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Woher beziehen die USA (und Wisconsin) ihr Öl? Ganz überwiegend aus Kanada

Autor: Econbrowser·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kanada lieferte 2025 gemäß Pipeline- und Handelsdaten von Oilsandsmagazine.com 61 % der gesamten US-Erdölimporte nach Dollarwert.
  • Nach Angaben der International Trade Administration stammen 100 % der Erdölimporte Wisconsins aus Kanada.
  • Kanada ist seit rund zwei Jahrzehnten die mit Abstand größte Quelle für US-Rohölimporte, wobei der Großteil der Mengen über grenzüberschreitende Pipelines wie Enbridges Mainline und Keystone zu Raffinerien transportiert wird, die im Mittleren Westen besonders von kanadischen Lieferungen abhängen.
  • Die Energiebeziehung geht über Erdöl hinaus: Kanada ist Nettoexporteur von Strom in die Vereinigten Staaten, und Maine deckt etwa 30 % seines Stroms aus Kanada.
  • Ein Großteil des über die Grenze gelieferten kanadischen Stroms wird in Wasserkraftanlagen in Provinzen wie Québec, Manitoba, British Columbia und Ontario erzeugt und von Versorgungsunternehmen in den nördlichen US-Bundesstaaten über Verbindungsleitungen und langfristige Liefervereinbarungen bezogen.
Woher beziehen die USA (und Wisconsin) ihr Öl? Ganz überwiegend aus Kanada

Die Antwort auf die Frage, woher die Vereinigten Staaten – und insbesondere Wisconsin – ihr Öl beziehen, lautet ganz überwiegend: aus Kanada.

Im Jahr 2025 stammten 61 % der gesamten US-Erdölimporte nach Dollarwert aus Kanada, wie aus Pipeline- und Handelsdaten hervorgeht, die von Oilsandsmagazine.com zusammengestellt wurden.

Die Abhängigkeit ist auf Ebene der Bundesstaaten noch ausgeprägter. Nach Angaben der International Trade Administration (ITA) stammen 100 % der Erdölimporte Wisconsins aus Kanada.

Kanadas Position als dominierender Rohöllieferant der USA ist von langer Dauer. Nach Angaben der US Energy Information Administration ist das Land seit rund zwei Jahrzehnten die mit Abstand größte Quelle für US-Rohölimporte. Der Großteil dieser Mengen fließt über grenzüberschreitende Pipelinenetze – wie das Mainline-System von Enbridge und die Keystone-Pipeline –, die Rohöl, vieles davon aus den Ölsanden Albertas, zu US-Raffinerien transportieren; Raffinerien im Mittleren Westen sind hierbei besonders von kanadischen Lieferungen abhängig.

Diese Verknüpfung von Pipelines und Raffinerien hilft zu erklären, warum der kanadisch-amerikanische Ölhandel über die reine Importsumme hinaus Bedeutung hat: Er ist Teil des alltäglichen Kraftstoff- und Rohstoffsystems in weiten Teilen des Mittleren Westens, wo Raffinerien auf stetige grenzüberschreitende Lieferströme und nicht auf eine einzige inländische Quelle ausgelegt sind.

Die Energiebeziehung geht über Erdöl hinaus. Mehrere Bundesstaaten, darunter Wisconsin, beziehen auch Strom aus Kanada. Maine deckt etwa 30 % seines Strombedarfs aus Kanada, wie von WMTW berichtet.

Kanada ist ein Nettoexporteur von Strom in die Vereinigten Staaten, und ein Großteil des über die Grenze gelieferten Stroms wird in Wasserkraftanlagen in Provinzen wie Québec, Manitoba, British Columbia und Ontario erzeugt. Versorgungsunternehmen in den nördlichen US-Bundesstaaten kaufen diesen Strom über grenzüberschreitende Verbindungsleitungen und langfristige Liefervereinbarungen, wodurch die Beziehung nicht nur für Kraftstoffmärkte, sondern auch für die regionale Stromplanung relevant ist.

Die ITA, eine Behörde innerhalb des US-Handelsministeriums, veröffentlicht über ihre Datenvisualisierungsplattform TradeStats Express Handelsstatistiken auf Bundesstaatenebene, darunter Daten zu den Handelspartnern der Bundesstaaten – die Quelle, auf die sich die Importzahlen Wisconsins stützen.

Vollständige Offenlegung: Der Autor des Originalbeitrags fährt ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.