NachrichtenRohstoffe & ForexWTI-Rohöl schließt bei 84,50 $, plus 2,55 %, da Hormuz-Risiken die Nachfrage- und OPEC+-Belastungen ausgleichen

WTI-Rohöl schließt bei 84,50 $, plus 2,55 %, da Hormuz-Risiken die Nachfrage- und OPEC+-Belastungen ausgleichen

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • WTI-Rohöl beendete die Sitzung bei 84,50 $, plus 2,10 $ bzw. 2,55 %.
  • Der geringere Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz stützt die Preise, da er Sorgen über Lieferunterbrechungen verstärkt.
  • Festgefahrene Gespräche zwischen den USA und dem Iran halten eine geopolitische Risikoprämie im Rohöl.
  • Alternative Exportwege, schwächere Nachfrageerwartungen und geplante OPEC+-Fördererhöhungen begrenzen die Zugewinne.
  • WTI stieg über 83,87 $ und über das Swing-Hoch der vergangenen Woche nahe 84,54 $, was den kurzfristigen technischen Ausblick verbessert.
WTI-Rohöl schließt bei 84,50 $, plus 2,55 %, da Hormuz-Risiken die Nachfrage- und OPEC+-Belastungen ausgleichen

Die Ölpreise schlossen deutlich höher, wobei der US-Benchmark WTI-Rohöl in den letzten Handelsstunden nach oben beschleunigte. Der Kontrakt schloss bei 84,50 $, ein Plus von 2,10 $ bzw. 2,55 % am Tag.

Die Straße von Hormuz bleibt der zentrale fundamentale Treiber hinter der Bewegung, da der stark reduzierte Schiffsverkehr weiterhin Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen im Nahen Osten schürt. Die Wasserstraße ist einer der wichtigsten Öl-Engpässe der Welt — laut der U.S. Energy Information Administration werden dort normalerweise rund ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls, also etwa 20 Millionen Barrel pro Tag, transportiert — sodass schon die Gefahr einer Störung für das globale Angebot erhebliches Gewicht hat. Gleichzeitig bleiben die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran festgefahren, wodurch eine geopolitische Risikoprämie in den Rohölpreisen enthalten bleibt.

Dem Aufwärtstrend wirken jedoch begrenzende Kräfte entgegen. Produzenten am Golf finden weiterhin alternative Routen, um Barrel zum Markt zu bringen, was einige der unmittelbaren Angebotsängste mindert, während schwächere Erwartungen für die weltweite Nachfrage und Pläne für eine höhere Förderung durch OPEC+ — den Zusammenschluss von OPEC-Mitgliedern und verbündeten Produzenten einschließlich Russland — mögliche Gegenwinde bleiben.

Das Ergebnis ist ein Markt, der zwischen zwei konkurrierenden Kräften gefangen bleibt: Angebotsrisiken im Nahen Osten stützen die Preise, während Nachfragesorgen und die Aussicht auf zusätzliches OPEC+-Angebot den Anstieg begrenzen.

Aus technischer Sicht bewegte sich WTI während eines Großteils der Sitzung über und unter seinem 100-Stunden-Durchschnitt bei 82,47 $, bevor die Käufer spät am Tag die deutlichere Kontrolle übernahmen. Der anschließende Anstieg führte den Preis über das Swing-Hoch der vergangenen Woche nahe 84,54 $, wobei das Tagestief bis auf 84,88 $ ausgedehnt wurde.

Die Rally drückte WTI außerdem über den 50%-Mittelpunkt des Rückgangs vom Hoch vom 23. Juli bis zum Tief vom 5. August, der bei 83,87 $ liegt — ein Bruch, der den bullischen technischen Ton verstärkt. Dieser Mittelpunkt diente zudem als enger Unterstützungsbereich.

Für die kommenden Tage wird 83,87 $ zu einem wichtigen Unterstützungsniveau. Ein Verbleib oberhalb dieses Mittelpunkts hält die Käufer klar in Kontrolle und lässt weiteres Aufwärtspotenzial offen. Ein Rückfall darunter würde den Schwung aus dem Ausbruch in der späten Sitzung nehmen und den Preis in Richtung des wichtigen 100-Stunden-Durchschnitts zurückführen können. Über den Chart hinaus liegen die nächsten Impulse bei den festgefahrenen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran, dem Umfang des Schiffsverkehrs durch Hormuz und dem Tempo, mit dem geplantes OPEC+-Angebot tatsächlich den Markt erreicht.