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Visa meldet 160 mit Stablecoins verknüpfte Kartenprogramme

Autor: CoinLineup·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die von Visa gemeldete Zahl umfasst 160 mit Stablecoins verknüpfte Kartenprogramme, nicht 160 Karten, Karteninhaber oder Länder.
  • Es wurden keine Informationen zu Kundenzahlen, Transaktionsvolumen, Programmaktivität oder Verfügbarkeit bereitgestellt.
  • Der Zahl fehlen ein Berichtsdatum, eine Zählmethodik und ein Vergleichszeitraum. Daher lässt sich nicht belegt behaupten, dass sie ein Wachstum oder einen Meilenstein darstellt.
  • Die Quelle klärt nicht, wie Stablecoins Karten finanzieren, ob sie in konventionelle Währungen umgewandelt werden oder was Händler erhalten.
  • Einzelne Programme können unterschiedliche Designs und Funktionen verwenden. Die Zahl beschreibt daher kein einheitliches Zahlungsmodell.
Visa meldet 160 mit Stablecoins verknüpfte Kartenprogramme

Visa hat 160 mit Stablecoins verknüpfte Kartenprogramme gemeldet. Die Zahl zählt Programme und nicht Personen, Karten oder Transaktionen. Zusammen mit der Zahl wurden keine Daten zur Nutzung, zum Wachstum oder zur Verfügbarkeit bereitgestellt. Daher lässt sich daraus nicht ableiten, wie viele Kunden die Programme nutzen oder wie häufig sie verwendet werden.

Stablecoins sind Kryptowährungen, die darauf ausgelegt sind, einen relativ stabilen Wert zu halten, üblicherweise durch die Bindung an eine Währung wie den US-Dollar. Ein Kartenprogramm ist eine Vereinbarung, die ein Kartenherausgeber einrichtet, um Kunden Karten anzubieten. Die gemeldete Zahl von 160 bedeutet in diesem Fall nicht, dass Visa 160 Karten ausgegeben hat, 160 Karteninhaber betreut oder in 160 Ländern tätig ist. Ein Programm kann viele Kunden oder nur sehr wenige bedienen.

Das Ausgangsmaterial enthielt für diese Zahl kein Berichtsdatum, keine Methodik und keinen Vergleichszeitraum. Daher kann die Zahl als Zählung angegeben werden, ohne zusätzliche Informationen jedoch nicht als Einführung, Meilenstein oder Rekord bezeichnet werden.

Was „mit Stablecoins verknüpft“ bedeutet

Der Begriff „mit Stablecoins verknüpft“ weist auf eine Verbindung zwischen den Kartenprogrammen und Stablecoins hin. Das bereitgestellte Material erklärt jedoch nicht, wie diese Verbindung funktioniert. Mehrere Details müssten von Visa bestätigt werden, bevor die Zahlungsabläufe beschrieben werden könnten.

Erstens geht es um die Finanzierung: Woher stammt das Geld, das auf eine Karte geladen oder über sie ausgegeben wird? Zweitens geht es um die Umwandlung: Werden Stablecoins in eine konventionelle Währung getauscht, und wenn ja, zu welchem Zeitpunkt der Transaktion? Drittens geht es um die Abwicklung: Was erhält der Händler letztlich?

Die verfügbaren Informationen belegen nicht, dass Händler Stablecoins erhalten. Ebenso ist nicht belegt, dass alle 160 Programme dasselbe Zahlungsmodell verwenden. Kartenprogramme können sich zwischen verschiedenen Herausgebern erheblich unterscheiden.

Einzelne Herausgeber haben Kryptokartenprodukte im Visa-Netzwerk entwickelt. So bietet MEXC beispielsweise eine Visa-Karte mit USDT-Cashback und Apple-Pay-Unterstützung an (Quelle). Dieses Beispiel veranschaulicht die Bandbreite möglicher Funktionen innerhalb einer Programmzählung, zeigt jedoch nicht, dass alle 160 Programme dasselbe Design haben.

Was die Zahl über die Akzeptanz aussagt

Die Zahl von 160 ist ein Ausgangspunkt und kein Maß für die Nutzung. Sie zeigt weder, wie viele Verbraucher die Karten besitzen, wie viel sie ausgeben noch ob die Programme aktiv sind.

Die Aussage, dass die Zahl ein Wachstum darstellt, würde einen datierten Vergleich mit einer früheren Zählung sowie eine einheitliche Methode zur Definition und Zählung der Programme voraussetzen. Beides wurde nicht bereitgestellt. Daher wäre jede Aussage über eine Ausweitung nicht belegt.

Auch andere wichtige Details fehlen. Die verfügbaren Informationen zeigen nicht, wie viele Programme aktiv und verfügbar sind, wie viele tatsächlich genutzt werden statt inaktiv zu sein oder welche Nutzungskennzahlen vorliegen. Ohne diese Informationen kann die Zahl weder eine Prognose zur Akzeptanz noch eine Aussage über Marktauswirkungen stützen. Weitere Berichte müssten das Datum und die Methodik der Zählung klären, aktive Programme von angekündigten oder inaktiven Programmen unterscheiden und Nutzungsdaten liefern, bevor das Ausmaß der Kartennutzung bewertet werden könnte.

Es gibt ein breiteres Interesse an regulierten Stablecoin-Zahlungen. In Europa haben beispielsweise neun Schweizer Institutionen einen an den Schweizer Franken gebundenen CHFD-Stablecoin getestet (Quelle). Aufsichtsbehörden wie die Banca d’Italia haben sich unterdessen für eine Überprüfung von Kryptotransfers ausgesprochen (Quelle). Diese Entwicklungen liefern einen breiteren Kontext, bestätigen jedoch nichts über die von Visa gemeldete Zahl.

Für Krypto-Inhaber zeigt die Zahl der Programme, dass die zugrunde liegende Zahlungsinfrastruktur existiert. Sie zeigt jedoch nicht, dass Verbraucher sie nutzen. Wer eine Stablecoin-Karte bewertet, müsste die Bedingungen des jeweiligen Programms prüfen, da die Zahl von 160 nicht erklärt, wie eine einzelne Karte finanziert wird, wie Vermögenswerte umgewandelt werden oder wie Transaktionen abgewickelt werden.

Quelle: CoinLineup

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und Märkte für digitale Vermögenswerte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Führen Sie stets eigene Recherchen durch, bevor Sie Entscheidungen treffen.