Airlink verteidigt tieffliegenden Überflug über Springboks-Spiel nach Online-Kritik
Wichtige Erkenntnisse
- •Flightradar24-Daten zeigten, dass eines der beiden Airlink-Jets beim Überflug das Dach des DHL Stadiums in Kapstadt um weniger als 15 Meter überflog.
- •Die Muttergesellschaft von Airlink erklärte, das Manöver sei innerhalb genehmigter und einstudierter Sicherheitsgrenzen für Höhe und Geschwindigkeit durchgeführt worden.
- •Jedes Flugzeug wurde von einer Besatzung aus drei erfahrenen Kapitänen gesteuert, die als Kommandant, Copilot und Sicherheits-/Technikoffizier fungierten.
- •Tiefflüge von Verkehrsflugzeugen über vollen Stadien sind weltweit selten; solche Vorführungen bleiben üblicherweise Militärteams vorbehalten.
- •Airlink soll innerhalb von drei Wochen einen dritten Überflug im 95.000 Zuschauer fassenden FNB Stadium in Soweto durchführen; die Serie zwischen Springboks und All Blacks steht 1-1.

Airlink, die von Qatar Airways unterstützte südafrikanische Fluggesellschaft, hat einen doppelten Vorbeiflug über dem Rugby-Test Südafrikas gegen Neuseeland verteidigt, nachdem das Manöver online Kritik ausgelöst hatte.
Zwei Verkehrsflugzeuge flogen über das DHL Stadium in Kapstadt, wobei die Flugtracking-Website Flightradar24 meldete, dass eines der beiden Flugzeuge das Dach der Arena um weniger als 15 Meter überflog. Ob die Aktion Können oder Leichtsinn demonstrierte, ist seither Gegenstand einer hitzigen Online-Debatte, doch die Muttergesellschaft SA Airlink Pty Ltd erklärte, das Manöver sei innerhalb „genehmigter und einstudierter Sicherheitsgrenzen für Höhe und Geschwindigkeit des Vorbeiflugs“ durchgeführt worden.
Airlink statement on the flyby at Cape Town DHL Stadium #ArriveAlive #Flyby @Fly_Airlink @Springboks @AllBlacks @RugbyFifteen @Dotransport pic.twitter.com/iO3VbrTaS5 — Arrive Alive (@_ArriveAlive) August 30, 2026
Die Debatte verdeutlicht den ungewöhnlichen Charakter des Ereignisses: Tiefflüge von Verkehrsflugzeugen über vollen Stadien sind in weiten Teilen der Welt selten, da solche Vorführungen üblicherweise Militärformationen vorbehalten sind, die unter eigenen regulatorischen Rahmenbedingungen operieren.
Die Airline hatte bereits beim ersten Test einer Vierspielserie zwischen den Springboks und den All Blacks einen Zwei-Flugzeug-Überflug durchgeführt. Das Spiel der nächsten Woche findet in Johannesburg statt, wobei die Serie 1-1 ausgeglichen ist, und ein viertes prominentes Spiel wird im M&T Bank Stadium in Baltimore ausgetragen.
Airlinks Sicherheitsdemonstration
In ihrer Erklärung hob die Airline die Erfahrung ihrer Besatzungen hervor: „Die beiden Flugzeuge wurden von hoch erfahrenen Besatzungen geflogen, die jeweils aus drei erfahrenen Kapitänen bestanden, welche die Rollen von Kommandant, Copilot und Sicherheits-/Technikoffizier innehatteten.“
Südafrika hat eine lange Geschichte von Überflügen mit Verkehrsflugzeugen bei Rugby-Länderspielen. Eine Boeing 747 der South African Airways flog 1995 vor der Rugby-Weltmeisterschaft spektakulär über das Ellis-Park-Stadion. Anderswo, etwa in den Vereinigten Staaten, werden solche Vorbeiflüge häufiger von Militärjets durchgeführt.
Airlink wird am Wochenende einen dritten Überflug innerhalb von drei Wochen im 95.000 Zuschauer fassenden FNB Stadium in Soweto durchführen – ein Zeitplan, der die Airline im Blickfeld der Öffentlichkeit hält, solange die Online-Diskussion über das Manöver in Kaptown anhält.
Neuseeland ging in der als „Rugby’s Greatest Rivalry“ bezeichneten Serie – ein monatelanger Wettstreit, vergleichbar mit den Touren der British and Irish Lions – früh in Führung, mit einem 33-16-Sieg über die Springboks in Johannesburg. Der Gastgeber glich die Serie jedoch in Kapstadt aus und besiegte die All Blacks mit 33-26.