Allseas gewinnt Auftrag für die Verlegung einer kanadischen LNG-Pipeline
Wichtige Erkenntnisse
- •Allseas wird für das PRGT-Projekt rund 50 km einer mit Beton beschwerten Unterwasserpipeline verlegen.
- •Der Offshore-Abschnitt verbindet das Onshore-Transportsystem mit der geplanten schwimmenden LNG-Anlage auf Pearse Island.
- •Die Verlegearbeiten sind für 2029 geplant und sollen mit den Schiffen Solitaire und Sandpiper erfolgen.
- •Zum Umfang gehören Küstendurchquerungen, Anschlüsse, Grabungsarbeiten, Trassenstabilisierung und die Korrektur von Spannweiten.
- •Nach der Inbetriebnahme soll das PRGT-System Erdgasexporte, Energiesicherheit und wirtschaftliche Entwicklung in British Columbia unterstützen.

Western LNG hat dem in der Schweiz ansässigen Meerbau-Spezialisten Allseas einen Auftrag zur Installation des wichtigen Unterwasserabschnitts der Prince Rupert Gas Transmission (PRGT)-Pipeline in Nordwestkanada erteilt.
Die Unterwasserpipeline liegt in den abgelegenen Gewässern im Nordwesten von British Columbia nahe der Grenze zu Alaska und bildet das letzte Bindeglied in einem 700 km langen System, das kanadisches Erdgas zur geplanten LNG-Exportanlage Ksi Lisims an der Pazifikküste transportieren soll. Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist der Offshore-Abschnitt der Teil, der die inlandseitige Transporttrasse physisch mit dem Verflüssigungsstandort verbindet und damit die marine Installation zu einem entscheidenden Schritt macht, bevor die gesamte Exportkette abgeschlossen werden kann.
Der Leistungsumfang von Allseas umfasst rund 50 km 36- und 48-Zoll-Pipeline mit Betonbeschwerung, die das Onshore-Transportsystem mit der geplanten schwimmenden LNG-Anlage auf Pearse Island verbindet. Die Offshore-Installationsarbeiten sind für 2029 vorgesehen.
Die Verlegeschiffe Solitaire und Sandpiper werden die Arbeiten in Wassertiefen von der Küstenlinie bis zu etwa 450 m ausführen.
Zum Umfang gehören mehrere Küstendurchquerungen, Einschwimm- beziehungsweise Einzugsarbeiten an Land, oberwasserige Anschlüsse, Grabungsarbeiten, Trassenstabilisierung sowie die Korrektur von Spannweiten vor und nach der Verlegung. Dies gehört zu den ingenieurtechnischen und maritimen Bauarbeiten, die typischerweise erforderlich sind, um lange Unterwasserpipelines in Küstengewässern zu verlegen und sie für die spätere Inbetriebnahme vorzubereiten.
Nach der Inbetriebnahme soll das PRGT-System einen neuen Absatzweg für kanadisches Erdgas eröffnen, Exportmöglichkeiten erweitern, die langfristige Energiesicherheit stärken und die wirtschaftliche Entwicklung in British Columbia unterstützen. Der Auftrag ist zudem ein weiterer Meilenstein für das Ksi Lisims-LNG-Projekt, das für die Versorgung mit Feedgas auf die Pipelineverbindung angewiesen ist.