USD/CAD erholt sich, da die Treasury-Renditen steigen; Widerstand an gleitenden Durchschnitten im Fokus
Wichtige Erkenntnisse
- •Der USD/CAD erholt sich, da steigende Treasury-Renditen den Dollar stützen, wobei die 2-Jahres-Rendite um 6,2 Basispunkte und die 10-Jahres-Rendite um 6,7 Basispunkte steigt.
- •Das Paar hielt die Unterstützung bei 1,3990, nur 9 Pips über dem 38,2 %-Fibonacci-Retracement bei 1,39812, wodurch der breitere Aufwärtstrend intakt bleibt.
- •Der USD/CAD steht vor einer wichtigen Widerstandszone, gebildet durch den 100-Stunden-Gleitenden Durchschnitt bei 1,4071 und den 200-Stunden-Gleitenden Durchschnitt bei 1,4078.
- •Ein nachhaltiger Ausbruch über beide gleitenden Durchschnitte würde die technische Ausrichtung nach oben verschieben und potenziell auf das Wochenhoch nahe 1,4130 abzielen.
- •Die Renditedifferenz zwischen US- und kanadischen Staatsanleihen bleibt ein wesentlicher Treiber, während die Federal Reserve und die Bank of Canada potenziell unterschiedliche Zinssenkungspfade verfolgen.

Der USD/CAD zieht heute an und kehrt die Verluste der beiden vorangegangenen Handelssitzungen um. Die gestrige Schwäche des Paares resultierte aus einem breiten Verkauf des US-Dollars, der im Einklang mit einem starken Rückgang des USD/JPY inmitten von Interventionsspekulationen stand. Bemerkenswerterweise hielt der Dollar-Verkauf an, obwohl die Treasury-Renditen nach der FOMC-Entscheidung der Federal Reserve stiegen.
Die Renditen steigen heute erneut, wobei die 2-Jahres-Treasury-Rendite um 6,2 Basispunkte und die 10-Jahres-Rendite um 6,7 Basispunkte zulegt. Diesmal reagiert der Dollar auf das steigende Renditeumfeld, und der USD/CAD partizipiert an dieser Bewegung. Die Renditedifferenz zwischen US- und kanadischen Staatsanleihen bleibt ein wesentlicher Treiber des Paares, insbesondere da die Bank of Canada und die Federal Reserve in diesem Jahr potenziell unterschiedliche Zinssenkungspfade einschlagen könnten.
Aus technischer Sicht brachte der Rückgang von gestern das Paar in die Nähe des 38,2 %-Fibonacci-Retracements des Aufschwungs vom Tiefstand Anfang Mai. Der Preis erreichte seinen Tiefpunkt bei 1,3990, nur 9 Pips über dem Retracement-Niveau bei 1,39812. Das Verfehlen und Brechen dieser wichtigen Fibonacci-Marke enttäuschte Verkäufer, die eine festere Kontrolle über den Markt anstrebten. Solange dieses Niveau nicht gebrochen wird, bleibt der jüngste Rückgang eine routinemäßige Korrektur innerhalb des breiteren Aufwärtstrends.
Die heutige Erholung hat den USD/CAD auf 1,4057 gehoben, rund 14 Pips unterhalb des fallenden 100-Stunden-Gleitenden Durchschnitts bei 1,4071. Der 200-Stunden-Gleitende Durchschnitt liegt marginal höher bei 1,4078 und bildet eine bedeutende Widerstandszone.
Damit Käufer wieder die Oberhand gewinnen, müssen sie den Preis über beide gleitende Durchschnitte treiben und diesen Ausbruch aufrechterhalten. Ein nachhaltiger Schritt über diese Niveaus würde die technische Ausrichtung wieder auf die upside verlagern, wobei Händler auf das Wochenhoch nahe 1,4130 blicken. Dieses Niveau entspricht ebenfalls der unteren Grenze einer wichtigen Boden-/Decken-Zone zwischen 1,41297 und 1.41488. Zu Beginn der Woche scheiterte das Paar an diesem Widerstand, was den Verkäufern den Antrieb gab, den Markt nach unten zu drehen.
Auch für Verkäufer steht noch Arbeit an. Sie müssten den Preis zurück unter die jüngsten Tiefs bei 1,4003 und 1,3990 drücken und letztlich unter das 38,2 %-Retracement bei 1,39812 brechen. Bis dies geschieht, bleibt der breitere technische Vorteil trotz der korrektiven Rücksetzung dieser Woche bei den Käufern. Da das Paar in der Nähe des psychologisch bedeutsamen 1,40-Niveaus handelt – historisch hohes Terrain für den USD/CAD –, warten die Marktteilnehmer weitere Wirtschaftsdaten aus den USA und Kanada ab, um Signale zum relativen Tempo der Geldpolitiklockerung beider Zentralbanken zu erhalten.