Verus-Ethereum-Bridge zum zweiten Mal seit Mai für 7,54 Millionen Dollar gehackt
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Verus-Ethereum-Bridge wurde für approximately 7,54 Millionen Dollar exploitet, was die zweite Sicherheitskompromittierung innerhalb von weniger als drei Monaten darstellt.
- •Der Vorfall ist Teil einer breiteren Angriffswelle, bei der mehrere Protokolle innerhalb weniger Stunden gemeinsam rund 35 Millionen Dollar verloren.
- •Bei der ersten Sicherheitsverletzung im Mai 2026 gab der Angreifer 8,5 Millionen Dollar in ETH zurück und behielt ein Bounty ein; ob der aktuelle Exploit einen ähnlichen Verlauf nimmt, ist jedoch nicht bestätigt.
- •Die gesamte mit dem Exploit verbundene On-Chain-Aktivität kann über zwei markierte Ethereum-Adressen auf Etherscan unabhängig überprüft werden.
- •Die Wiederherstellbarkeit betroffener Nutzergelder und der Betriebsstatus der Bridge bleiben unbestimmt, bis das Verus-Team offizielle Erklärungen abgibt.

Die Verus-Ethereum-Bridge wurde für approximately 7,54 Millionen Dollar exploitet. Dies stellt die zweite Kompromittierung der Cross-Chain-Infrastruktur des Projekts innerhalb von weniger als drei Monaten dar und verschärft die Prüfung der Bridge-Sicherheit im gesamten Kryptowährungssektor.
Cross-Chain-Bridges wie die von Verus verbinden separate Blockchain-Netzwerke und ermöglichen es Nutzern, Vermögenswerte zwischen ihnen zu übertragen, indem Token auf einer Chain gesperrt und entsprechende Repräsentationen auf einer anderen ausgegeben werden. Da diese Systeme große gepoolte Reserven zur Sicherung von Übertragungen aufrechterhalten müssen, gehören sie seit jeher zu den lukrativsten Zielen im Bereich der dezentralen Finanzen. Zu den größten Bridge-Exploits zählen die Ronin-Network-Verletzung (625 Millionen Dollar, März 2022), der Wormhole-Angriff (325 Millionen Dollar, Februar 2022) und der Nomad-Bridge-Diebstahl (190 Millionen Dollar, August 2022). Diese gehören weiterhin zu den größten Diebstählen in der Geschichte der Kryptowährungen und bilden ein Muster, das der Verus-Vorfall nun fortsetzt.
Der Vorfall ist Teil einer breiteren Angriffswelle auf Bitcoin- und Ethereum-verbundene Protokolle. Laut CoinDesk verloren mehrere Projekte gemeinsam rund 35 Millionen Dollar bei mehreren Vorfällen, die innerhalb weniger Stunden aufeinanderfolgten.
Die mit dem Verus-Exploit verbundene On-Chain-Aktivität lässt sich über die markierte Ethereum-Adresse 0x65cb8b128bf6e690761044cceca422bb239c25f9 auf Etherscan nachverfolgen, auf der alle Überweisungen und Guthaben öffentlich sichtbar und unabhängig überprüfbar bleiben. Eine zweite zugehörige Adresse, 0x71518580f36feceffe0721f06ba4703218cd7f63, kann ebenfalls überwacht werden, um Geldbewegungen in Echtzeit zu verfolgen.
Wiederholtes Sicherheitsereignis verschärft Bedenken
Die neueste Sicherheitsverletzung ist kein isolierter Vorfall für das Verus-Projekt. Die Bridge wurde erstmals im Mai 2026 kompromittiert — ein Ereignis, das von der Blockchain-Sicherheitsfirma Halborn im Detail dokumentiert wurde. Bei diesem früheren Vorfall gab der Angreifer letztendlich 8,5 Millionen Dollar in ETH zurück, behielt jedoch ein Bounty ein — ein Ausgang, der die Wahrnehmung der Community in Bezug auf das Incident-Response des Projekts beeinflusste.
Ob der aktuelle Exploit einen ähnlichen Verlauf nehmen wird, ist noch nicht bestätigt. Eine wiederholte Kompromittierung innerhalb eines so kurzen Zeitraums unterstreicht anhaltende Sicherheitsherausforderungen rather als ein einmaliges Versagen und wirkt sich direkt auf das Vertrauen der Nutzer in die Fähigkeit des Protokolls aus, Cross-Chain-Übertragungen zu schützen. Es wirft auch die Frage auf, ob gängige Bridge-Designmuster — darunter Verwaltung von Validator-Sets, Multi-Signature-Kontrollen und Commit-Reveal-Mechanismen — eine angemessene Widerstandsfähigkeit gegen zunehmend anspruchsvollere Angriffsvektoren bieten.
Bridge-Exploits bleiben ein branchenweites Problem
Cross-Chain-Bridges bleiben über Blockchain-Ökosysteme hinweg ein bevorzugtes Ziel für Angreifer. In einem vergleichbaren Vorfall leerte ein AFX-Bridge-Exploit 24,15 Millionen Dollar in USDC. Darüber hinaus betraf ein NIGHT-Bridge-Exploit das Cardano-Ökosystem. Diese Ereignisse verdeutlichen gemeinsam, dass Schwachstellen in der Bridge-Infrastruktur nicht auf ein einzelnes Projekt beschränkt sind. Die Häufung von Vorfällen innerhalb kurzer Zeitfenster deutet darauf hin, dass Angreifer möglicherweise systematisch Bridge-Endpunkte in Phasen erhöhter Netzwerkaktivität testen.
Für betroffene Nutzer werden die aktuellsten Informationen direkt vom Verus-Team bezüglich des bestätigten Schadensumfangs und des aktuellen Betriebsstatus der Bridge erwartet. Bis zum Erscheinen offizieller Erklärungen kann die praktische Auswirkung auf Nutzer — einschließlich der Frage, ob eingezahlte Gelder wiederherstellbar sind — anhand der verfügbaren Beweise nicht bestimmt werden.
Beobachter können Entwicklungen unabhängig überprüfen, indem sie die referenzierten Ethereum-Adressen On-Chain überwachen, anstatt sich auf sekundäre Berichte zu verlassen.