NachrichtenMakroDie walisische Regierung genehmigt Cierco Energys Llŷr schwimmendes Offshore-Windkraftwerk im Keltischen Meer

Die walisische Regierung genehmigt Cierco Energys Llŷr schwimmendes Offshore-Windkraftwerk im Keltischen Meer

Autor: Splash247·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die walisische Regierung hat die Genehmigung für Cierco Energys Llŷr-Windpark erteilt, wodurch das Testprojekt für schwimmende Offshore-Windkraft im Keltischen Meer in Richtung Bau voranschreiten kann.
  • Die erste Stromerzeugung aus dem Projekt ist für 2031 geplant, wobei die Entwicklung vor der Küste von Pembrokeshire vorgesehen ist.
  • Die walisische Regierung schätzt, dass das Projekt während der Bauphase rund 2.000 Arbeitsplätze schaffen und nach Inbetriebnahme zusätzliche qualifizierte Beschäftigung generieren könnte.
  • Schwimmende Windtechnologie nutzt am Meeresboden verankerte Plattformen, die die Installation von Turbinen in tieferen Gewässern ermöglichen, in denen fest verankerte Strukturen nicht realisierbar sind.
  • Das Keltische Meer gilt aufgrund günstiger Windbedingungen und geeigneter Wassertiefen als eine der vielversprechendsten Regionen Europas für die Entwicklung schwimmender Windkraft.
Die walisische Regierung genehmigt Cierco Energys Llŷr schwimmendes Offshore-Windkraftwerk im Keltischen Meer

Die walisische Regierung hat die Genehmigung für Cierco Energys Llŷr-Windpark erteilt und damit den Weg für das Testprojekt im Keltischen Meer frei gemacht, in Richtung Bau voranzuschreiten.

Das Projekt ist vor der Küste von Pembrokeshire in Südwestwales geplant. Es wird schwimmende Offshore-Windtechnologien erproben, die für den Einsatz in tieferen Gewässern und anspruchsvolleren maritimen Umgebungen konzipiert sind, in denen herkömmliche fest verankerte Windturbinen technisch weniger geeignet sind. Die erste Stromerzeugung aus dem Projekt ist für 2031 geplant.

Die Zustimmung ermöglicht es Cierco, in die nächste Phase der Projektvorbereitung einzutreten. Die Genehmigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Wales das Ziel verfolgt, bis 2030 70 % seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken, wobei Offshore-Windkraft neben der bestehenden Onshore-Windkraft- und Solarkapazität eine zunehmend wichtige Rolle spielen soll.

Wirtschaftliche und industrielle Auswirkungen

Die walisische Regierung erklärte, dass das Projekt während der Bauphase rund 2.000 Arbeitsplätze schaffen könnte, wobei nach Inbetriebnahme des Windparks weitere qualifizierte Beschäftigung erwartet wird. Beamte gehen zudem davon aus, dass die Entwicklung die lokale Lieferkette stärken und Möglichkeiten für walisische Unternehmen, Häfen und Universitäten schaffen wird. Häfen wie Milford Haven in Pembrokeshire haben sich bereits darauf ausgerichtet, Offshore-Windkraftaktivitäten zu unterstützen und nutzen dabei bestehende Energieinfrastruktur und maritime Arbeitskräfte.

Scott Harper, Chief Executive von Cierco Energy, erklärte, dass das Projekt dazu beitragen könnte, Südwestwales als Zentrum für Offshore-Windinnovation, fortschrittliche Ingenieurstechnik und erneuerbare Energiekompetenz zu etablieren.

Schwimmende Windtechnologie und das Keltische Meer

Schwimmende Offshore-Windkraft unterscheidet sich von der herkömmlichen fest verankerten Offshore-Windkraft dadurch, dass die Turbinen auf Schwimmplattformen montiert sind, die am Meeresboden verankert werden. Dies ermöglicht die Installation in tieferen Gewässern weiter entfernt von der Küste. Die Technologie gilt als entscheidend für die Erschließung von Windressourcen in Gebieten, in denen der Meeresboden für fest verankerte Strukturen zu tief ist. Während fest verankerte Offshore-Windkraft kommerziell bereits gut etabliert ist, befindet sich die schwimmende Windkraft weltweit noch im Demonstrations- und frühen kommerziellen Stadium mit nur wenigen operativen Projekten weltweit.

Das Keltische Meer, das zwischen Wales und Irland liegt, wurde aufgrund seiner günstigen Windbedingungen und geeigneten Wassertiefen als eine der vielversprechendsten Regionen Europas für die Entwicklung schwimmender Windkraft identifiziert. The Crown Estate, die die Meeresbodenverpachtung rund um das Vereinigte Königreich verwaltet, hat Pläne für Verpachtungsrunden für kommerzielle schwimmende Windkraft im Keltischen Meer vorangetrieben und dabei das Interesse mehrerer Entwickler geweckt.

Llŷr soll Betriebserfahrung für schwimmende Windkraftsysteme unter diesen Bedingungen liefern. Von dem Projekt wird zudem erwartet, dass er dazu beiträgt, die industriellen Fähigkeiten aufzubauen, die für künftige kommerzielle schwimmende Windkraftentwicklungen im Keltischen Meer erforderlich sind.