Boltz setzt Bitcoin-Swap-Service wegen KI-gestützter Angriffe auf unbestimmte Zeit aus
Wichtige Erkenntnisse
- •Boltz hat seinen Bitcoin-Swap-Service bis auf Weiteres deaktiviert und kann keinen Termin für die Wiederaufnahme nennen.
- •Das Unternehmen sagte, die Abschaltung folge monatelangen automatisierten, KI-gestützten Sondierungen und mehreren eingedämmten Exploits.
- •Boltz betonte, dass Nutzergelder nie gefährdet waren, da der Dienst nicht-verwahrend ist.
- •Die API kann weiterhin kooperative Rückerstattungen verarbeiten, und einseitige Rückerstattungen bleiben verfügbar.
- •Boltz warnte, dass KI-getriebene Angriffe auf einen breiteren Wandel für Bitcoin-Infrastrukturbetreiber hinweisen, und erwartet keine baldige Wiederaufnahme der Swaps.

Boltz, eine nicht-verwahrende Bitcoin-Bridge, hat ihren Bitcoin-Swap-Service auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und erklärt, dass eine Zunahme KI-gestützter Angriffe den sicheren Betrieb unmöglich gemacht habe.
In Beiträgen auf X am Montag teilte das Unternehmen mit, dass Swaps „bis auf Weiteres“ deaktiviert seien und es keine Schätzung geben könne, wann der Dienst zurückkehre.
„We can't give an ETA as of this time, but will provide an update once we know more“, schrieb Boltz.
Boltz ist ein nicht-verwahrender Bitcoin-Swap-Service, der es Nutzern ermöglicht, Bitcoin zwischen dem Lightning Network und der Basisschicht der Blockchain zu bewegen, ohne dem Unternehmen die Verwahrung ihrer Mittel zu übertragen. Das Unternehmen hat keine Angaben zum Transaktionsvolumen veröffentlicht. Laut DeFiLlama hält Boltz derzeit rund $262,000 an Total Value Locked.
Da Nutzer während des gesamten Prozesses die Kontrolle über ihre Vermögenswerte behalten, sagte Boltz, dass „no user funds were ever at risk.“
Boltz Swap Services are currently unavailable until further notice. We can't give an ETA as of this time, but will provide an update once we know more 🙏 — Boltz - Non-Custodial Bitcoin Bridge (@Boltzhq) August 3, 2026
„To be clear: this is not a response to a single incident“, schrieb das Unternehmen. „Over the past months we have seen a steady rise in automated, AI-assisted probing of our infrastructure, and we have dealt with several exploits. Each was contained, but the pattern is clear: attackers now iterate faster than a team our size can find and patch.“
Boltz sagte, das Angriffstempo habe sich in den vergangenen Tagen beschleunigt, weshalb das Unternehmen zu dem Schluss gekommen sei, den Swap-Service nicht länger sicher betreiben zu können. Für Nutzer ist das operative Kernelement, dass die Abschaltung als Sicherheitsreaktion und nicht als Verwahrungsproblem dargestellt wird, was in einem Sektor bemerkenswert ist, in dem Bridge- und Swap-Dienste ohnehin verstärkt unter Beobachtung stehen, weil sie zwischen den Schichten des Bitcoin-Stacks liegen.
„After reviewing the results of our own recent security scans, we cannot responsibly re-enable Boltz swaps, especially as we are being actively targeted by what appear to be multiple resourceful groups while we race to deploy fixes“, schrieb das Unternehmen.
Das Unternehmen erklärte, seine API stehe weiterhin zur Bearbeitung kooperativer Rückerstattungen zur Verfügung, einseitige Rückerstattungen funktionierten weiterhin, da sie nicht von der Infrastruktur von Boltz abhingen, und der Kundensupport sei weiterhin erreichbar.
Boltz sagte, die Angriffe spiegelten eine breitere Verschiebung für Betreiber von Bitcoin-Infrastruktur wider.
„What we are seeing is a major paradigm shift for Bitcoin services operating on an open source stack, and it needs careful analysis“, schrieb das Unternehmen. „Do not expect swap services to resume shortly.“
Die Mitteilung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kryptobranche damit ringt, wie KI Cyberangriffe verändert. Für Infrastrukturbetreiber hat das den Fokus auf schnelle Patches, automatisierte Scans und defensive Werkzeuge verstärkt, insbesondere wenn Dienste Open Source und extern erreichbar sind.
Am Dienstag warnte Ledger-CTO Charles Guillemet, dass KI Angreifern ermögliche, Code zu scannen und Schwachstellen „at machine speed“ aufzudecken, während Verteidiger zunehmend auf KI setzen, um dieselben Fehler zuerst zu finden. Die Kommentare fielen, während die Folgen des Coldcard-Exploits weiter zunahmen und die Verluste sich $130 million näherten.