Aktuelle Aktien-Beobachtungsliste: Apple (AAPL), Oracle (ORCL), Adobe (ADBE), AeroVironment (AVAV) und Exxon Mobil (XOM) im Fokus diese Woche
Wichtige Erkenntnisse
- •Die CPI-Veröffentlichung für August am Freitag ist der letzte wichtige Wirtschaftsdatenpunkt vor der Fed-Sitzung am 15. bis 16. September; Fed-Funds-Futures implizieren eine Wahrscheinlichkeit von etwa 57% für eine Zinserhöhung.
- •Apples Veranstaltung am Mittwoch dürfte das iPhone 18 Pro und Pro Max sowie möglicherweise das erste faltbare iPhone des Unternehmens zeigen und damit die größte Designänderung seit Jahren sowie die erste große Einführung unter CEO John Ternus markieren.
- •Oracles Geschäftsjahreszahlen für das erste Quartal, die nach Börsenschluss am Donnerstag erwartet werden, dürften einen Umsatz von rund 19.1 Milliarden Dollar ausweisen, etwa 28% über dem Vorjahr, wobei der Fokus auf dem KI-getriebenen Wachstum von Oracle Cloud Infrastructure liegt.
- •Adobes Quartalsprognose sieht einen Umsatz von 6.67 Milliarden Dollar bis 6.72 Milliarden Dollar und ein non-GAAP-Ergebnis von 6.05 bis 6.10 Dollar je Aktie vor, während Fragen offen bleiben, ob Firefly-KI Creative Cloud gegen kostengünstige generative Wettbewerber verteidigen kann.
- •AeroVironment meldet am Mittwoch Ergebnisse des ersten Geschäftsjahresquartals, nachdem das Unternehmen einen 51-Millionen-Dollar-Auftrag der U.S. Army für Switchblade-600-Loitering-Munition-Systeme erhalten hat.

Kurzüberblick
- Apples mit Spannung erwartete jährliche Präsentation findet am Mittwoch statt; Spekulationen drehen sich um ein mögliches faltbares iPhone-Modell.
- Oracles Earnings-Call am Donnerstag rückt das KI-getriebene Wachstum der Cloud-Infrastruktur-Umsätze in den Mittelpunkt.
- Adobe-Anleger warten auf Klarheit darüber, wie sich KI-Innovationen auf die Kundenbindung von Creative Cloud auswirken.
- AeroVironment veröffentlicht am Mittwoch nach bedeutenden militärischen Vertragsabschlüssen seine Quartalsergebnisse.
- Die CPI-Daten für August am Freitag könnten für die bevorstehenden Zinserwägungen der Federal Reserve ausschlaggebend sein.
Anleger stehen vor einer komprimierten Handelswoche mit vier Tagen, die vollgepackt ist mit wichtigen Unternehmensmeldungen und zentralen Wirtschaftsdaten. Da die Märkte am Montag wegen des Labor Day geschlossen sind, konzentriert sich das Geschehen auf die Sitzungen von Dienstag bis Freitag.
Das bedeutendste makroökonomische Ereignis der Woche ist am Freitag die Veröffentlichung der Consumer Price Index-Zahlen für August. Jüngste Beschäftigungsdaten, die die Prognosen übertroffen haben, haben die Erwartungen an mögliche Maßnahmen der Federal Reserve auf der Sitzung am 15. und 16. September bereits erhöht. Die aktuellen Fed-Funds-Futures preisen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 57% für eine Zinserhöhung ein. Der Inflationsbericht ist der letzte große Wirtschaftsdatenpunkt vor dieser Sitzung, weshalb die Veröffentlichung am Freitag für zinssensitive Sektoren wie Versorger, Immobilien und hoch bewertete Technologiewerte besonderes Gewicht hat.
Am Donnerstag folgt die Veröffentlichung des Producer Price Index, wodurch die letzten beiden Handelstage der Woche für zinssensitive Aktien besonders wichtig werden. Die aufeinanderfolgenden CPI- und PPI-Daten geben Anlegern ein vollständigeres Bild davon, ob der Inflationsdruck auf Verbraucher- und Großhandelsebene anhält.
Unternehmensgewinne im Fokus
Apple veranstaltet am Mittwoch seine jährliche Produktpräsentation. Marktbeobachter rechnen mit der Vorstellung der Varianten iPhone 18 Pro und Pro Max, möglicherweise ergänzt um das erste faltbare iPhone des Unternehmens. Eine solche Einführung würde die bislang größte Veränderung am physischen Design des iPhone seit mehreren Jahren darstellen. Sie käme zudem inmitten eines breiteren Branchenwandels, da Samsung und Google bereits faltbare Geräte auf den Markt gebracht haben und Apple damit zu den letzten großen Smartphone-Herstellern zählt, die in dieses Segment eintreten. Die Veranstaltung markiert außerdem die erste bedeutende Produkteinführung unter dem neu ernannten CEO John Ternus. Marktteilnehmer werden Preisstrategien, Starttermine und jede Stellungnahme zu zuvor verschobenen Funktionen im Bereich der künstlichen Intelligenz genau prüfen, da Apples Schwierigkeiten bei der Umsetzung seiner KI-Roadmap bereits für Unmut unter Anlegern gesorgt haben.
Oracle legt nach Börsenschluss am Donnerstag die Finanzzahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres vor. Der Analystenkonsens erwartet einen Umsatz von knapp 19.1 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von etwa 28% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Mittelpunkt steht die Leistung von Oracle Cloud Infrastructure. Anleger wollen bestätigt sehen, dass die umfangreiche Pipeline an KI-bezogenen Aufträgen in tatsächliche Umsätze umgewandelt wird und zwar in einem Tempo, das die hohen Investitionen in Rechenzentren rechtfertigt. Die Ergebnisse erscheinen vor dem Hintergrund stark steigender Ausgaben für KI-Computing-Infrastruktur in der gesamten Cloud-Branche, in der Anbieter ihre Kapazitäten rasch ausbauen, um die Nachfrage von KI-Entwicklern zu bedienen. Investoren werden zudem auf Hinweise zu den remaining performance obligations achten, einer genau beobachteten Kennzahl für vertraglich zugesicherte künftige Umsätze.
Adobe veröffentlicht ebenfalls nach Handelsschluss am Donnerstag seine Quartalsergebnisse. Die bisherige Unternehmensprognose sah Quartalsumsätze zwischen 6.67 Milliarden Dollar und 6.72 Milliarden Dollar vor, bei einem non-GAAP-Ergebnis von 6.05 bis 6.10 Dollar je Aktie. Im Zentrum der Anlegerfragen steht, ob Adobes Firefly-KI-Angebote die Marktposition von Creative Cloud erfolgreich gegen neue, kostengünstige generative KI-Konkurrenten verteidigen, die die Hürde für die Erstellung von Bildern, Videos und Designarbeiten außerhalb klassischer Kreativ-Software gesenkt haben. Abonnementkennzahlen und annual recurring revenue werden genau unter die Lupe genommen.
AeroVironment veröffentlicht am Mittwoch nach Börsenschluss die Ergebnisse des ersten Quartals des Geschäftsjahres. Der auf Verteidigungstechnologie spezialisierte Konzern hatte kürzlich einen Auftrag der U.S. Army im Wert von 51 Millionen Dollar für Switchblade-600-Loitering-Munition-Systeme bekannt gegeben. Im Fokus der Analysten stehen der Ausbau des Auftragsbestands und der Ausblick des Managements vor dem Hintergrund der aktuellen Dynamik im Verteidigungsbudget, einschließlich der anhaltenden Nachfrage der USA und ihrer Verbündeten nach unbemannten Systemen und Loitering Munitions, geprägt durch den Krieg in der Ukraine und europäische Aufrüstungsverpflichtungen.
Exxon Mobil berichtet in dieser Woche zwar nicht über Gewinne, bleibt für Anleger aber weiter im Fokus. Die Rohölmärkte reagieren weiterhin empfindlich auf zunehmende diplomatische Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie auf mögliche Störungsszenarien rund um die Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus, einen Engpass, über den ein erheblicher Teil des weltweiten Seeölhandels läuft. OPEC+ kündigte am Sonntag an, die aktuellen Förderparameter für Oktober beizubehalten. Höhere Rohölpreise könnten zwar die Gewinne integrierter Produzenten wie Exxon stützen, zugleich aber den allgemeinen Inflationsdruck erhöhen, ein Faktor, der direkt in die vom Federal Reserve beobachteten CPI-Daten einfließt. Sollte die CPI-Veröffentlichung am Freitag die Erwartungen übertreffen, könnte dies zusätzliche Komplexität für die Bewertungen im Energiesektor und die gesamte Marktstimmung mit sich bringen.