AST SpaceMobile (ASTS) steht vor Q2-2026-Zahlen mit Fokus auf Satellitenfortschritt
Wichtige Erkenntnisse
- •AST SpaceMobile wird voraussichtlich einen bereinigten Q2-2026-Verlust von 28–32 Cent pro Aktie bei einem Umsatz von rund 34,4–35 Millionen US-Dollar melden – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem 66-Cent-Verlust aus Q1 bei 14,73 Millionen US-Dollar Umsatz.
- •Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 von 150–200 Millionen US-Dollar bestätigt, obwohl die Umsatzerwartungen im Q1 verfehlt wurden.
- •AST SpaceMobile hat Anfang August 2026 die BlueBird-Satelliten 11, 12 und 13 gestartet. Die Produktion ist bis Satellit 42 fortgeschritten und signalisiert einen schneller als erwarteten Fertigungshochlauf.
- •Analysten schätzen, dass der Beta-Commercial-Service in Nordamerika mit nur 20 operationellen Satelliten beginnen könnte, wodurch die Zeitplanangaben des Managements zu einem zentralen Fokus für Anleger werden.
- •Unter den 13 ASTS abdeckenden Analysten halten vier das Papier auf Buy-Niveau, sieben auf Hold und zwei auf Sell. Das durchschnittliche Kursziel von 80,48 US-Dollar impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 12 % gegenüber dem aktuellen Kurs von 71,94 US-Dollar.

AST SpaceMobile (NASDAQ: ASTS) wird heute nach Börsenschluss seine Q2-Ergebnisse für 2026 veröffentlichen. Der Wall-Street-Konsens geht von einem bereinigten Verlust von rund 28 bis 32 Cent pro Aktie bei einem Umsatz von etwa 34,4 bis 35 Millionen US-Dollar aus.
Das wäre eine Verbesserung gegenüber dem Q1 2026, als das Unternehmen einen Verlust von 66 Cent pro Aktie bei einem Umsatz von nur 14,73 Millionen US-Dollar verzeichnete und den Konsens von 37,48 Millionen US-Dollar deutlich verfehlte. AST SpaceMobile hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 von 150 bis 200 Millionen US-Dollar bestätigt.
Aktuelle Aktienkursentwicklung
Die ASTS-Aktie notiert bei 71,94 US-Dollar und gibt am Tag 2,86 % nach. Seit Jahresbeginn hat die Aktie 2,42 % verloren, bleibt aber über die vergangenen 12 Monate mit einem Plus von 56,66 %. Die Aktie hat sich vom 52-Wochen-Hoch von 133,86 US-Dollar deutlich zurückgezogen, handelt aber weiterhin deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 36,08 US-Dollar.
AST SpaceMobile hat die bereinigten EPS- und Umsatzerwartungen der Wall Street in den vergangenen acht Quartalen nur einmal übertroffen. Die Reaktionen auf die Quartalszahlen waren bei den vier aktuellsten Berichten gemischt – die Aktie stieg in zwei Quartalen und fiel in den anderen beiden.
Satellitenausrollung und Zeitplan für kommerzielle Dienste
Es wird erwartet, dass die Aufmerksamkeit der Anleger über die Finanzergebnisse hinaus auch der Roadmap für kommerzielle Dienste gilt. AST SpaceMobile hat Anfang August 2026 erfolgreich die BlueBird-Satelliten 11, 12 und 13 gestartet. Die Fertigung ist bis Satellit 42 vorangeschritten, was auf einen schneller als erwartet verlaufenden Produktionshochlauf hindeutet.
Das Tempo der Ausrollung ist entscheidend, da das Kernversprechen von AST SpaceMobile – die direkte Anbindung Standard-Smartphones ohne Modifikation an Satelliten in Gebieten ohne terrestrische Abdeckung – eine umfangreiche Satellitenkonstellation erfordert, bevor nennenswerte kommerzielle Erlöse fließen können. Das Unternehmen ist einer von mehreren Akteuren, darunter SpaceX' Starlink und Lynk Global, die im Direct-to-Device-Markt frühe Positionen aufbauen wollen, wodurch Umsetzungskapazitäten zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal werden.
Analysten gehen davon aus, dass der Beta-Commercial-Service in Nordamerika mit nur 20 operationellen Satelliten beginnen könnte. Jede konkrete Zeitplanangabe des Managements zu diesem Meilenstein wird genau beobachtet.
Auch die europäischen Integrationstests wurden ausgeweitet, wobei AST SpaceMobile mit großen Mobilfunknetzbetreibern in acht Ländern zusammenarbeitet.
Bedenken auf der Nachfrageseite
Auf der Nachfrageseite bleiben Fragen offen. Ein Analyst wies darauf hin, dass der Direct-to-Device-Datenverkehr von T-Mobile in der Hochsaison im Sommer nur 0,0003 % der gesamten Netzauslastung ausmachte. Dies wirft Fragen auf, wie groß das Interesse der Verbraucher an Satellitenkonnektivität in Märkten mit bereits robuster terrestrischer Abdeckung tatsächlich ist. Dadurch erhält der earnings call besondere Bedeutung für Anleger, die frühe Adoptionsdaten suchen, um die Wachstumsstory des Unternehmens zu validieren. Kommentare des Managements zu Neukundenzuwächsen, Vermarktungsplänen der Netzbetreiber und der Entwicklung von Anwendungsfällen – wie etwa Notfallmessaging versus durchgehende Konnektivität – werden Anlegern helfen einzuschätzen, ob sich die Nachfrage in dem Tempo entwickelt, das die Bewertung impliziert.
Analystenabdeckung und Stimmungsbild
Die Analystenstimmung hat sich in den letzten Wochen positiver entwickelt. Im Juli stufte Mike Crawford von B. Riley ASTS von Neutral auf Buy hoch. Piper Sandler nahm die Aktie mit einem Overweight-Rating und einem Kursziel von 100 US-Dollar in die_coverage auf.
Von den 13 das Wertpapier abdeckenden Analysten stufen vier die Aktie als Buy ein, sieben als Hold und zwei als Sell. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 80,48 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 12 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht. Ein separater Dreimonatskonsens legt das durchschnittliche Kursziel auf 88,87 US-Dollar fest, was auf ein mögliches Aufwärtspotenzial von bis zu 25 % hindeutet.
AST SpaceMobile hat derzeit eine Marktkapitalisierung von 27,92 Milliarden US-Dollar und ein negatives Forward-KGV von 44, was bedeutet, dass die Bewertung fast vollständig auf zukünftigem Umsatzpotenzial statt auf aktuellen Gewinnen basiert.
Das Handelsvolumen im Prämarkt war im Vorfeld des Berichts auffallend gering: Nur 2,59 Millionen Aktien wechselten den Besitzer, verglichen mit dem dreimonatigen Tagesdurchschnitt von 20,44 Millionen Aktien.