Bitdeer Technologies Group (BTDR): Aktie steigt nach KI-Abkommen über 400 Millionen US-Dollar mit Malaysia
Wichtige Erkenntnisse
- •Bitdeer hat rund die Hälfte der Kapazität seiner Anlage A102 in Malaysia vertraglich gebunden, bevor der Standort ans Netz geht.
- •Die Fünfjahresvereinbarung soll rund 400 Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaften; die Leistungen beginnen im ersten Quartal 2027.
- •A102 repräsentiert 9,5 MW von Bitdeers geplantem 350-MW-Ziel für die Recheninfrastruktur, das das Unternehmen bis zum ersten Quartal 2028 erreichen will.
- •Bitdeer gab an, dass die aktive Pipeline für Cloud-Kapazitäten inzwischen mehr als 2 Milliarden US-Dollar über rund 24,5 MW umfasst.
- •Das Unternehmen hat kürzlich eine separate 16-jährige Vereinbarung über 121 MW in Norwegen unterzeichnet, mit einem erwarteten Umsatz von rund 4,7 Milliarden US-Dollar in der Erstlaufzeit.

Bitdeer Technologies Group (BTDR) legte um 8,36 % auf 10,44 US-Dollar zu, nachdem das Unternehmen eine bedeutende Infrastrukturvereinbarung in Malaysia abgeschlossen hat. Der Fünfjahresvertrag soll rund 400 Millionen US-Dollar Umsatz aus dem Rechenzentrum A102 des Unternehmens erwirtschaften. Das Abkommen unterstützt zudem Bitdeers weiterreichenden Plan, bis Anfang 2028 eine Rechenkapazität von 350 MW aufzubauen.
Bitdeer sichert sich 400-Millionen-US-Dollar-Abkommen in Malaysia
Bitdeer gab an, rund die Hälfte der Kapazität seiner Anlage A102 vertraglich gebunden zu haben, bevor der Standort ans Netz geht. Die Vereinbarung wurde mit einem nicht genannten Kunden geschlossen, dem Bitdeer eine hohe Bonität bescheinigte. Die Leistungen unter dem Vertrag sollen im ersten Quartal 2027 beginnen.
Dadurch wird die Vereinbarung im Jahr 2026 weder Umsatz noch damit verbundene Betriebskosten beisteuern. Bis dahin fungiert der Vertrag vor allem als abgesicherte Umsatzzusage und weniger als kurzfristiger Gewinntreiber. Bitdeer erwartet, dass sich die Fünfjahresverpflichtung nach Beginn der Leistungen auf rund 400 Millionen US-Dollar belaufen wird.
Die Kundenverpflichtungen bieten zudem Finanzierungsunterstützung, bevor größere Infrastrukturausgaben anfallen. Das Unternehmen strukturiert Cloud-Vereinbarungen in der Regel so, dass Kundenvorauszahlungen mehr als die Hälfte der damit verbundenen Kapitalausgaben decken. Dieser Ansatz verringert das für vertraglich gebundene Infrastrukturprojekte erforderliche Vorabkapital – ein relevanter Faktor beim Bau von Rechenzentren, wo Geräte- und Baukosten anfallen, bevor ein Standort Umsätze generiert. Darüber hinaus nutzt Bitdeer den operativen Cashflow sowie Finanzierungen, die durch vertraglich gesicherte Umsatzströme besichert sind.
A102 stützt Bitdeers 350-MW-Ausbauziel
Die Anlage A102 repräsentiert 9,5 MW von Bitdeers geplantem 350-MW-Ziel für die Recheninfrastruktur – ein kleiner Anteil am Gesamtaufbau. Der malaysische Standort ist für flüssigkeitsgekühlte, hochdichte Rechensysteme für mehrere Kunden ausgelegt. Er kann sowohl Cloud-Computing-Dienste als auch dediziertes Datenhosting bereitstellen.
Bitdeer will das vollständige 350-MW-Kapazitätsziel bis zum ersten Quartal 2028 erreichen. Das Unternehmen entwickelt neue Infrastruktur auf Basis vertraglich gebundener Nachfrage über sein wachsendes internationales Rechenzentrumsportfolio hinweg. Malaysia bietet Zugang zu Energieinfrastruktur und eine steigende regionale Nachfrage nach groß angelegten Rechendiensten.
Bitdeer gab an, dass die aktive Pipeline für Cloud-Kapazitäten inzwischen mehr als 2 Milliarden US-Dollar über rund 24,5 MW umfasst. Das Unternehmen führt zudem Verhandlungen über die verbleibende Kapazität von A102 und mehrere andere Infrastrukturstandorte, die den nächsten Schritt darstellen, um diese Pipeline in vertraglich gebundene Projekte umzuwandeln. Das Management erwartet, dass sich diese kommerzielle Pipeline in den kommenden Quartalen ausweiten wird.
Bitdeer expandiert über das Bitcoin-Mining hinaus
Bitdeer hat seine Infrastrategie über das Bitcoin-Mining hinaus auf Computing- und leistungsstarke Rechenzentrumsdienste ausgeweitet. Diese Verschiebung spiegelt einen breiteren Branchentrend wider, bei dem Bitcoin-Miner mit Zugang zu Energieinfrastruktur zunehmend langfristige Verträge mit groß angelegten Rechenkunden anstreben. Anfang dieses Monats unterzeichnete das Unternehmen eine 16-jährige Vereinbarung über 121 MW in Tydal, Norwegen. Dieser Vertrag umfasst voraussichtlich rund 4,7 Milliarden US-Dollar Umsatz in seiner Erstlaufzeit.
Das Norwegen-Projekt wird in zwei Phasen entwickelt. Die erste Phase soll gegen Ende 2026 den Betrieb aufnehmen, während für die zweite Phase die kommerzielle Betriebsaufnahme im ersten Quartal 2027 angepeilt wird. Neben der kleineren fünfjährigen Malaysia-Vereinbarung veranschaulicht der Norwegen-Vertrag die Bandbreite langfristiger Verpflichtungen, die Bitdeer über sein Portfolio hinweg aufbaut.
Bitdeer betreibt weiterhin Bitcoin-Mining-Aktivitäten in den Vereinigten Staaten, in Bhutan, Norwegen und Äthiopien. Gleichzeitig schaffen langfristige Computing-Vereinbarungen eine zusätzliche Einnahmequelle über das bestehende Energie- und Rechenzentrumsportfolio des Unternehmens. Der Malaysia-Vertrag verknüpft diese Expansionsstrategie zudem unmittelbar mit Bitdeers geplantem 350-MW-Infrastrukturaufbau, wobei die Leistungsbeginne in Norwegen und Malaysia jeweils im Jahr 2027 liegen.