FX-Optionsverfall am 7. September, 10 Uhr New Yorker Schnitt: USD/JPY-Strike bei 155,75 im Fokus
Wichtige Erkenntnisse
- •Ein großer USD/JPY-Optionsverfall bei 155,75 könnte mit Annäherung an den Verfall ein zähes, „angepinntes“ Preisverhalten am Strike verursachen.
- •Der Verfallslevel 155,75 deckt sich nicht mit wichtigen technischen Marken; die nächste größere Unterstützung liegt näher bei 155,00, was den Sog auf den Kurs begrenzt.
- •Der Pinning-Effekt ist weder bullish noch bearish und entsteht durch die Absicherung großer Optionspositionen von Händlern rund um den Strike.
- •Interventionsrisiken dominieren derzeit den USD/JPY-Handel nach dem scharfen Rückgang der Vorwoche; japanische Behörden haben bei raschen Yen-Bewegungen wiederholt interveniert.
- •Ein US-Feiertag dürfte die Liquidität verdünnen und Kursbewegungen potenziell verstärken – Bedingungen, die Tokio bei früheren Interventionen genutzt hat.

Im anstehenden Handelstag gibt es nur einen herausragenden Verfallstermin, der unten fett hervorgehoben ist: USD/JPY beim Level 155,75.
Unter normalen Umständen könnte der große Nennbetrag, falls USD/JPY unter 156,00 handelt, zu einem zäheren, stärker „angepinnten“ Preisverhalten und zu einer Verdichtung um den Strike herum beitragen, je näher der Verfall rückt. Im Grunde könnte sich die Marke somewhat wie eine Magnetzone verhalten, sie ist jedoch weder grundsätzlich bullish noch bearish und sollte nicht als garantiertes Ziel betrachtet werden. Dieser Pinning-Effekt entsteht, weil Händler, die große Optionspositionen absichern, tendenziell Spot-Währung kaufen oder verkaufen, wenn sich der Kurs dem Strike nähert, was Bewegungen um diesen Level bis zum Optionsverfall dämpft, wenn die Absicherung ausläuft.
Dass der Verfallslevel mit keiner wichtigen technischen Marke übereinstimmt, verringert zudem vorerst den möglichen Sog des Verfalls auf das Preisverhalten. Die nächste größere Unterstützung für USD/JPY wird erst näher bei 155,00 gesehen – also in einiger Entfernung vom oben genannten relevanten Verfallslevel.
Falls überhaupt, sollten Händler lediglich auf unruhigeres Trading achten, falls das Preisverhalten in das Verfallsfenster auf 155,75 zieht. Bewegt sich der Kurs von diesem Bereich weg, dürfte dessen Einfluss rasch nachlassen.
Das alles gesagt: Der USD/JPY-Handel wird derzeit stärker als von allem anderen von Interventionsrisiken geprägt. Die Marktpsychologie steht in dieser Phase ganz im Vordergrund, und die Händler sind nach dem scharfen Rückgang des Währungspaars in der vergangenen Woche vorsichtig. Japanische Behörden haben in den letzten Jahren wiederholt in den Devisenmärkten interveniert, wenn schnelle Yen-Bewegungen die wirtschaftliche Stabilität gefährdeten, und verbale Warnungen aus Tokio nehmen in solchen Episoden typischerweise zu, was die Märkte nervös hält.
In diesem Kontext kommen auch die oben genannten Verfälle nur noch geringere Bedeutung zu, da die Händler sich stärker auf andere Schlüsselfaktoren konzentrieren, die das Preisverhalten beeinflussen dürften. Ein US-Feiertag heute dürfte zudem für dünnere Liquidität sorgen und Kursbewegungen verstärken – Bedingungen, die Tokio bei früheren Interventionen ins Visier genommen hat. Daher ist generell mit vorsichtigeren Handelsbedingungen zu rechnen.
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