IDC prognostiziert für Apples faltbares iPhone über 10 Millionen verkaufte Einheiten zu rund 2.500 US-Dollar
Wichtige Erkenntnisse
- •IDC erwartet, dass Apples erstes faltbares iPhone im ersten Jahr mehr als 10 Millionen Einheiten verkauft.
- •Das Gerät soll mehr als 2.550 US-Dollar kosten und im September erscheinen.
- •IDC geht davon aus, dass Apple rund 40 % der weltweiten Auslieferungen faltbarer Smartphones auf sich vereinen wird.
- •Die weltweiten Smartphone-Auslieferungen sollen 2026 um 16,7 % auf knapp über 1 Milliarde Einheiten sinken – der größte jemals verzeichnete Jahresrückgang.
- •Counterpoint zufolge war das iPhone 17 im zweiten Quartal 2026 das meistverkaufte Smartphone weltweit.

Die Marktforschungsfirma IDC prognostiziert, dass Apples erstes faltbares iPhone im ersten Verkaufsjahr mehr als 10 Millionen Einheiten absetzen wird.
Das Gerät soll laut dem aktuellen Ausblick des Unternehmens rund 2.500 US-Dollar kosten und im September in den schlechtesten Smartphone-Markt aller Zeiten eingeführt werden.
Wie groß wird Apples faltbares Smartphone?
Die International Data Corporation (IDC) hat ihre Prognose veröffentlicht, wonach Apples erstes faltbares iPhone innerhalb des ersten Jahres nach der Markteinführung mehr als 10 Millionen Einheiten verkaufen wird. IDC prognostiziert zudem, dass das Unternehmen rund 40 % der weltweiten Foldable-Auslieferungen auf sich vereinen wird.
Für das Gerät wird ein Durchschnittspreis von über 2.550 US-Dollar erwartet – rund 400 US-Dollar mehr als bei Samsung, dessen Z Fold8 Ultra in den Vereinigten Staaten bei 2.099 US-Dollar beginnt und die Foldable-Kategorie in den vergangenen sieben Jahren praktisch beherrscht hat.
IDC erwartet nun, dass die weltweiten Smartphone-Auslieferungen im Jahr 2026 um 16,7 % auf knapp über 1 Milliarde Einheiten sinken werden – der schlechteste Jahresrückgang, den die Branche je verzeichnet hat. Die Prognose stellt zudem eine deutliche Verschärfung gegenüber dem Rückgang von 13,9 % dar, den IDC erst drei Monate zuvor vorhergesagt hatte.
Der Rückgang wird durch Speicherchips angetrieben: Die Preise für NAND- und DRAM-Speicher sind im Jahresvergleich um mehr als 300 % gestiegen, und statt diese Herstellungskosten zu absorbieren, wälzen die Hersteller sie in Form deutlich höherer Preise auf die Käufer ab.
Laut IDC werden die durchschnittlichen Verkaufspreise innerhalb eines einzigen Jahres um 27,6 % auf 581 US-Dollar steigen. Das Segment unter 100 US-Dollar, das 2025 noch 173 Millionen Telefone umfasste, wird aus den Produktlinien der Hersteller gestrichen.
Faltbare Smartphones sind die einzige Kategorie, für die IDC eine positive Prognose hat. Das Unternehmen erwartet, dass das Segment in diesem Jahr um 12,6 % auf 22,9 Millionen Einheiten wächst und 2027 um weitere 18 % auf rund 27 Millionen Einheiten zulegt. Ohne Apples Markteintritt wäre das Segment stattdessen zweistellig geschrumpft.
Damit ist Apples erstes Foldable nicht nur als neue Produktkategorie für das Unternehmen bemerkenswert, sondern auch als potenzielle Nachfragequelle in einem Markt, der laut IDC sonst durch höhere Komponentenkosten und weniger Einsteigeroptionen unter Druck gerät. Nabila Popal, Senior Research Director bei IDC, erwartet, dass Apples faltbares Smartphone trotz des hohen Preises „in großem Umfang erfolgreich“ sein wird, und sagte, das Produkt richte sich an „eine sehr elitäre Gruppe von Verbrauchern“.
Apples iPhone 17 verkauft sich weiterhin stark
Counterpoint Research meldete in derselben Woche, dass das iPhone 17 im zweiten Quartal 2026 das meistverkaufte Smartphone weltweit war und 6 % der verkauften Einheiten auf sich vereinte. Apple belegte mit dem 17 Pro Max und dem 17 Pro auch die nächsten beiden Plätze.
Apples verkaufte Einheiten stiegen im Jahresvergleich um 5 %, obwohl der Smartphone-Markt insgesamt einen Rückgang verzeichnete. Karn Chauhan, Senior Analyst bei Counterpoint, sagte, die Zuwächse des Unternehmens ließen sich auf Indien, Japan, den Nahen Osten und Afrika zurückführen – hinzu kamen Verkäufe in Südkorea, die sich nahezu verdoppelten.
Welche Kennzeichnungen verlangt Europa von den Handyherstellern?
Die EU hat vorgeschrieben, dass jedes seit Juni 2025 auf den Markt gebrachte Telefon ein Energieetikett tragen muss, das eine Note zur Reparierbarkeit, einen Wert für die Akkulaufzeit und eine Bewertung für das Überstehen wiederholter Stürze ausweist.
Das iPhone 17 Pro Max trägt die Reparierbarkeitsklasse C, Klasse B für wiederholten freien Fall bei 180 Stürzen sowie 1.000 Akku-Ladezyklen. Samsungs Galaxy Z Fold 7 schlägt es bereits in zwei dieser drei Kategorien – mit Klasse A beim freien Fall und 2.000 Ladezyklen – und erreicht Apples Klasse C bei der Reparierbarkeit.
Die EU-Verordnung 2023/1670 nimmt lediglich Telefone aus, deren Bildschirme sich ein- und ausrollen lassen – nicht Geräte, die über ein Scharnier gefaltet werden. Das faltbare iPhone unterliegt damit derselben Untergrenze von 800 Ladezyklen und derselben Anforderung, sieben Jahre lang Ersatzteile bereitzustellen.