NachrichtenMakroAlan Ritchsons Trump-Kritik löst MAGA-Gegenreaktion aus

Alan Ritchsons Trump-Kritik löst MAGA-Gegenreaktion aus

Autor: Alternet·

Wichtige Erkenntnisse

  • Ritchson äußerte sich in Podcast-Auftritten, während er für die vierte Staffel von Reacher und für Motor City warb.
  • Er kritisierte Trump wegen dessen Verbindung zu Jeffrey Epstein und äußerte Bedenken über Trumps Zugriff auf nukleare Startcodes.
  • Ritchson griff in einem weiteren Interview auch das aktuelle politische Klima in Washington an.
  • MAGA-nahe Persönlichkeiten, darunter Kevin Sorbo, Mike Binder und Tim Pool, reagierten mit öffentlicher Kritik auf X.
  • Die Gegenreaktion zeigt, wie Unterhaltungspromotion politisch aufgeladen werden und von den beworbenen Projekten ablenken kann.
Alan Ritchsons Trump-Kritik löst MAGA-Gegenreaktion aus

Alan Ritchson, der 43-jährige Schauspieler, der vor allem für seine Hauptrolle in der erfolgreichen Amazon-Prime-Serie Reacher bekannt ist, hat nach deutlicher Kritik an Präsident Donald Trump in jüngsten Podcast-Interviews scharfe Gegenreaktionen pro-Trump-naher Stimmen ausgelöst, darunter Vorwürfe, die Trump mit Jeffrey Epstein in Verbindung bringen.

Ritchsons Äußerungen, die sich in den sozialen Medien rasch verbreiteten, fielen in einem Auftritt im Podcast des Unterhaltungsjournalisten Josh Horowitz, "Happy Sad Confused". Der Schauspieler ist derzeit auf Pressetour, um für die kommende vierte Staffel von Reacher sowie seinen jüngsten Film Motor City zu werben. Die Gegenreaktion unterstreicht die zunehmend angespannte Schnittstelle zwischen Hollywood-Promotionzyklen und parteiischer Medienlandschaft, in der Promotion-Interviews schnell zu politischen Brennpunkten werden können, die die beworbenen Projekte in den Hintergrund drängen.

Im Interview kritisierte Ritchson Trump wegen dessen Verbindungen zu Jeffrey Epstein und warf dem Präsidenten vor, "all up into 13-year-olds" zu sein, während er zugleich die Kontrolle über "the keys to the nuclear"-Startcodes habe. Trump und Epstein waren in den 1980er- und 1990er-Jahren dafür bekannt, sich in denselben Kreisen in New York und Palm Beach zu bewegen, obwohl Trump nicht wegen mit Epsteins Verurteilung zusammenhängender Straftaten beschuldigt wurde. Flugprotokolle und andere im Rahmen von Gerichtsverfahren veröffentlichte Dokumente haben die Verbindung wiederholt ins öffentliche Interesse gerückt.

In einem weiteren Podcast-Auftritt verschärfte Ritchson seine Kritik am aktuellen politischen Klima. "Look at the politics that we deal with right now. Like, the White House is in ruins, a f—— UFC cage on the lawn. And like, you just do it! You just f—— do it! And nobody says anything!" sagte er.

Obwohl Reacher weithin als Serie mit starker Anziehungskraft auf konservative Zuschauer gilt — die Figur, basierend auf Lee Childs erfolgreicher Romanreihe, ist ein umherziehender ehemaliger Militärpolizei-Ermittler, dessen selbstjustizähnliche Gerechtigkeit und rauer Individualismus über das politische Spektrum hinweg Anklang finden — hat Ritchson seine linksgerichteten politischen Ansichten nie verborgen. Zuvor ging er online viral wegen Fotos, auf denen er ein Shirt mit der Aufschrift "Arrest the cops who killed Breonna Taylor" trug. In einem Interview von 2024 bezeichnete er Trump als "a con man" und kritisierte andere Christen dafür, den Präsidenten "like he's their poster child" zu behandeln. Er behauptete zudem einmal, Mitschüler des ehemaligen GOP-Abgeordneten Matt Gaetz gewesen zu sein, den er als "adversary" und "not a good dude" bezeichnete.

Die Reaktion aus dem MAGA-Lager fiel prompt aus, wie The Daily Beast berichtete.

"Alan Ritchson has decided the best use of his time is to attack Trump, and to throw a few jabs in at Catholics for some reason," schrieb der Trump-Unterstützer und Schauspieler Kevin Sorbo auf X. "You'd think he'd be smart enough to keep his mouth shut because fans of Reacher happen to also be right-wing. But nope."

Auch der Filmemacher Mike Binder äußerte sich auf X: "Why would he piss off half the public as he builds a career? I felt bad for him but worse for the folks that bankrolled him."

Der konservative Kommentator Tim Pool reagierte auf die Äußerungen des Schauspielers und schrieb auf X: "Its wild how many of these people can't articulate why they are mad." Der Austausch spiegelt ein breiteres Muster wider, in dem Stars aus der Streaming-Ära sofort und organisiert auf sozialen Medien Gegenwind erfahren, was sowohl die öffentliche Wahrnehmung als auch potenziell das Publikumsinteresse an ihren Projekten beeinflussen kann.