„Es ist eine Schande“: WSJ-Redaktion attackiert Brendan Carr nach einem Angriff auf die Presse auf Widerstand stößt
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Redaktionsseite des Wall Street Journal sagte, Brendan Carr habe ABCs Rundfunklizenzen bedroht und regulatorischen Druck gegen den Sender eingesetzt.
- •Die Redaktion argumentierte, der Streit mit ABC sei Teil einer breiteren Kampagne gegen Disney, und eine DEI-Prüfung könne als Vorwand dienen.
- •Carr habe Disneys DEI-Untersuchung angeführt, um eine frühe Überprüfung der Lizenzen von acht ABC-eigenen lokalen Sendern zu rechtfertigen, von denen keine vor 2028 ausläuft.
- •Die Redaktion sagte, die Klage könne helfen, ein Überschreiten der FCC zu begrenzen und die Grenzen regulatorischer Befugnisse über redaktionelle und Programmentscheidungen zu testen.
- •Die Redaktion erinnerte daran, dass Carr frühere Versuche kritisiert hatte, die FCC zur Zensur Trump-bezogener Ausstrahlungen zu nutzen, und dies als „dangerous and sweeping attempt“ bezeichnete, die Behörde zu instrumentalisieren.

Die Redaktionsseite des Wall Street Journal hat die neue Klage gegen die Federal Communications Commission von Präsident Donald Trump begrüßt und dem Vorsitzenden der Behörde, Brendan Carr, vorgeworfen, den Rundfunklizenzen politisch missliebiger Unternehmen zu drohen.
In einem Editorial schrieb die Redaktion, Carr habe „gedroht, die Lizenzen der ABC-Rundfunksender zu entziehen, versucht, politische Kontrolle über Gäste in der Tagesendung 'The View' auszuüben, und eine Untersuchung ihrer Beschäftigungspraktiken eingeleitet.“ Die Botschaft an Sender, so die Redaktion, laute im Kern: „Warnung an Sender: Kritisiert den Präsidenten nicht.“ Die Redaktion verwies darauf, dass Trumps Streit mit ABC bis in seine erste Amtszeit zurückreiche, als er sich über die aus seiner Sicht unfaire Nachrichtenberichterstattung des Senders beschwert habe, und dass unabhängig davon, wo Fernsehsender politisch einzuordnen seien, „Mr. Trump denkt, jede Kritik sei unfair.“
Die Redaktion verwies auch auf das, was sie als klare Spur von Belegen bezeichnete, die Carr hinterlassen habe, nachdem er damals gesagt hatte: „We can do this the easy way or the hard way. These companies can find ways to take action on Kimmel, or there is going to be additional work for the FCC ahead ... They have a license granted by us at the FCC, and that comes with it an obligation to operate in the public interest.“
Der Angriff der Regierung auf ABC sei in Wirklichkeit eine Fortsetzung ihres umfassenderen Feldzugs gegen Disney, argumentierte die Redaktion.
Die Verantwortlichen könnten behaupten, es gehe ausschließlich darum zu prüfen, ob Disneys Richtlinien zu diversity, equity, and inclusion diskriminierend seien, sagte die Redaktion, doch Carr scheine „den DEI-Prüfprozess als Vorwand zu nutzen“. Er habe die DEI-Untersuchung im April angeführt, um eine vorzeitige Überprüfung der Rundfunklizenzen für die acht lokalen Sendestationen zu rechtfertigen, die ABC direkt besitzt und betreibt. Keine dieser Lizenzen laufe vor 2028 aus, merkte die Redaktion an, und fügte hinzu, dass „die FCC noch nie gleichzeitig eine vorzeitige Überprüfung einer Gruppe von Senderlizenzen verlangt hat, die einem einzelnen Sendernetzwerk gehören“. Das mache den Streit zu mehr als einem unternehmerischen Konflikt zwischen ABC und Regulierern; er prüfe auch, wie weit die FCC gehen kann, wenn ihre Lizenzbefugnisse mit redaktionellen und Programmentscheidungen zusammentreffen, die normalerweise durch den Ersten Verfassungszusatz geschützt sind.
Da ABC nun mit einer neuen Klage zurückschlägt, schrieb die Redaktion, könnte es endlich eine Grenze für dieses Überschreiten geben. Der Fall rückt zudem allgemein in den Fokus, wie Sender, die für ihren Betrieb auf FCC-Lizenzen angewiesen sind, Druck zurückweisen können, den sie als über die normale Aufsicht hinausgehend betrachten.
Abschließend verwies die Redaktion auf die Ironie, dass Carr erst vor sechs Jahren „eine progressive Mediengruppe scharf dafür attackierte, dass sie die FCC aufgefordert hatte, Ausstrahlungen von Mr. Trumps Covid-Pressekonferenzen zu zensieren, und dies als 'dangerous and sweeping attempt by the left to weaponize the FCC' bezeichnete.“ Ihr Fazit: „Es ist eine Schande, dass Mr. Carr heute ABCs Rechte auf freie Meinungsäußerung nicht verteidigen wird.“