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USA zu öffentlicher Containerreederei aufgefordert

Autor: Splash247·

Wichtige Erkenntnisse

  • Sechs im Ausland befindliche Liniengesellschaften sollen fast 80% der weltweiten Containerkapazität und mehr als 90% des US-Handels auf wichtigen Routen kontrollieren.
  • Die unter internationaler US-Flagge fahrende Containerflotte der USA ist auf 58 Schiffe gesunken und damit auf weniger als 1% der weltweiten Gesamtflotte.
  • Der Bericht sieht eine Abhängigkeit von ausländischen Carriern sowohl für kommerzielle Lieferketten als auch für militärische Sealift-Kapazitäten im Notfall.
  • Das Open Markets Institute empfiehlt eine öffentlich gestützte Container-Schifffahrtsoption, um Zugang zu sichern, wenn private Carrier unzuverlässig oder diskriminierend sind.
  • Weitere Empfehlungen sind eine stärkere FMC-Aufsicht über Allianzen, wiederhergestellte Common-Carrier-Schutzrechte, mehr Unterstützung für Tonnage unter US-Flagge und mehr Ausbildung für Seeleute.
USA zu öffentlicher Containerreederei aufgefordert

Die Vereinigten Staaten sollten erwägen, eine öffentlich gestützte Containerreederei aufzubauen, um ihre Abhängigkeit von ausländischen Carriern zu verringern, so ein neuer Bericht des Open Markets Institute.

Die in Washington ansässige Antimonopol-Gruppe sagt, sechs im Ausland befindliche Liniengesellschaften kontrollierten fast 80% der weltweiten Containerkapazität und mehr als 90% des US-Handels auf wichtigen Routen. Diese Marktkonzentration beschreibt sie als „container cartel“.

In einem Bericht mit dem Titel Creating a Publicly Accountable Ocean Supply Chain argumentiert das Institut, dass vier Jahrzehnte Deregulierung, Konsolidierung und Allianzbildung US-Importeure, Exporteure und Verteidigungsplaner Entscheidungen aussetzen, die von im Ausland ansässigen Unternehmen getroffen werden.

Der Studie zufolge ist Amerikas international handelnde, unter US-Flagge fahrende Containerflotte auf 58 Schiffe geschrumpft und macht damit weniger als 1% der weltweiten Gesamtflotte aus. Das Land sei nicht nur für Verbrauchslieferketten, sondern auch für Sealift-Kapazitäten in Notfällen auf ausländische Carrier angewiesen, warnt das Institut, wodurch die Frage des Schiffszugangs weit über reine Frachtraten hinaus relevant werde.

Arnav Rao, Autor des Berichts, sagte, der Containertransport müsse als kritische Infrastruktur behandelt werden. Der Bericht behauptet, dominante Carrier könnten undurchsichtige Serviceverträge, diskriminierende Preise, gestrichene Abfahrten, Frachtverzögerungen und Zuschläge ausnutzen, wobei kleinere Exporteure und Hersteller die größte Last trügen.

Die weitreichendste Empfehlung ist die Schaffung einer öffentlichen Container-Schifffahrtsoption, die den Zugang zu Überseemärkten garantieren könnte, wenn private Carrier keinen zuverlässigen oder nichtdiskriminierenden Service bereitstellen.

Zu den weiteren Vorschlägen zählen eine strengere Aufsicht der Federal Maritime Commission über globale Allianzen, die Wiederherstellung von Schutzbestimmungen für Common Carrier, mehr Unterstützung für Tonnage unter US-Flagge und erweiterte Ausbildung für Seeleute.

Kooperationsvereinbarungen von Carriern werden bereits bei der FMC eingereicht und von ihr überwacht und können eine Ausnahme vom US-Antitrustrecht erhalten. Die Regulierungsbehörde verlangt umfassende Berichte von Allianzen und kann eine einstweilige Verfügung beantragen, wenn verringerter Wettbewerb zu unangemessenen Kostensteigerungen oder sich verschlechterndem Service führt.

Der Bericht argumentiert dennoch, dass Überwachung nicht ausreiche, wenn die zugrunde liegende Flotte, die Besatzungsbasis und die kommerzielle Kapazität ins Ausland verlagert worden seien. Seine Kernaussage lautet, dass Washington die maritime Resilienz nicht allein durch Subventionen für Werften wiederaufbauen könne; es müsse auch entscheiden, wer den Zugang zu dem Transportnetz kontrolliert, das amerikanische Produzenten und Verbraucher mit der Welt verbindet.