wahrscheinlich über den Verkauf von US-Staatsanleihen.
- Auswirkungen auf die USD- und EUR-Zinsmärkte: Begrenzt.
Weitere Berichterstattung: BofA senkt Jahresend-Prognose für Dollar-Yen auf 149 nach Intervention | Die Jury ist noch unentschieden über die gemeinsame US-Japan-Intervention beim Yen