NachrichtenKryptoUSA und Großbritannien vertiefen die Krypto-Regulierungsskoordination nach dem GENIUS Act

USA und Großbritannien vertiefen die Krypto-Regulierungsskoordination nach dem GENIUS Act

Autor: Cointelegraph·

Wichtige Erkenntnisse

  • US-Vertreter informierten ihre britischen Gegenüber über die Umsetzung des GENIUS Act, des wegweisenden Stablecoin-Gesetzes des Landes.
  • Die Arbeitsgruppe sprach über Stablecoin-Regulierung, die Marktstruktur digitaler Vermögenswerte, Tokenisierung und die digitale Strategie des Vereinigten Königreichs für die Wholesale Financial Markets.
  • Die gemeinsame Erklärung vom 4. August kündigte keine neuen politischen Maßnahmen an, betonte aber verantwortungsvolle Innovation, Finanzstabilität und regulatorische Zusammenarbeit.
  • Am 14. Juli veröffentlichte die US-UK Transatlantic Taskforce for Markets of the Future erste Empfehlungen und eine gemeinsame Erklärung zu Stablecoins.
  • Die Bank of England überprüft ihren Ansatz für Stablecoins, während die britische FCA grenzüberschreitende Zahlungen als einen führenden kurzfristigen Anwendungsfall für die Technologie nennt.
USA und Großbritannien vertiefen die Krypto-Regulierungsskoordination nach dem GENIUS Act

Die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich bekräftigten bei einer jüngsten bilateralen Arbeitsgruppe ihre Verpflichtung zu einer engeren Zusammenarbeit in der Finanzregulierung und signalisierten damit eine anhaltende politische Abstimmung bei digitalen Vermögenswerten, während US-Behörden die Umsetzung eines wegweisenden Stablecoin-Gesetzes vorantreiben.

Während der 13. Sitzung der UK-US Financial Regulatory Working Group (FRWG), die am 8. Juli in London stattfand, diskutierten Vertreter die Regulierung von Stablecoins, die Marktstruktur digitaler Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten, Tokenisierung und die Wholesale Financial Markets Digital Strategy des Vereinigten Königreichs. Die Diskussion findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem Regulierer auf beiden Seiten des Atlantiks abwägen, wie sich neue Zahlungs- und Marktinfrastrukturen fördern lassen, ohne dabei Schutzmechanismen für Finanzstabilität und grenzüberschreitende Aufsicht zu vernachlässigen.

Eine gemeinsame Erklärung vom 4. August zur Sitzung teilte mit, dass US-Vertreter ihre britischen Gegenüber über die Umsetzung des GENIUS Act, des wegweisenden Stablecoin-Gesetzes des Landes, sowie über die laufende Arbeit zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte informierten. Die Teilnehmer sprachen außerdem über die Modernisierung des Zahlungsverkehrs und den G20 Cross-border Payments Roadmap, eine internationale Initiative zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen.

Auch wenn das Treffen keine neuen politischen Maßnahmen hervorbrachte, unterstrich es das gemeinsame Engagement, die Regulierung in zentralen Bereichen der digitalen Vermögensbranche zu koordinieren. Die Erklärung war gegenüber „verantwortungsvoller“ Innovation bei digitalen Vermögenswerten insgesamt unterstützend, betonte jedoch zugleich Finanzstabilität und internationale regulatorische Zusammenarbeit.

Dieses Engagement zeigte sich auch am 14. Juli, als die Transatlantic Taskforce for Markets of the Future — eine gemeinsame US-UK-Initiative zur Stärkung der Zusammenarbeit bei Finanzinnovation und Kapitalmärkten — ihre ersten Empfehlungen zusammen mit einer gemeinsamen Erklärung zu Stablecoins veröffentlichte. Die Regierungen erklärten, die Maßnahmen würden die Grundlage für eine fortgesetzte Führungsrolle der USA und des Vereinigten Königreichs bei digitalen Vermögenswerten und Kapitalmärkten legen.

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Großbritannien überdenkt Stablecoin-Regeln, während die USA voranschreiten

Großbritanniens erneuter Fokus auf Stablecoins kommt zu einer Zeit, in der einige Branchenbeobachter argumentieren, das Land verliere gegenüber den Vereinigten Staaten an Boden, wo der GENIUS Act die Dynamik für regulierte, an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins beschleunigt hat. Die Verschiebung hat Stablecoins zudem für politische Entscheidungsträger in den Blick gerückt, die untersuchen, wie digitale Abwicklungsinstrumente in bestehende Zahlungssysteme und Marktregeln passen.

Auch die Bank of England hat ihre Haltung zur Regulierung von Stablecoins gelockert. Wie Cointelegraph im Mai berichtete, prüft die BoE Alternativen zu vorübergehenden Obergrenzen für Stablecoin-Bestände und bewertet, ob ihr Vorschlag, wonach mindestens 40% der Reservevermögen als unverzinsliche Einlagen bei der Zentralbank gehalten werden müssen, zu restriktiv ist.

Unabhängig davon erklärte die britische Financial Conduct Authority bereits Anfang des Jahres, dass grenzüberschreitende Zahlungen einen der klarsten kurzfristigen Anwendungsfälle für Stablecoins darstellen, was die wachsende regulatorische Anerkennung des Potenzials der Technologie unterstreicht.

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